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Kommission benennt hochrangige Beratergruppe für Forschung und Wissenschaft

European Commission - IP/08/565   11/04/2008

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IP/08/565

Brüssel, den 11. April 2008

Kommission benennt hochrangige Beratergruppe für Forschung und Wissenschaft

Die Europäische Kommission hat heute die Namen der 22 Persönlichkeiten bekannt gegeben, die den Beirat für den Europäischen Forschungsraum (European Research Area Board – ERAB) bilden werden. Die Betreffenden kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Hochschulen und Wirtschaft und werden die Kommission bei der Gestaltung der auf die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums ausgerichteten europäischen Wissenschafts- und Forschungspolitik mit unabhängiger fachkundiger Beratung unterstützen.

Janez Potočnik, der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar, erklärte: „Die Diskussion über das Grünbuch zur Zukunft der Wissenschaft in Europa hat gezeigt, dass bei der Forschung in Europa mehr europäische Akzente gesetzt werden müssen und dass dieses Vorhaben auch weithin befürwortet wird. Das ist aber nur in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, der Forschungsgemeinschaft, der Wirtschaft und vielen anderen Betroffenen möglich. Ich bin zuversichtlich, dass der neu eingesetzte Forschungsbeirat mich und die Kommissionsdienststellen bei der Förderung der Entwicklung eines wahrhaft Europäischen Forschungsraums mit sachkundiger Beratung unterstützen wird.”

Der ERAB soll eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Entwicklung, Förderung und Evaluierung politischer Initiativen und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Europäischen Forschungsraums spielen. Die Einsetzung des Beirats macht deutlich, welche Bedeutung die Kommission unabhängiger Kompetenz und Beratung in einem Politikbereich beimisst, dessen Stellenwert auf der politischen Tagesordnung der EU weiter zunehmen dürfte. Eine der Hauptaufgaben des ERAB wird die Erstellung eines jährlichen Berichts an die Kommission zum „Stand des Europäischen Forschungsraums“ sein.

Der ERAB baut als Nachfolgeorganisation auf dem Europäischen Forschungsbeirat (European Research Advisory Board – EURAB) auf, dessen Mandat von 2001 bis 2007 lief. Die Kommission hatte in ihrem Grünbuch „Der Europäische Forschungsraum: Neue Perspektiven“[1] eine Reform des EURAB zur Stärkung seiner Rolle angekündigt. Während der sechsjährigen Dauer seines Mandats hat der EURAB mehr als 30 Berichte und Empfehlungen vorgelegt, u. a. zu folgenden Themen:

  • Forschung und gesellschaftliches Engagement
  • Forschungsmanagement im Europäischen Forschungsraum
  • Politik des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen
  • Internationale Forschungszusammenarbeit
  • Sozial- und Geisteswissenschaften im siebten Rahmenprogramm
  • Steigerung des regionalen Forschungs- und Innovationspotenzials.

Die Mitglieder des ERAB sind ad personam ernannt. Die Mitgliederliste wurde der Kommission von einem 2007 eigens eingerichteten, unabhängigen hochrangigen Ausschuss vorgeschlagen, der sich aus Vaira Vike-Freiberga, ehem. Präsidentin der Republik Lettland, Dr. Andrew Dearing, Generalsekretär der European Industrial Research Management Association, sowie Claudie Haigneré, ehem. französische Ministerin für Forschung und neue Technologien (2002-2004) bzw. für europäische Angelegenheiten (2004-2005) zusammensetzte.

Liste der 22 designierten Mitglieder des Beirats für den Europäischen Forschungsraum

  • Dr. Reinhold ACHATZ, Vizepräsident und Leiter von Siemens Corporate Research and Technologies (DE)
  • Dr. Robert AYMAR, Generaldirektor des Europäischen Zentrums für Elementarteilchenphysik (CERN) (CH)
  • Prof. Lajos BALINT, für internationale Beziehungen zuständiger Direktor des National Information Infrastructure Development Institute (HU)
  • Dr. Jean J. BOTTI, Technischer Leiter von EADS (DE)
  • Dr. Adelheid EHMKE, Präsidentin der European Platform of Women Scientists (EPWS) (BE)
  • Frank GANNON, Generaldirektor der Science Foundation Ireland (IRL)
  • Dr. Barbara HAERING, Geschäftsführerin von ECONCEPT (CH)
  • Prof. David KING, Direktor der Smith School of Enterprise and the Environment (UK)
  • Dr. Leif KJAERGAARD, Forschungsdirektor von Danisco A/S  (DK)
  • Prof. Marja MAKAROW, Vorsitzende der Europäischen Wissenschaftsstiftung (FR)
  • Prof. Karol MUSIOL, Rektor der Krakauer Uniwersytet Jagielloński (PL)
  • Prof. Zaneta OZOLINA, Latvijas Universitetas (LV)
  • Prof. Maria Cristina PEDICCHIO, wissenschaftliche Fakultät der Università di Trieste (IT)
  • Prof. Alain POMPIDOU, Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) (FR)
  • Dr. Carlos Maria ROMEO-CASABONA, Direktor, Interuniversitärer Lehrstuhl „Law and the Human Genome“, University Deusto (ES)
  • Dr. Unni STEINSMO, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin von SINTEF (NO)
  • Prof. Lena Treschow TORELL, Präsidentin der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften (SE)
  • Dr. Jan VAN DEN BIESEN, Vizepräsident von Philips Research (NL)
  • Dr. Georg WINCKLER, Präsident der European University Association (BE)
  • Prof. John WOOD, Leiter der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät des Imperial College London (UK)
  • Dr. Ingrid WÜNNING TSCHOL, Leiterin des Programmbereichs „Wissenschaft und Forschung“ der Robert Bosch Stiftung (DE)
  • Prof. Nüket YETIS, amtierender Präsident von TÜBITAK (TR)

Weitere Informationen zum ERAB unter: http://ec.europa.eu/research/erab/


[1] KOM(2007) 161 endg. vom 4.4.2007.


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