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IP/08/354

Brüssel, den 29. Februar 2008

Europas GÉANT, schnellstes Computernetz der Welt mit globaler Reichweite

Europas GÉANT, das größte Multi-Gigabit-Computernetz der Welt für Forschung und Lehre, wird mit ähnlichen Netzen in aller Welt verknüpft, um ein zusammenhängendes globales Forschungsnetz zu bilden. In Europa verbindet GÉANT bereits Forscher von Reykjavik bis Wladiwostok und bedient rund 30 Millionen Nutzer in über 3500 Universitäten und Forschungszentren in einem Verbund von 34 nationalen Forschungsnetzen. Jetzt werden Hochgeschwindigkeitsverbindungen mit der Infrastruktur regionaler Forschungsnetze geschaffen, die auf dem Balkan und in der Schwarzmeer- und Mittelmeerregion sowie in Asien, Südafrika und Lateinamerika entstehen. In Europa hat GÉANT eine bahnbrechende Zusammenarbeit in Forschungsbereichen wie Klimawandel, Radioastronomie und Biotechnologie ermöglicht.

„Mit der massiven Datenverarbeitungskapazität von GÉANT kann Europa jetzt die besten Köpfe der Welt zusammenbringen, um die Herausforderungen zu meistern, vor denen wir alle stehen. Europas Investitionen in ein Hochgeschwindigkeits-Backbone-Netz für die Forschung – rund 23 Mio. € im Jahr – kommen Europas Wettbewerbsfähigkeit zugute, stärken aber auch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in aller Welt“, erklärte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. “Mit weiteren Investitionen von 90 Mio. € bis 2012 für die dritte Generation von GÉANT ist die EU entschlossen, bei der Weiterentwicklung des Internet führend zu bleiben und für eine nahtlose und unkomplizierte wissenschaftliche Zusammenarbeit zu sorgen.“

GÉANT wurde im Jahr 2000 als gemeinsam finanzierte Initiative gestartet, um Europas Netzinfrastruktur für Forschung und Lehre mit insgesamt 200 Mio. € zu erweitern. Es wurde weiter ausgebaut, um ein weltweit führendes Niveau zu erreichen und Europa als Forschungsstandort attraktiver zu machen (IP/04/1058 und IP/05/722).

GÉANT bringt enorme technische Fortschritte für wissenschaftliche Großforschungsvorhaben wie EXPReS, ein EU-Projekt für die Radioastronomie. Damit werden die größten Radioteleskope der Welt in China, Europa, Südafrika und Chile mit einem Supercomputer in den Niederlanden verbunden, der Echtzeitbilder erzeugt, was nur dank der massiven Datenströme über das GÉANT-Netz möglich ist.

GÉANT bietet auch eine weltumspannende Unterstützung für die Kommunikation mit dem Large Hadron Collider (LHC) des CERN, dem größten wissenschaftlichen Einzelexperiment aller Zeiten. Die Anlage, die noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird, stützt sich auf erdumspannende Hochgeschwindigkeitsleitungen, über die ein noch nie dagewesenes Datenvolumen (15 Mio. Gigabyte im Jahr) zwischen 5000 Wissenschaftlern in 500 Forschungseinrichtungen weltweit übertragen wird.

Auf globaler Ebene hat die Kommission vor kurzem die Bereitstellung von 12 Mio. € für TEIN3 (Trans-Eurasia Information Network, siehe IP/08/269), ein großräumiges Netz im asiatisch-pazifischen Raum, sowie für Hochgeschwindigkeitsverbindungen von GÉANT zur UbuntuNet Alliance in Afrika und zum ukrainischen Forschungs- und Universitätsnetz (URAN) angekündigt. Das Projekt zur Anbindung des Schwarzmeerraums (BSI), bei dem es sich um eine weitere von der EU finanzierte Initiative zur Anbindung der Schwarzmeer- und Südkaukasusländer an GÉANT handelt, wird am 1. März in Abstimmung mit dem Nationalen Forschungs- und Ausbildungsnetz der Türkei gestartet.

Kommissarin Reding wird am 3. März an dem Treffen globaler Führungspersönlichkeiten in Bled (Slowenien) teilnehmen und dort auf die Errungenschaften von GÉANT und dessen Rolle im Mittelpunkt der weltweiten Forschungsvernetzung zurückblicken.

Hintergrund:

GÉANT ist ein fortgeschrittenes gesamteuropäisches Backbone-Netz, das die nationalen Netze für Forschung und Lehre in ganz Europa mit einer Leitungslänge von über 50 000 km verbindet. GÉANT bietet eine unübertroffene geographische Abdeckung, hohe Bandbreite und eine innovative Hybrid-Netzwerktechnologie. GÉANT stellt europäischen Wissenschaftlern in Forschung und Lehre schnelle Leitungen für die Verbindung ihrer eigenen Netze mit anderen Forschungszentren zur Verfügung.

Der derzeitige Beitrag der Europäischen Kommission zu GÉANT wird aus dem sechsten Rahmenprogramm (2002-2006) finanziert und beläuft sich auf 93 Mio. € über 58 Monate. Der verbleibende Betrag wird von den teilnehmenden Ländern beigesteuert. Projektpartner sind die nationalen Netze für Forschung und Lehre, die Trans-European Research and Education Networking Association (TERENA) und DANTE, das das GÉANT-Netz im Auftrag der nationalen Netze in Europa verwaltet und betreibt.

Ein GÉANT Press Pack ist verfügbar unter der Internetadresse

http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemlongdetail.cfm?item_id=3915

Siehe auch MEMO/08/133

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]


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