Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/08/22

Brüssel, den 9. Januar 2008

Kartellrecht: Europäische Kommission begrüßt beabsichtigte Angleichung der Preise für iTunes-Musikdownloads in Europa

Die Europäische Kommission begrüßt die Ankündigung von Apple, es werde die Preise für das Herunterladen von Musiktiteln in seinem europäischen iTunes-Internetstore angleichen. Gegenwärtig zahlen britische Verbraucher noch höhere Preise für Musikdownloads. Diese Benachteiligung hatte die britische Verbraucherschutzorganisation Which? kritisiert und daraufhin bei der Kommission offiziell Beschwerde eingereicht. Die Kartelluntersuchung der Kommission ergab, dass die Organisation des europäischen iTunes-Stores nicht etwa durch Vereinbarungen zwischen Apple und den großen Plattenfirmen bestimmt wird. Deshalb wird die Kommission in dieser Sache keine weiteren Schritte unternehmen.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte dazu: „Die Kommission begrüßt Lösungen, durch die der Verbraucher in den Genuss eines echten Binnenmarkts für Musikdownloads kommt.“

Apple betreibt im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einen iTunes-Internetstore mit mehreren länderspezifischen Benutzeroberflächen, über den Musikdownloads angeboten werden. Verbraucher des EWR können Songs nur auf der für ihr jeweiliges Heimatland bestimmten Website erwerben, auf der nur die Musiktitel angeboten werden, die dort zum Verkauf zugelassen sind. iTunes prüft den Wohnsitz der Verbraucher anhand der Kreditkartendaten. So können beispielsweise nur Verbraucher, die im Besitz einer Kreditkarte sind, die von einer in dem jeweiligen Land niedergelassenen Bank ausgegeben wurde, auf der betreffenden Website Songs kaufen und herunterladen. Die iTunes-Downloadpreise im Vereinigten Königreich liegen derzeit fast 10 % über den entsprechenden Preisen in der Eurozone.

Nun hat iTunes jedoch angekündigt, dass die britischen Verbraucher für iTunes-Musikdownloads bald dieselben Preise zahlen werden wie die Verbraucher in den Ländern der Eurozone. Die Kartelluntersuchung der Kommission ergab ferner, dass die Organisation des europäischen iTunes-Stores nicht etwa durch Vereinbarungen zwischen Apple und den großen Plattenfirmen bestimmt wird. Der iTunes-Store wurde vielmehr von Apple so konzipiert, um den landesspezifischen Urheberrechten Rechnung zu tragen.

Die Kommission würde eine Lösung begrüßen, bei der die Verbraucher in dem iTunes-Store ohne Beschränkungen Songs kaufen könnten, ist sich jedoch bewusst, dass einige Plattenfirmen, Verlage und Verwertungsgesellschaften Lizenzsysteme aufweisen, die der Betreibung allen Verbrauchern der EU offenstehender iTunes-Stores entgegenstehen.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website