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Umstellung auf den Euro in Zypern und Malta fast abgeschlossen

European Commission - IP/08/36   14/01/2008

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IP/08/36

Brüssel, den 14. Januar 2008

Umstellung auf den Euro in Zypern und Malta fast abgeschlossen

Die aktive Phase der Einführung des Euro in Zypern und Malta ist nun fast abgeschlossen. Dank der intensiven und systematischen Vorbereitungen sowie der aktiven und enthusiastischen Beteiligung der Bürger fand der Euro rasch und problemlos Eingang in das tägliche Leben der Bevölkerung in Zypern und Malta. Die alten Landeswährungen sind so gut wie nicht mehr in Gebrauch. Gestützt auf die Erfahrungen der Euro-Einführungen der Jahre 2002, 2007 und 2008 verabschiedete die Kommission eine neue Empfehlung für die Organisation künftiger Umstellungen.

Zwei Wochen nach Beginn der Euro-Einführung werden in Zypern und Malta etwa 90 % der Barzahlungen im Einzelhandel mit Euro getätigt[1]. In Malta gaben die Einzelhändler bei allen Bargeschäften Wechselgeld ausschließlich in Euro heraus, in Zypern taten dies fast alle Einzelhändler (99 %).

Nach seiner Rückkehr aus der maltesischen Hauptstadt Valletta, wo er gemeinsam mit Kommissionspräsident José Manuel Barroso an der offiziellen Zeremonie zur Einführung des Euro teilgenommen hatte, äußerte sich Kommissionsmitglied Joaquín Almunia wie folgt: „Ich möchte der maltesischen und der zyprischen Regierung für ihre ausgezeichnete Vorbereitungsarbeit und den Bürgern für die wohlwollende Aufnahme der neuen Währung herzlich danken. Der Beitritt der beiden Inselstaaten zum Eurogebiet eröffnet ein neues Kapitel in dessen kurzer, aber bereits ereignisreichen Geschichte. Die Behörden müssen nun die gleiche solide Politik weiterverfolgen, die Voraussetzung für die Einführung des Euro war und nun notwendig ist, um vollen Nutzen aus der neuen Währung zu ziehen.“

Am Abend des 12. Januar hatten in beiden Ländern neun von zehn Bürgern nur noch oder überwiegend Euro-Bargeld im Portemonnaie (Banknoten: Zypern und Malta 93%; Münzen: Zypern 87%, Malta 96%). In beiden Ländern führt die Mehrheit der Bürger heute ausschließlich Euro-Banknoten (Zypern 77 %, Malta 81 %) und Euro-Münzen (Zypern 74 %, Malta 79 %) mit sich.

Die Bürger Maltas und Zyperns haben in den zwei Wochen seit der Einführung des Euro ihr Bestreben gezeigt, Bargeldbestände rasch in Euro umzutauschen und Euro-Bargeld abzuheben. In nur zehn Tagen wurden an Geldautomaten in Malta fast 316 000 Abhebungen durchgeführt, in Zypern waren es über 250 000. Zahlreiche Bürger nutzten ferner die Möglichkeit, die alte Währung am Bankschalter umzutauschen. In Malta fanden an die 230 000 Umtauschoperationen statt, in Zypern 336 000. Geht man davon aus, dass jeder Malteser bzw. Zyprer nur einmal zur Bank gegangen ist, haben beachtliche 70 % der Malteser und 54 % der Zyprer im Alter von über 15 Jahren in relativ langen Schlangen ausgeharrt, um während nur 8 Banköffnungstagen die neue Währung zu erhalten. Zum Vergleich sei Deutschland angeführt: hier hätte ein ähnlicher Prozentsatz wie in Malta bedeutet, dass 70 Millionen Deutsche zur Bank gegangen wären!

Fälle aufgerundeter Preise während der Umstellungsphase werden von den Behörden und/oder den Verbraucherorganisationen Zyperns und Maltas systematisch geprüft. Diese sehr genaue Überwachung, die sogar bei ungewöhnlichen Preiserhöhungen um einen Cent stattfindet, führte in Malta in den meisten Fällen bereits dazu, dass der frühere Preis wieder eingesetzt wurde. Geschieht dies nicht, kann gegen das jeweilige Unternehmen oder den Dienstleister ein Bußgeld verhängt werden.

Die Verbraucher sind aufgerufen, wachsam zu bleiben und unlauteres Preisgebaren den Behörden oder Verbraucherorganisationen zu melden.

Kommissionspräsident Barroso und Kommissar Almunia werden am Freitag, dem 18. Januar, an Feierlichkeiten zur Einführung des Euro in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, teilnehmen.

Neue Empfehlung für Euro-Einführungen

Gestützt auf die Erfahrungen der Euro-Einführungen der Jahre 2002, 2007 und 2008 verabschiedete die Kommission eine neue Empfehlung für Maßnahmen zur Erleichterung künftiger Umstellungen auf den Euro, die auf folgender Internetseite abrufbar ist:

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article11032_en.htm

Gegenüber der früheren Empfehlung aus dem Jahr 2000 sind folgende Neuerungen zu vermerken:

  • klare Vorgabe für die Dauer der doppelten Preisangabe (sechs Monate bis ein Jahr nach Einführung des Euro) und für deren Einstellung bei Ablauf des festgelegten Zeitraums;
  • umfangreiche Vorabausstattung der Banken sowie Vorabausstattung des Einzelhandels mit Euro-Bargeld und der Bürger mit Münzen vor dem Umstellungstermin; Banken und Einzelhandelsgeschäfte sollten insbesondere durch attraktive Konditionen für eine spätere Kontenbelastung zur Teilnahme angeregt werden;
  • Ausgabe kleiner Banknotenstückelungen bei Abhebungen an Bankschaltern in den zwei Wochen vor und nach der Umstellung;
  • Öffnung der Hauptfilialen der Banken in den ersten Tagen nach der Umstellung und längere Öffnungszeiten in der Umstellungsphase, um den Währungsumtausch zu erleichtern;
  • Ein Maßnahmenpaket zur Vermeidung von Missbrauch und Fehleinschätzungen im Zusammenhang mit der Preisentwicklung (Vereinbarungen über faire Preisgestaltung, genaue Preisbeobachtung, „Naming and shaming“ oder Bußgelder bei Missbrauch etc.).

Die Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten ferner, eine doppelte Preisangabe nach der offiziellen Festlegung des Wechselkurses, die getrennte Angabe möglicher Gebühren für eine Zahlung in Euro während des Zeitraums zwischen der Festlegung des Wechselkurses und der offiziellen Einführung des Euro sowie die Verwendung des Euro als Wechselgeld bei allen Transaktionen in Verkaufsstellen ab dem ersten Tag der Euro-Einführung in den nationalen Rechtsvorschriften zwingend vorzuschreiben.
For more information see DG Ecfin's website

http://ec.europa.eu/economy_finance/the_euro/

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_en.htm

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_el.htm

(in Greek)

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_mt.htm

(in Maltese)

The Cypriot government has established a toll-free telephone line for questions on the euro: 8000 2008; e-mail: info@euro.cy; website http://www.euro.cy

The Maltese government has set up a national euro helpline: Linja Ewro 154; e-mail: euro@gov.mt; website: http://www.euro.gov.mt/


[1] Bis zum Ende der Parallelumlaufphase (31. Januar 2008) werden regelmäßig Umfragen durchgeführt. Deren Ergebnisse sind abrufbar unter

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article10547_en.htm


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