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IP/08/528

Brüssel, den 3. April 2008

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme der Vermögenswerte von Scottish & Newcastle in Belgien, Finnland, Portugal und im Vereinigten Königreich durch Heineken, verweist jedoch den Irland betreffenden Teil der Transaktion zur Prüfung an die irische Wettbewerbsbehörde

Die Europäische Kommission hat die von dem niederländischen Bierbrauer Heineken geplante Übernahme der Aktivitäten der britischen Gesellschaft Scottish & Newcastle (S&N) in Belgien, Finnland, Portugal und im Vereinigen Königreich nach der EG-Fusionskontrollverordnung genehmigt, da sie zu dem Schluss gekommen ist, dass diese Transaktion den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich beeinträchtigen wird. Gleichzeitig hat die Kommission die geplante Übernahme des Irlandgeschäfts von S&N nach einem entsprechenden Antrag der irischen Wettbewerbsbehörde gemäß der EG-Fusionskontrollverordnung an diese Behörde verwiesen. Nach einer ersten Untersuchung stellte die Kommission fest, dass die geplante Transaktion eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf den irischen Biermärkten nach sich ziehen könnte. Diese Aspekte wird jetzt die irische Wettbewerbsbehörde nach irischem Recht prüfen.

S&N ist eine Aktiengesellschaft, die weltweit in der Produktion und dem Vertrieb von Bier, Softgetränken und Mineralwasser tätig ist. Sie produziert u. a. die Biermarken „Foster’s“, „Kronenbourg“ und „Grimbergen“.

Heineken ist ein weltweit tätiger Brauerei- und Getränkekonzern. Seine wichtigsten internationalen Biermarken sind „Heineken“ und „Amstel“.

Am 25. Januar 2008 hat ein Konsortium aus Carlsberg und Heineken ein öffentliches Übernahmeangebot für das gesamte S&N-Aktienkapital angekündigt. Sollte das Angebot angenommen werden, würde S&N zwischen Carlsberg und Heineken aufgeteilt. Die geplante Übernahme würde nach Ansicht der Kommission zu zwei verschiedenen Zusammenschlüssen führen: der eine beträfe die von Carlsberg zu erwerbenden S&N-Vermögenswerte, der andere die von Heineken zu übernehmenden Aktiva. Der erste Zusammenschluss wurde von der Kommission am 7. März 2008 genehmigt (siehe IP/08/403).

In ihrem Antrag auf Verweisung legte die irische Wettbewerbsbehörde dar, dass die Transaktion den Wettbewerb auf den irischen Biermärkten, insbesondere im Segment der Lagerbiere, erheblich beeinträchtigen könne.

Dies wurde durch eine erste Marktuntersuchung der Kommission bestätigt. Die Kommission fand Anhaltspunkte dafür, dass auf den irischen Biermärkten derzeit mit Heineken und Diageo zwei starke Akteure präsent sind, die in S&N (über deren irische Tochtergesellschaft Beamish & Crawford) einen wichtigen Konkurrenten haben. Würde S&N als Wettbewerber wegfallen, könnte dies den Wettbewerbsdruck auf Heineken und Diageo verringern und damit letztendlich den Verbrauchern schaden.

Außerdem konnte die Kommission nach ihrer vorläufigen Untersuchung regionale Wettbewerbsprobleme auf den Märkten für Starkbier (Stout) nicht ausschließen.

Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass nach Ansicht der Kommission die irische Wettbewerbsbehörde am besten in der Lage ist, die Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den irischen Markt zu beurteilen, hat die Kommission den irischen Teil der Transaktion zur Prüfung an die irische Wettbewerbsbehörde verwiesen.

Für andere nationale Märkte ist nicht mit relevanten Überschneidungen zu rechnen. Die Kommission ist daher zu dem Schluss gelangt, dass die geplante Transaktion nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf diesen Märkten führen wird.
Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m99.html#m_4999


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