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IP/08/426

Brüssel, 11. März 2008

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von DoubleClick durch Google

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Online-Werbetechnologie-Anbieters DoubleClick durch Google (beides US-amerikanische Unternehmen) nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft und genehmigt. Die im November 2007 eingeleitete eingehende Untersuchung der Kommission (siehe IP/07/1688) ergab, dass sich die Übernahme wahrscheinlich weder in dem Segment Adserving noch in dem Segment Vermittlung von Online-Werbung nachteilig auswirken wird. Die Kommission ist daher der Auffassung, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich beeinträchtigen wird.

Google betreibt eine kostenlose Internet-Suchmaschine für Endnutzer und bietet auf seinen eigenen Websites Flächen für Online-Werbung an. Ferner erbringt Google über sein Netzwerk „AdSense“ für Website-Betreiber und Werbetreibende Vermittlungsdienste im Zusammenhang mit dem Verkauf von Online-Werbeflächen auf Websites seiner Partner.

DoubleClick bietet weltweit vor allem Technologien in den Bereichen Adserving, Management und Auswertung für Website-Betreiber, Werbetreibende und Agenturen an. Mithilfe dieser Technologien können Website-Betreiber und Werbetreibende sicherstellen, dass ihre Werbeanzeigen auf den entsprechenden Websites erscheinen. Zudem ermöglichen ihnen diese Technologien die Protokollierung und Auswertung des Werbeerfolgs.

Die eingehende Marktuntersuchung der Kommission ergab, dass Google und DoubleClick keinen nennenswerten Wettbewerbsdruck aufeinander ausüben und daher gegenwärtig nicht als Konkurrenten angesehen werden können. Obgleich DoubleClick im Bereich Online-Vermittlungsleistungen zu einem Wettbewerber werden könnte, dürften die anderen Konkurrenten auch nach dem Zusammenschluss hinreichenden Wettbewerbsdruck ausüben. Die Kommission gelangte daher zu dem Schluss, dass der Wettbewerb auf den Märkten für die Vermittlung von Online-Werbung durch den Wegfall von DoubleClick als potenziellem Wettbewerber nicht beeinträchtigt würde.

Auf im Zuge der Marktuntersuchung von Dritten geäußerte Bedenken hin analysierte die Kommission auch die potenziellen Auswirkungen etwaiger nicht horizontaler Beziehungen zwischen Google und DoubleClick. Die Bedenken galten der Marktstellung von DoubleClick im Bereich Adserving, in dem Google durch die Kontrolle der Adserving-Tools von DoubleClick angeblich die Adserving-Kosten konkurrierender Vermittler in die Höhe treiben könnte, sowie der Marktstellung von Google im Bereich suchgebundene Werbung und/oder Vermittlung von Online-Werbung, in dem Google angeblich Käufern von Flächen für suchgebundene Anzeigen oder von Vermittlungsleistungen auch den Kauf der Technologien von DoubleClick vorschreiben könnte.

Den Feststellungen der Kommission zufolge könnten Google und DoubleClick nach der Übernahme jedoch keine Strategien zur Ausgrenzung der Konkurrenten von Google verfolgen, weil es ebenbürtige Adserving-Anbieter gibt, auf die die Kunden (Website-Betreiber/Werbetreibende/Ad-Netzwerke) ausweichen können, und zwar insbesondere vertikal integrierte Unternehmen wie Microsoft, Yahoo! und AOL. Die Marktuntersuchung zeigte ferner, dass für das neue Unternehmen überhaupt kein Anreiz bestünde, Wettbewerber vom Adserving-Markt auszugrenzen, weil dies wahrscheinlich nicht gewinnbringend wäre.

Die Entscheidung der Kommission, das Übernahmevorhaben zu genehmigen, beruht ausschließlich auf der Würdigung nach der EU-Fusionskontrollverordnung. Die Entscheidung berührt nicht die aus den gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften und den entsprechenden mitgliedstaatlichen Durchführungsvorschriften erwachsenden Pflichten des neuen Unternehmens in Bezug auf den Schutz der Einzelpersonen und den Schutz der Privatsphäre bei der Verarbeitung personenbezogener Daten.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m94.html#m_4731


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