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Brüssel, den 16. Mai 2008

EU-Katastrophenhilfe für China

Am 17. Mai wird ein Expertenteam nach China entsandt, um im Rahmen des Gemeinschaftsverfahrens für den Katastrophenschutz bei der Koordinierung des Einsatzes von Spezialkräften und Hilfsgütern aus den Mitgliedstaaten zu helfen. Nach dem schweren Erdbeben, das am 12. Mai den Südwesten Chinas erschütterte, haben die chinesischen Behörden ein offizielles Hilfeersuchen gestellt. Daraufhin hatten Österreich, Deutschland, Italien, Schweden und Malta ihre Hilfe angeboten.

Hierzu erklärte Stavros Dimas, EU-Kommissar für Umwelt und zuständig für den Katastrophenschutz: „Das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz war sofort nach diesem verheerenden Erdbeben in China einsatzbereit. Kein Land sollte mit diesem Ausmaß an Leid allein gelassen werden, und wir tun unser Möglichstes, um den Menschen in dieser Notlage zu helfen."

Hilfsleistungen der Gemeinschaft

Am 17. Mai wird das Beobachtungs- und Informationszentrum der Gemeinschaft (BIZ) ein Expertenteam in Begleitung eines BIZ-Verbindungsbeamten nach China entsenden, um die Koordinierung der eintreffenden Hilfe zu unterstützen. Österreich, Deutschland, Italien, Schweden und Malta haben im Rahmen des Gemeinschaftsverfahrens Notunterkünfte, Ausrüstungen für die Erste Hilfe und Expertenunterstützung angeboten.

Das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission wurde durch das weltweite Frühwarn- und Reaktionssystem (Global Disaster Alert and Coordination System (GDACS)) sofort vom Erdbeben in China informiert. Das BIZ beobachtete die Lage und hat sich mit der Delegation der Kommission in China in Verbindung gesetzt, die den chinesischen Behörden die Hilfe der EU anbot. Einen Tag nach der Katastrophe teilte China der Kommission mit, dass Notunterkünfte, mobile Feldlazarette, medizinische Ausrüstung, Arzneimittel, Straßenräumgeräte, Krankenwagen, Feuerlöschfahrzeuge und Erdbebenexperten benötigt würden.

Das Ausmaß der Katastrophe

Am 12. Mai 2008 brach im Südwesten Chinas, etwa 80 km entfernt von der Stadt Chengdu, ein Erdbeben der Stärke 7,8 aus. Es verursachte erhebliche Schäden in acht Provinzen und Städten. Nach neuesten Schätzungen hat das Erdbeben mindestens 50 000 Todesopfer gefordert.

Das Katastrophenschutzverfahren der Gemeinschaft

Mit diesem Verfahren der Gemeinschaft soll die Zusammenarbeit bei Maßnahmen des Katastrophenschutzes verbessert werden. Dabei werden die Hilfsleistungen koordiniert und rasche Hilfen geleistet, wobei diese Maßnahmen jedem hilfsbedürftigen EU-Mitgliedstaat und Drittland offen stehen. Hauptziel ist es, bei einem schweren Notfall optimal vorbereitet zu sein und zu reagieren. Die Kommission koordiniert diese Tätigkeiten durch ihr Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) beim Referat Katastrophenschutz der Generaldirektion Umwelt.

An dem Gemeinschaftsverfahren beteiligen sich dreißig Staaten. Die gebündelten Mittel können weltweit allen Ländern, die von Katastrophen heimgesucht wurden, zur Verfügung gestellt werden. Seit das Verfahren 2002 einsatzbereit ist, kam es bei Katastrophen auf der ganzen Welt zur Anwendung, so etwa 2004 beim Tsunami in Südostasien, 2005 bei den Waldbränden in Portugal, den Überschwemmungen in Bulgarien und Rumänien, dem Hurrikan Katrina in den USA und dem Erdbeben in Pakistan und 2006 bei der Libanon-Krise. 2007 wurde das Verfahren bei Überschwemmungen in Bolivien sowie bei Waldbränden in Italien, Griechenland, Zypern, Albanien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien eingesetzt. In jüngster Zeit wurde es bei Ölunfällen in der Ukraine und in Südkorea, bei einem Erdbeben in Kirgisistan und bei Überschwemmungen in Bolivien und Ecuador in Anspruch genommen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kommission zum Katastrophenschutz (in englischer Sprache):

http://ec.europa.eu/environment/civil/index.htm


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