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Zoll: Kommission veröffentlicht Statistik der 2007 vom Zoll an den Außengrenzen der EU sichergestellten gefälschten Produkte

European Commission - IP/08/757   19/05/2008

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IP/08/757

Brüssel, den 19. Mai 2008

Zoll: Kommission veröffentlicht Statistik der 2007 vom Zoll an den Außengrenzen der EU sichergestellten gefälschten Produkte

(siehe auch MEMO/08/310 )

Die jüngsten von der Europäischen Kommission veröffentlichten Statistiken zur Produktfälschung und Produktpiraterie zeigen eine im Vergleich zum Vorjahr stark erhöhte Zolltätigkeit. 2007 registrierte der Zoll mehr als 43 000 Fälle gefälschter und an der Außengrenze der EU sichergestellter Waren, im Vergleich zu 37 000 Fällen im Jahr 2006. Dies ist insbesondere auf die verbesserte Zusammenarbeit zwischen Zoll und Industrie zurückzuführen, die es dem Zoll erlaubt, gezielter nach verdächtigen Ladungen zu suchen und gefälschte Waren zu erkennen. Dennoch sank die Anzahl der sichergestellten Artikel verglichen mit der Höchstzahl von 128 Millionen Artikeln im Vorjahr auf etwa 79 Millionen. Dies liegt daran, dass mehr kleinere Mengen gefälschter Produkte und Raubkopien sichergestellt wurden. Jedoch werden nach wie vor in großen Mengen Zigaretten und Kleidungsstücke gefälscht. Auch war eine besorgniserregende Zunahme bei für die Verbraucher potenziell gefährlichen Warenarten zu beobachten (Arzneimittel, Haushaltsgeräte und Kosmetikartikel).

„Nach wie vor stellen Produktfälschungen eine gefährliche Bedrohung für unsere Gesundheit, unsere Sicherheit und unsere Wirtschaft dar”, warnt der für Steuern und Zoll zuständige Kommissar László Kovács. „Einen Fortschritt in diesem Bereich zu erzielen bleibt auch ein vorrangiges Ziel. Deshalb begrüße ich die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Zoll, die darauf abzielt, verdächtige Ladungen gefälschter Waren an den Außengrenzen sicherzustellen, bevor sie im Binnenmarkt „verschwinden”. Wegen der technischen Fortschritte und der verbesserten Methoden bei der Herstellung nachgeahmter Waren ist die Mithilfe der Industrie bei der Fahndung und Erkennung von gefälschten Produkten für den Zoll unerlässlich. Ich bin auch über den vor kurzem mit China erreichten Fortschritt bei der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit (IP/08/166)zufrieden, die darauf abzielt, das Problem an der Quelle zu beseitigen.”

Ausweislich der Statistik für 2007

  • hat es bisher noch nie so viele Sicherstellungen durch den Zoll gegeben. Mit mehr als 43 000 registrierten Fällen hat sich ihre Anzahl 2007 im Vergleich zu 37 000 Sicherstellungen im Vorjahr um 17 % erhöht;
  • war mit mehr als 10 000 Anträgen von Seiten der Industrie auf Tätigwerden der Zollbehörden bei Verdacht auf Produktfälschungen (im Vergleich zu 7 000 in 2006) die Zusammenarbeit mit der Industrie besser als je zuvor; d.h. 2007 waren 80 % der Zolleinsätze durch solche Anträge begründet;
  • hat sich die Anzahl der vom Zoll sichergestellten Artikel 2007 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von 128 Millionen Artikel auf 78 Millionen Artikel verringert. Dies liegt daran, dass in zwei besonderen Bereichen (Zigaretten und CDs/DVDs) weniger Artikel sichergestellt wurden. In allen anderen Bereichen sind im Vergleich zu 2006 signifikante Zuwächse zu verzeichnen. Das betrifft insbesondere
  • Kosmetika und Köperpflegeartikel: +264%;
  • Spielzeug: +98%
  • Medikamente: +51%;
  • wurden allgemein pro Einzelfall durch den Zoll weniger Waren sichergestellt als in den Vorjahren. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass Verkäufe vermehrt über das Internet abgewickelt werden, und dass die Fälscher weniger Risiken eingehen und kleinere Sendungen vornehmen, insbesondere per Luftkurier, Expressgut oder per Post, die fast 70 % der Zolleinsätze ausmachten;
  • kommen fast 60 % aller sichergestellten Waren aus China. Damit bleibt China die Hauptquelle für gefälschte Produkte. Manche Produktkategorien stammen jedoch aus anderen Ländern. So stammen gefälschte Körperpflegeprodukte hauptsächlich aus Georgien und der Türkei, während gefälschte Medikamente hauptsächlich aus der Schweiz, Indien und den arabischen Emiraten (jeweils 40, 35 und 15 % der sichergestellten Menge) kommen;
  • stellen Zigaretten und Bekleidung mit jeweils 35 % und 22 % der sichergestellten Gesamtmenge aller Artikel weiterhin einen Großteil der sichergestellten Ware dar;
  • gab es insbesondere bei den Medikamenten einen dramatischen Zuwachs um mehr als 50 %;
  • stellen Computer- und Internet-basierte Formen der Produktpiraterie bei urheberrechtlich geschützten Medien wie Musik, Filmen oder Software ebenfalls ein signifikantes Problem dar. Da diese Tätigkeiten jedoch in der Regel nicht grenzbezogen sind, ist der Zoll in die Bekämpfung dieser Urheberrechtsverletzungen weniger eingebunden;

Weitere Auskünfte über die 2007 vom Zoll sichergestellten nachgeahmten Waren sind abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/customs/customs_controls/counterfeit_piracy/statistics/index_de.htm


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