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Externe Kosten im Verkehr: Kommission schafft die Grundlagen für eine effiziente und faire Preisgestaltung bei Verkehrsdienstleistungen

Commission Européenne - IP/08/54   16/01/2008

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IP/08/54

Brüssel, den 16. Januar 2008

Externe Kosten im Verkehr: Kommission schafft die Grundlagen für eine effiziente und faire Preisgestaltung bei Verkehrsdienstleistungen

Die Europäische Kommission hat eine umfangreiche Sammlung von Studien zu den externen Kosten im Verkehrssektor veröffentlicht. Dieses von mehreren Verkehrsforschungseinrichtungen gemeinsam erstellte Handbuch gibt einen Überblick über den Stand der Technik für die Veranschlagung der externen Kosten. Außerdem wird sich die Kommission bei der Vorbereitung der Mitteilung über die Internalisierung der externen Kosten für alle Verkehrsträger, die im Juni 2008 vorgelegt werden soll, sowie bei der Ausarbeitung des Vorschlags zur Überarbeitung der Wegekostenrichtlinie unter anderem auf dieses Handbuch stützen.

Das Handbuch enthält eine Zusammenstellung der bewährten Verfahren für die Schätzung und Bezifferung der externen Kosten von Verkehrsaktivitäten. Besondere Schwerpunkte bilden dabei Luftverschmutzung, Lärm, Klimaveränderungen, Verkehrsüberlastungen und Unfälle im Straßenverkehr, dem der weitaus größte Teil der externen Kosten im Verkehr zuzurechnen ist, es werden aber auch andere externe Kosten und andere Verkehrsträger berücksichtigt. Es erfasst auch die wichtigsten Parameter für die Anwendung dieser Verfahren und gibt Beispiele von Werten je Einheit und zurückgelegte Strecke bei typischen Verkehrssituationen, z. B. die Kosten der Luftverschmutzung eines Lastwagens in einem Ballungsgebiet. Das Handbuch wird es den Entscheidungsträgern in der Politik sowie anderen Betroffenen erleichtern, bei der Konzeption von Internalisierungsmaßnahmen die externen Kosten zu bewerten. Es zeigt auf, dass externe Kosten stark von Parametern wie den Fahrzeugmerkmalen (EURO-Normen), dem Standort (Strecken in Städten oder zwischen Städten) sowie dem Zeitpunkt (Hauptverkehrszeiten, verkehrsärmere Zeiten und Nacht) abhängen.

Das Handbuch wurde durch ein Konsortium von Forschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern erstellt und gibt ausschließlich die Auffassung der Autoren wieder. Die Veröffentlichung ist Teil des von der Kommission eingeleiteten Verfahrens zur Vorbereitung einer Mitteilung über eine Strategie für die schrittweise Integration der externen Kosten in die Preise für Verkehrsdienstleistungen, wie in der Wegekostenrichtlinie gefordert[1]. Im Rahmen dieses Prozesses wurden auch technische Workshops veranstaltet, an denen Vertreter der Industrie, von Umweltverbänden und wissenschaftliche Sachverständige teilnahmen. Die vorläufigen Ergebnisse des Handbuchs wurden einer fachlichen Prüfung durch wissenschaftliche Sachverständige aus den Mitgliedstaaten unterzogen. Parallel dazu führten die Dienststellen der Kommission eine breit angelegte öffentliche Konsultation über Lösungsmöglichkeiten für die Internalisierung dieser externen Kosten durch. Die Ergebnisse dieser Konsultation, die im Dezember 2007 endete, sollen auf einer Konferenz mit hochrangigen Vertretern der beteiligten Interessengruppen am 31.1.2008 vorgestellt und erörtert werden, an der auch der Vizepräsident der Kommission, Jacques Barrot, teilnehmen wird.

Handbuch und Konsultationsunterlagen können abgerufen werden unter:

http://ec.europa.eu/transport/road/policy/index_en.htm

http://ec.europa.eu/transport/white_paper/consultations/index_en.htm


[1] Artikel 11 der Richtlinie 1999/62/EG, geändert durch die Richtlinie 2006/38/EG (sog. Wegekosten- oder Eurovignetten-Richtlinie)


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