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Noch mehr Sicherheit für Kinder im Internet

European Commission - IP/08/310   27/02/2008

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IP/08/310

Brüssel, 27. Februar 2008

Noch mehr Sicherheit für Kinder im Internet

Die Europäische Kommission hat heute ein neues Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ vorgeschlagen, um die Sicherheit von Kindern im Online-Umfeld zu verbessern. Das Programm berücksichtigt auch neue Kommunikationsdienste des Web 2.0, z.B. soziale Netzwerke, und soll nicht nur zur Bekämpfung von illegalen Inhalten, sondern auch von schädlichem Verhalten wie Schikanieren "Bullying" und Kontaktaufnahme zu Missbrauchszwecken "Grooming" beitragen. Das Programm ist für den Zeitraum 2009 bis 2013 mit einem Budget von 55 Mio. ausgestattet und baut auf dem erfolgreichen Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ aus dem Jahr 2005 auf.

„Das neue Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ ist ein gutes Beispiel für ein europäisches Programm, das im täglichen Leben der Bürger konkret etwas bewirkt: Da immer mehr Kinder und Jugendliche in Europa zu Hause oder in der Schule Online-Technologien verwenden, müssen ihre Eltern und Lehrer die damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken kennen,“ so José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission. „Die Europäische Kommission will mit ihrem neuen Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ ihre Bemühungen um ein sichereres Online-Umfeld für unsere Kinder fortsetzen und dabei auch Initiativen zur Selbstregulierung sowie ein besseres Bewusstsein in der Gesellschaft fördern. Sobald im Internet illegale Inhalte entdeckt werden, sollen verbesserte Meldesysteme ein rasches und entschiedenes Handeln der öffentlichen Behörden gewährleisten.“

„Die EU hat in den letzten Jahren wesentlich dazu beigetragen, das Internet für Kinder sicherer zu machen, aber es gibt noch viel zu tun,“ so Viviane Reding, EU- Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. „Man könnte sogar sagen, dass angesichts neuer Verwendungsmöglichkeiten der Technologien noch mehr Handlungsbedarf besteht. Ich bin überzeugt, dass Europa mit seinem Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ ein Modell für den Schutz von Minderjährigen vor Missbrauch über Internet und Mobiltelefone geschaffen hat.“

Das neue Programm hat folgende Ziele:

  • Verringerung illegaler Inhalte und Bekämpfung schädlichen Verhaltens im Online-Umfeld: Einrichtung nationaler Anlaufstellen für die Meldung illegaler Inhalte und schädlichen Verhaltens im Internet unter besonderer Berücksichtigung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch und Kontaktaufnahme zu Missbrauchszwecken.
  • Förderung eines sichereren Online-Umfelds: Förderung von Initiativen zur Selbstregulierung in diesem Bereich, stärkere Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei der Schaffung eines sicheren Online-Umfelds, insbesondere über Jugendgremien.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit: Durchführung spezieller Aktionen für Kinder, ihre Eltern und Lehrer, Erzielung eines Multiplikator-Effekts durch Austausch empfehlenswerter Verfahren über das Netz nationaler Sensibilisierungszentren, Unterstützung von Anlaufstellen für die Beratung von Eltern und Kindern bezüglich eines sicheren Online-Umgangs.
  • Schaffung einer Wissensbasis durch Ermöglichung einer europaweiten Zusammenarbeit von Forschern, die sich mit Fragen der Sicherheit von Kindern im Internet befassen. Aufbau einer Wissensbasis über die Nutzung neuer Technologien durch Kinder sowie die mit diesen Technologien verbundenen Auswirkungen und Risiken, Nutzung dieses Wissens zur Verbesserung laufender Aktionen im Rahmen des Programms „Mehr Sicherheit im Internet“.

Hintergrundinformationen:

Bei dem heute vorgelegten Vorschlag wurden auch die Ergebnisse einer öffentlichen Konsultation über mehr Sicherheit für Kinder im Internet und bei Online-Technologien berücksichtigt, die zwischen April und Juni 2007 durchgeführt wurde:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/public_consultation/index_en.htm

Er bezieht auch Empfehlungen ein, die von den Kindern selbst beim europäischen Jugendforum gegeben wurden, das die Europäische Kommission zum Tag des sicheren Internet 2008 veranstaltete (vgl. IP/08/207).

Ergänzend zum Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ wurden weitere politische Maßnahmen getroffen, so verpflichteten sich führende Mobilfunkbetreiber im Rahmen einer Vereinbarung vom Februar 2007 zur Entwicklung von Verhaltensregeln zur freiwilligen Selbstkontrolle, um den Schutz Minderjähriger bei der Nutzung von Handys zu gewährleisten (vgl. IP/07/139). Kürzlich kündigte die Mobilfunkbranche außerdem an, dass sie den Zugang zu Kinderpornografie über Mobiltelefone unterbinden wird.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/saferinternet


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