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Nach wie vor wachsendes Interesse am Erasmus-Programm für Studierende und Hochschulen

European Commission - IP/08/736   13/05/2008

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IP/08/736

Brüssel, den 13. Mai 2008

Nach wie vor wachsendes Interesse am Erasmus-Programm für Studierende und Hochschulen

Erasmus, das 1987 ins Leben gerufene Vorzeigeprogramm der Europäischen Union zur Förderung der europaweiten Mobilität und Zusammenarbeit im Hochschulbereich, legt weiterhin zu. Das EU-Programm für lebenslanges Lernen (2007-2013) stellt jährlich rund 450 Millionen EUR für Erasmus bereit. Im Studienjahr 2006/2007 nahmen im Vergleich zum Vorjahr 3 % mehr Studierende und 10 % mehr Hochschullehrkräfte an einem Austausch teil. Damit waren allein in diesem Jahr insgesamt fast 160 000 Studierende und 26 000 Lehrkräfte zu verzeichnen. Am stärksten stieg die Anzahl von Teilnehmern in den mittel- und osteuropäischen Staaten und in der Türkei.

„Europa braucht mehr und bessere Mobilität auf allen Ebenen. Erasmus bietet hierzu einen ausgezeichneten Rahmen“, so Ján Figel’, EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Jugend. „Das Programm ermöglicht den Teilnehmern, ihr Wissen, ihre Teamfähigkeit und ihre interkulturellen Kompetenzen zu verbessern, was im Endeffekt allen Europäern zugute kommt. Besonders freue ich mich darüber, dass vermehrt Studierende der neuen Mitgliedstaaten das Erasmus-Angebot nutzen. Nach Meinung der Europäischen Kommission sollte die Teilnahme am Erasmus-Programm sowohl für die Studierenden als auch die Lehrkräfte die Regel und nicht die Ausnahme sein.“

Mobilität der Studierenden und der Lehrkräfte

Während der 20-jährigen Laufzeit des Programms von 1987 bis 2007 absolvierten 1,7 Millionen Studierende einen Auslandsstudienaufenthalt im Rahmen von Erasmus, davon 159 324 im Studienjahr 2006/2007. Das ist ein Zuwachs von 3,2 % gegenüber 7,2 % im vergangenen Jahr.

Deutschland liegt mit 23 884 Erasmus-Studierenden als Entsendeland nach wie vor an der Spitze, gefolgt von Frankreich (22 981), Spanien (22 322) und Italien (17 195). Mit in diesem Jahr 27 464 aufgenommenen Studierenden blieb Spanien das beliebteste Zielland, gefolgt von Frankreich (20 673), Deutschland (17 878) und dem Vereinigten Königreich (16 508).

Mit einem Anstieg um 10 % lag die Mobilität der Studierenden aus den 12 Mitgliedstaaten, die der EU 2004 und 2007 beigetreten sind, deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Insgesamt ist die Anzahl mobiler Studierender zwar gestiegen, in einigen Ländern war jedoch leider eine Abnahme (Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Island, Malta, Norwegen, Spanien und Zypern) oder Stagnation (Deutschland, Niederlande, Schweden) bei der Anzahl ausgesandter Erasmus-Studierender zu verzeichnen. Der Abwärtstrend scheint allerdings in einigen Ländern, wie z. B. im Vereinigten Königreich, zum Stillstand gekommen zu sein.

Die Anzahl aufgenommener Studierender in Ländern wie Deutschland, Griechenland, Frankreich und den Niederlanden ist erstmals unverändert geblieben bzw. hat abgenommen.

Die beliebtesten Fachgebiete der Studierenden waren weiterhin Betriebswirtschaft, gefolgt von Sprachen/Philologie und Sozialwissenschaften. Im Durchschnitt dauert ein Auslandsstudienaufenthalt 6,5 Monate.

Es wurden Anstrengungen unternommen, um den durchschnittlichen Betrag des aus dem Erasmus-Budget gewährten Stipendiums zu erhöhen. 2006/2007 betrug ein monatliches Stipendium im Durchschnitt 192 EUR und somit 22 % mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr ist mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen.

Die Zahl der am Erasmus-Mobilitätsprogramm teilnehmenden Lehrkräfte ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Im Studienjahr 2006/2007 nahmen 25 809 Lehrkräfte an einem Austausch im Rahmen von Erasmus teil, das sind 10 % mehr als im Vorjahr.

Deutschland, Spanien und Frankreich entsandten die meisten Lehrkräfte, während Deutschland, Frankreich und Italien beliebtestes Ziel der Lehrkräfte waren. Die meisten Länder verzeichneten einen Zuwachs bei der Auslandsmobilität der Lehrkräfte mit der Türkei als Spitzenreiter, gefolgt von Lettland.

Die meisten Austausch-Lehrkräfte wählten die Fachgebiete Sprachen/Philologie, Ingenieur- und Technikwissenschaften sowie Betriebswirtschaft.

Trotz des ständigen Anstiegs der Mobilität von Studierenden und Lehrkräften hat sich die Wachstumsrate verlangsamt. Um das angepeilte EU-Ziel von 3 Millionen Studierenden bis zum Jahr 2012 zu erreichen, wäre eine jährliche Zunahme von 9 bis 10 % erforderlich.

Hintergrund

Für das Programm Erasmus, das Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen ist, werden jährlich 450 Millionen EUR bereitgestellt. Derzeit erhalten etwa 3,5 % der europäischen Studierenden im Laufe ihres Studiums ein Erasmus-Stipendium. Erasmus fördert nicht nur die „klassische“ Mobilität von Studierenden und Lehrkräften aus den 31 beteiligten Ländern, sondern bietet den Studierenden auch die Gelegenheit für ein Unternehmenspraktikum als Teil ihres Studiums. Im Rahmen von Erasmus können nun Hochschulmitarbeiter ebenfalls eine Fortbildung im Ausland absolvieren. Des Weiteren fördert das Programm die Zusammenarbeit der Hochschuleinrichtungen durch Intensivprogramme, Netzwerke, Projekte und sonstige Maßnahmen, die sich an die Unternehmen und die Gesellschaft richten.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/education/programmes/llp/erasmus/index_de.htmlAnhang 1: Daten über entsandte Erasmus-Studierende von 1987/1988 bis 2006/2007
Anhang 2: Daten über entsandte und aufgenommene Erasmus-Studierende im Studienjahr 2006/2007

Anhang 3: Daten über entsandte und aufgenommene Erasmus-Lehrkräfte im Studienjahr 2006/2007

Annex 1: Data on outgoing Erasmus students from 1987/1988 to 2006/2007


[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]






Annex 2: Data on outgoing and incoming Erasmus students in 2006/2007

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]








Annex 3: Data on outgoing and incoming Erasmus teachers in 2006/2007


[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]


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