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IP/08/20

Brüssel, den 8. Januar 2008

Rechnungslegung: Kommission übernimmt „Gleichwertigkeitsmechanismus“ in Bezug auf Drittland-GAAP

Das für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Charlie McCreevy, begrüßt die Annahme am 21. Dezember 2007 einer wichtigen Verordnung der Kommission infolge einer bejahenden Stellungnahme durch das Europäische Parlament. Diese Verordnung schafft die Grundlage für die Entscheidungen auf welcher Basis Drittland-GAAP („Generally Accepted Accounting Principles“) als den von der EU übernommenen IFRS („International Financial Reporting Standards“) gleichwertig anzusehen sind.

Kommissionsmitglied McCreevy erklärte hierzu: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, die Effizienz der Kapitalmärkte durch die Festlegung einer internationalen Rechnungslegungssprache zu steigern. Ohne das Inkrafttreten dieser Verordnung wären wir nicht in der Lage die wichtigen Beschlüsse hinsichtlich der Annehmbarkeit der Drittland-GAAP in der EU zu fassen."

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, ein international anerkanntes Paket von Rechnungslegungsstandards für börsennotierte Unternehmen festzulegen. In der Zwischenzeit besteht ein wichtiger Teil dieser Strategie darin, die bestehenden kostenaufwendigen und schwerfälligen Abstimmungsauflagen zwischen der EU und ihren wichtigsten Handelspartnern abzuschaffen.

Nun kann die Kommission unter Zugrundelegung der Definition der Gleichwertigkeit und des mit der dieser Verordnung eingeführten Mechanismus konkrete Vorschläge dazu vorlegen, welche Drittland-GAAP ab 2009 als gleichwertig akzeptiert werden sollten. Die Kommission wird auch befugt sein, es Drittlandemittenten zu gestatten, ihre GAAP in der EU während eines spätestens 2011 endenden Übergangszeitraums zu verwenden, sofern diese Länder auf die IFRS hinarbeiten bzw. das jeweilige Drittland die Übernahme der IFRS beabsichtigt. Aufgrund dieser Beschlüsse wird es ausländischen in der EU notierten Emittenten auch weiterhin möglich sein, ihre Abschlüsse auf der Grundlage ihrer GAAP zu erstellen anstatt neue Abschlüsse auf der Grundlage der IFRS auszuarbeiten. Bereits im letzten Monat nahm die US-amerikanische SEC (“Securities and Exchange Commission”) Vorschläge an, denen zufolge ausländische Emittenten, die die IFRS verwenden und zu denen auch die EU-Unternehmen zählen, von der Einhaltung der Abstimmungsauflagen befreit werden.

Die EU war der erste große Partner, der die IFRS seit 2005 für seine börsennotierten Unternehmen verbindlich eingeführt hat. Sie hat damit die Grundlage für den heutigen Erfolg dieser Normen gelegt und ist nach wie vor das größte Rechtsgebiet, in dem die IFRS angewandt werden.

Weitere Informationen sind unter folgender Internetadresse abrufbar:

http://ec.europa.eu/internal_market/securities/transparency/index_de.htm#equivalence

http://ec.europa.eu/internal_market/securities/prospectus/index_de.htm

http://ec.europa.eu/internal_market/accounting/news/index_de.htm


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