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IP/08/6

Brüssel, den 3. Januar 2008

Rascher Umstieg der Zyprer und Malteser auf den Euro

Am 1. Januar haben Zypern und Malta den Euro eingeführt. Nach allen verfügbaren Informationen läuft die Umstellung reibungslos und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Bereits am 2. Januar wurde in beiden Ländern eine erhebliche Zahl von Bargeldgeschäften in Euro durchgeführt, und rund 40 % der Bürger hatten nur noch oder überwiegend Euro im Portemonnaie.

Seit 1. Januar ist der Euro die Währung Zyperns und Maltas und sind die Euro-Banknoten und -Münzen auf beiden Inseln gesetzliches Zahlungsmittel.

Nach einer Erhebung im Auftrag der Europäischen Kommission wurde am 2. Januar bei 92 % bzw. 91 % aller Bargeldgeschäfte im zyprischen und maltesischen Einzelhandel Wechselgeld nur noch in Euro zurückgegeben. In Malta verlief der Barzahlungsverkehr reibungslos, nachdem Wechselgeld anfangs in einzelnen Geschäften knapp geworden war, vor allem am 1. Januar, als die Banken noch geschlossen waren und manche Kunden mit großen Stückelungen der Landeswährung bezahlen wollten, um sie später nicht bei der Bank umtauschen zu müssen. Auch der Beginn des Winterschlussverkaufs am 2. Januar führte zu mehr Bargeldgeschäften im maltesischen Einzelhandel, der jedoch keine nennenswerten Probleme meldete.

Auf die Frage, welche Währung sie im Portemonnaie hätten, antworteten am 2. Januar 12 % der Befragten in Zypern, dass sie nur noch Euro-Banknoten bei sich trügen; weitere 31 % gaben an, vorwiegend Euro-Banknoten dabei zu haben. Bei Münzen waren es 20 % bzw. 26 %. In Malta führten 42 % der Befragten nur noch oder überwiegend Euro-Banknoten mit sich und sogar 52 % nur noch oder überwiegend Euro-Münzen.

Was Bargeldzahlungen angeht, so gaben 28 % der Zyprer am 2. Januar an, dass sie schon mit Euro bezahlt hätten, während 68 % noch die Landeswährung verwendeten. Auf Malta waren es 36 % bzw. 58 %. Bei beiden Ländern sind die Zahlen besser als in einer vergleichbaren Erhebung anlässlich der Euro-Einführung 2007 in Slowenien, als am 2. Januar 2007 nur einer von fünf Slowenen (19 %) schon mit Euro bezahlt hatte. In der Parallelumlaufphase (die sowohl in Zypern als auch Malta bis 31. Januar 2008 dauert) können die Bürger neben dem Euro noch mit Zypern-Pfund bzw. Maltesischer Lira zahlen.

Da die Menschen ihre Landeswährung möglichst rasch in Euro umtauschen und Euro-Bargeld abheben wollen, kam es sowohl in Zypern als auch in Malta zu Warteschlangen an Bankschaltern und Geldautomaten. Um die Wartezeiten zu verkürzen, haben einige Banken Sonderschalter eingerichtet, an denen Firmenkunden Bargeld umtauschen und Euro abheben können.

In beiden Ländern ist die Umstellung offenbar planmäßig verlaufen. Seit 1. Januar sind Euro-Banknoten in beiden Ländern über Geldautomaten erhältlich. Alle 550 Geldautomaten in Zypern und alle 154 Geldautomaten in Malta wurden am 1. Januar erfolgreich auf Euro-Banknoten umgestellt, die große Mehrheit vor 12 Uhr mittags. In Zypern wurden am 1. und 2. Januar 50 000 Barabhebungen an Geldautomaten durchgeführt, über einen Gesamtbetrag von 5,97 Mio. €. In Malta wurden an den beiden Tagen 64 800 Barabhebungen an Geldautomaten getätigt, im Gesamtbetrag von 7,02 Mio. €.

In Zypern waren einige Bankfilialen ausnahmsweise schon am 1. Januar geöffnet, um den Umtausch von Landeswährung und die Abhebung von Euro-Bargeld zu ermöglichen. Am 1. und 2. Januar wurden insgesamt 116 Mio. € am Schalter abgehoben. Während die Banken in Malta am 1. Januar noch geschlossen blieben, waren sie am 2. Januar geöffnet und führten 38 000 Barauszahlungen bzw. Umtauschgeschäfte (über insgesamt 20,7 Mio. €) durch.

Viele Bürger hatten sich schon vor dem „€-Day“ Euro-Bargeld beschafft.

Im Laufe des Dezembers kauften die Zyprer insgesamt rund 105 000 Euro-Minikits (im Stückwert von 17,09 €). In Malta wurden rund 160 000 Minikits (im Stückwert von 11,65 €) verkauft.

Was die Umstellung der Preise auf den Euro angeht, so wurden in beiden Ländern bislang nur vereinzelte Fälle von unlauteren Preisanhebungen gemeldet. Die Behörden ermitteln und werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen. So wurden in Malta beispielsweise die Gebühren einiger Parkhäuser erhöht. Die Behörden haben die Verantwortlichen unter Androhung von Geldbußen aufgefordert, die früheren Preise binnen einer Woche wiederherzustellen. Die Verbraucher sind in dieser Zeit aufgerufen, ihre Wachsamkeit zu erhöhen und noch mehr auf ihre Rechte zu pochen als gewöhnlich.

Weitere Informationen auf der Website der GD ECFIN unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/the_euro/

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_en.htm

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_el.htm

(in griechischer Sprache)

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_mt.htm

(in maltesischer Sprache)
Die zyprische Regierung hat eine gebührenfreie Telefon-Hotline zum Euro eingerichtet: 8000 2008; E-mail: info@euro.cy; Website http://www.euro.cy

Die maltesische Regierung bietet eine Euro-Helpline an: Linja Ewro 154; E-mail: euro@gov.mt; Website: http://www.euro.gov.mt/


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