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IP/08/32

Brüssel, den 11. Januar 2008

Allgemeine Luftfahrt und Geschäftsreiseluftfahrt auf der Agenda der Kommission

Die Europäische Kommission hat heute eine Agenda für die allgemeine Luftfahrt und die Geschäftsreiseluftfahrt in Europa angenommen. Damit hat die Kommission erstmals seit der Schaffung eines einheitlichen EU-Luftverkehrsmarkts diese Branche analysiert, ihr Volumen ermittelt und die Herausforderungen bestimmt, mit denen sie konfrontiert ist. Die Kommission schlägt nun vor, die allgemeine Luftfahrt und die Geschäftsreiseluftfahrt in die Luftverkehrspolitik der Gemeinschaft einzubeziehen. Als wesentliche Elemente sieht die Agenda eine Verbesserung der Datenerhebung, die Überprüfung der Gesetzgebung auf ihre Verhältnismäßigkeit sowie die Einbeziehung der allgemeinen Luftfahrt und der Geschäftsreiseluftfahrt in die Initiativen zur Kapazitätsoptimierung vor.

Jacques Barrot, Vizepräsident und für Verkehr zuständiges Mitglied der Kommission, erklärte dazu: „Wir sind uns der Bedeutung der nichtgewerblichen Luftfahrt voll bewusst und streben die Zusammenarbeit mit dieser Branche in Europa an, da sie ein reiches Reservoir an Arbeitsplätzen, Fachkenntnissen sowie technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten bietet.“

Die allgemeine Luftfahrt und die Geschäftsreiseluftfahrt decken ein sehr weites Feld[1] ab, das sich stark vom allgemeinen Luftverkehr unterscheidet. Dabei sind meist kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oder nicht gewinnorientierte Organisationen beteiligt, die auch mit ehrenamtlichen Helfern arbeiten. Diese Organisationen oder kleinen Unternehmen haben sehr oft nur geringe Ressourcen für Anpassungen an Änderungen von Vorschriften oder technischen Anforderungen. Diesen Besonderheiten muss die Luftverkehrspolitik der EU Rechnung tragen.

Die Zunahme des Luftverkehrs in Europa macht die Einbeziehung der allgemeinen Luftfahrt sowie der Geschäftsreiseluftfahrt in die Initiativen zur Optimierung begrenzter Luftfahrtinfrastrukturen und -kapazitäten erforderlich. Trotz technologischer Fortschritte verursacht diese Branche darüber hinaus Umweltbelastungen, die sie – wie die Luftfahrtindustrie insgesamt sowie alle anderen Verkehrsträger – verringern muss.

Die allgemeine Luftfahrt und die Geschäftsreiseluftfahrt gewährleisten flexible Beförderungsdienste für Einzelpersonen, Unternehmen und örtliche Gemeinschaften und verbessern die Mobilität von Personen, die Produktivität von Unternehmen und den regionalen Zusammenhalt. Darüber hinaus erbringen Unternehmen und Organisationen in dieser Branche hochwertige Dienste für die Öffentlichkeit, etwa in den Bereichen Umweltüberwachung und Brandbekämpfung sowie Kartierungsdienste und Transportleistungen in medizinischen Notfällen. Durch die Förderung technischer Kenntnisse und fliegerischer Fähigkeiten ist die Freizeit- und Sportfliegerei zudem einer der wichtigen Lieferanten von qualifiziertem Personal für die Luftfahrtindustrie.
Weitere Informationen sind auf folgender Website abrufbar:

http://ec.europa.eu/transport/air_portal/internal_market/general_aviation/index_en.htm


[1] Dieses reicht von der Sportfliegerei mit Segelflugzeugen bis hin zum komplexen Betrieb hochleistungsfähiger Geschäftsflugzeuge und spezialisierten Luftarbeiten. In Europa gibt es bis zu 50 000 motorgetriebene Luftfahrzeuge, die in der allgemeinen Luftfahrt und in der Geschäftsreiseluftfahrt eingesetzt werden. Daneben sind 180 000 – 200 000 ultraleichte und nicht motorgetriebene Flugzeuge im Sport- und Freizeitbereich im Einsatz. Im Jahr 2006 waren fast 10 % aller von Eurocontrol registrierten Luftfahrzeugbewegungen dieser schnell wachsenden Branche zuzuordnen.


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