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Brüssel, den 13. März 2008
Die EU-Bürger haben über ein Kernelement der reformierten GAP - die Stützungsregelung für die Landwirte – eine weitgehend positive Meinung. Eine deutliche Mehrheit der Befragten (52 %) ist der Ansicht, dass eine stärkere Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums und eine direkte Unterstützung der Landwirte und nicht ihrer Erzeugnisse positive Entwicklungen sind. Dieser Standpunkt ist gegenüber den Vorjahren weitaus mehr verbreitet (+ 3 Prozentpunkte) und wird viel häufiger vertreten als die Meinung, diese Änderung sei eine schlechte Entwicklung (12 %).
Außerdem unterstützt eine überwältigende Mehrheit der europäischen Bürger das „Cross-compliance-Prinzip“, dem zufolge Landwirten Zahlungen gekürzt werden, wenn sie die Standards in den Bereichen Umwelt, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit im Agrarsektor nicht einhalten. Je nach Standard befürworten zwischen 85 % und 88 % der Befragten diese Maßnahmen.
Die Umfrage zeigt auch, dass die Nahrungsmittelpreise im vergangenen Jahr ein wichtiges Thema geworden sind: 43 % der Befragten halten die Gewährleistung vertretbarer Nahrungsmittelpreise für eine politischen Priorität. Gegenüber der vorhergehenden Umfrage entspricht dieses Ergebnis einem Anstieg um 8 Prozentpunkte und belegt den zwischenzeitlichen globalen Preisanstieg.
Nach Ansicht der Bürger kommt der Landwirtschaft und den ländlichen Gebieten in der EU nach wie vor eine grundlegende Rolle zu. Fast neun von zehn Bürgern (89 %) gehen davon aus, dass sie für die Zukunft Europas ausschlaggebend sind.
Diese Haltung kommt auch in den Meinungen zum EU-Agrarhaushalt zum Ausdruck. Sechs von zehn Befragten (58 %) sind der Ansicht, diese Haushaltsmittel sollten in den kommenden Jahren gleich bleiben oder steigen; nur 18 % sprechen sich für eine Senkung aus. Auch ist der Anteil der Befürworter einer Aufstockung der Haushaltsmittel gestiegen (um 3 Prozentpunkte).
In der diesjährigen Umfrage wurde auch eine Reihe neuer Fragen über den Handel mit Agrarerzeugnissen gestellt. Hier sind 50 % der Befragten der Ansicht, dass die Agrarzölle und Kontingente außer bei Einfuhren aus Entwicklungsländern beibehalten werden sollten; 37 % sind anderer Meinung. Hier gilt allerdings, dass alle Einfuhren die Gesundheits- und Qualitätsstandards erfüllen müssen (86 % stimmen zu, 5 % stimmen nicht zu).
http://ec.europa.eu/agriculture/survey/index_de.htm
http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb_special_en.htm
[1] In Dänemark zwischen dem 25.11.2007 und dem 16.1.2008.