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IP/08/605

Brüssel, den, 18 April 2008

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IKT-Forschrittsbericht der Kommission: Mehr als 250 Millionen Europäer nutzen regelmäßig das Internet

Mehr als die Hälfte der Europäer sind regelmäßige Internetnutzer, 80 % von ihnen verfügen über einen Breitbandanschluss, und 60 % der öffentlichen Dienstleistungen sind in der EU vollständig online zugänglich. Dank der starken Breitbandzunahme in Europa haben nun zwei Drittel der Schulen und die Hälfte der Ärzte schnelle Internetanschlüsse. Dies sind einige der Erkenntnisse aus einem Kommissionsbericht über die bislang erzielten Ergebnisse der i2010-Initiative, der auf das digitale Umfeld ausgerichteten Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung. Diese 2005 aufgestellte Strategie hat zu einer entschlossenen Förderung der IKT sowohl auf EU-Ebene als auch in ihren Mitgliedstaaten geführt. Seit 2007 betrachten alle Mitgliedstaaten die IKT-Entwicklung als eines der Hauptelemente ihrer Strukturreformprogramme. Parallel dazu fördern die EU-Organe den Aufbau eines Binnenmarktes für Onlinedienste und die Aufstockung der Forschungsfinanzierung. Zur Verwirklichung eines Telekom-Binnenmarkts, der grenzüberschreitende Kommunikationsdienste erleichtert, bleibt jedoch noch einiges zu tun.

„Es ist ein erfreulicher politischer Richtungswechsel, dass nun alle 27 EU-Mitgliedstaaten in ihren nationalen Programmen die IKT als Haupttriebkraft des Wachstums in Europa unterstützen. Dies hilft Europa, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, und trägt zur Modernisierung des Lebensalltags der Europäer bei,“ sagte die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass 77 % der EU-Unternehmen, 67 % der Schulen und 48 % der Ärzte nun mit schnellen Breitbandanschlüssen ausgestattet sind. Aber einige Teile der EU liegen in Bezug auf den Netzanschluss noch immer weit zurück. Alle EU-Länder müssen deshalb noch größere Anstrengungen unternehmen, um die Lücken zu schließen, grenzüberschreitende Kommunikationsdienste auszubauen und jene Dienste zu verbessern, mit denen auch ländliche und abgelegene Gebiete angebunden werden können.“

Wie aus dem heutigen Bericht hervorgeht, macht sich die europäische IKT-Strategie „i2010 – Eine europäische Informationsgesellschaft für Wachstum und Beschäftigung“ (siehe IP/05/643), die zu neuen EU-Initiativen in den Bereichen Regulierung, Forschung und öffentlich-private Partnerschaften geführt hat, nun langsam bezahlt. Die EU hat den weltweit größten entwickelten Verbrauchermarkt und verfügt über 100 Millionen Breitband-Internetanschlüsse, so dass sie bestens gerüstet ist, um sich die wirtschaftlichen Vorteile der IKT zunutze zu machen.

Im Jahr 2007 kamen in der EU 40 Millionen neue regelmäßige Internetnutzer hinzu (insgesamt sind es heute 250 Millionen). Die IKT haben in den letzten fünf Jahren gewaltige Auswirkungen auf die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen gehabt, vor allem auch durch die Online-Entwicklung im Bildungs- und Gesundheitswesen: Mehr als 96 % der europäischen Schulen besitzen nun einen Internetanschluss, zwei Drittel von ihnen sogar einen Breitbandanschluss – 2001 lag diese Zahl noch nahe Null. Im Gesundheitswesen senden und empfangen nun 57 % der Ärzte ihre Patientendaten auf elektronischem Weg (gegenüber 17 % im Jahr 2002), und 46 % von ihnen erhalten Laborergebnisse elektronisch zugeschickt (11 % im Jahr 2002). 77 % der Unternehmen in der EU verfügten 2007 über einen Breitbandanschluss (2005 waren es 62 %), und 77 % nutzen das Internet für ihre Bankgeschäfte (70 % im Jahr 2005).

In dem Kommissionsbericht wird auch auf die wichtigsten Herausforderungen für den Zeitraum 2008–2010 eingegangen:

  • Der IKT-Sektor in der EU weist zwar eine hohe Forschungsintensität auf, die in Schweden (18 %), Finnland (17 %) und Dänemark (11 %) sogar höher als in den USA ist, aber in der Slowakei, Lettland und Polen liegt sie unter 1 %. Um die Forschungsleistung weiter zu verbessern, nehmen 2008 die EU-geförderten gemeinsamen Technologieinitiativen für eingebettete Systeme und Nanoelektronik (IP/08/284, IP/08/283), elektronische Gesundheitsdienste (IP/08/12) und risikoträchtige High-Tech-Forschung (IP/07/1931) ihre Arbeit auf.
  • Fast 40 % der Europäer nutzen das Internet überhaupt nicht, wobei die Spannbreite von 69 % (Rumänien) und 65 % (Bulgarien) über 62 % (Griechenland) bis zu nur 13 % in den besten Mitgliedstaaten (Dänemark, Niederlande) reicht. Um die Nutzung neuer Onlinetechnologien voranzutreiben, wird die Kommission im Laufe des Jahres 2008 einen EU-Leitfaden über die Nutzerrechte und -pflichten im digitalen Umfeld veröffentlichen.
  • Während in einigen Länder – Österreich, Tschechische Republik, Malta, Portugal – 100 % der grundlegenden öffentlichen Dienste für Unternehmen vollständig online abgewickelt werden können, liegen andere Länder weit zurück (Bulgarien 15 %, Polen 25 %, Lettland 30 %). Im Mai wird die Kommission daher groß angelegte Projekte in Angriff nehmen, um europaweite öffentliche Dienste wie die grenzüberschreitende Anerkennung elektronischer Identitätsnachweise oder elektronischer Signaturen voranzubringen.

Hintergrund:

Auf die Informations- und Kommunikationstechnologien entfallen in der EU 26 % der Forschungsaufwendungen, 20 % der privaten Investitionen und fast 50 % des gesamten Produktivitätszuwachses. In ihrem heute veröffentlichten Bericht hebt die Kommission die in der EU und in jedem Mitgliedstaat gemachten Fortschritte hervor und unterbreitet Vorschläge für die weitere Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der IKT-Einführung. Wie aus dem jüngsten Bericht der Kommission über den Stand des Binnenmarktes für die Telekommunikation (IP/08/460) hervorging, haben 8 EU-Länder eine bessere Breitbandversorgung als die USA. Gleichzeitig stiegen 2007 die Investitionsausgaben im Telekomsektor zum fünften Mal in Folge verglichen zum Vorjahr auf nun über 50 Milliarden Euro an.

Weitere Informationen:
Der i2010-Bericht der Kommission ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/i2010

Annex

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