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IP/08/2061

Brüssel, 29. Dezember 2008

Slowakei führt in weniger als drei Tagen den Euro ein – Gemeinsame Währung besteht seit zehn Jahren

In weniger als drei Tagen hat der Euroraum zwei Gründe zum Feiern: Erstens wird die Zahl der Mitgliedstaaten, die die gemeinsame Währung eingeführt haben, mit der Slowakei auf 16 anwachsen, und zweitens feiert der Euro sein zehnjähriges Bestehen.

Die Slowakei wird den Euro am 1. Januar einführen und die Zahl der am Eurogebiet teilnehmenden Länder sich damit auf 16 erhöhen. Beim Start vor zehn Jahren waren elf Länder beteiligt[1]. Am Neujahrstag werden von den 499,7 Mio. EU-Bürgern[2] 328,6 Mio. den Euro als gemeinsame Währung haben.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir den 10. Jahrestag des Euro mit der Slowakei als neuem Mitglied des Eurogebiets feiern können. Das Land steht kurz vor einem historischen Schritt – für seine Bürger und für Europa. Die Einführung des Euro führt die Slowakei noch nicht einmal fünf Jahre nach ihrem Beitritt zur Europäischen Union ins wirtschaftliche und politische Herz Europas. Dies ist eine phantastische Leistung, und ich freue mich sehr, alle Slowaken im Eurogebiet begrüßen zu können“, kommentierte Kommissionspräsident José-Manuel Barroso.

„Der 1. Januar 2009 wird nicht nur für das Eurogebiet, sondern auch für die EU insgesamt ein stolzer Moment sein, denn es führt nicht nur die Slowakei als 16. Land den Euro ein, sondern die europäische Währung feiert auch ihr 10-jähriges Bestehen. Der Euro ist zum Symbol der EU-Identität geworden und schützt uns gegen die gewaltigen externen Schocks, denen wir seit dem Sommer 2007 ausgesetzt sind. Auf diese Bilanz sollten wir stolz sein und alles daransetzen, die soliden haushaltspolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen, die den Euro so erfolgreich gemacht haben, zu erhalten”, so Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquín Almunia.

Der Startschuss für den Euro wurde 1999 gegeben, als 11 Länder ihre bilateralen Wechselkurse unwiderruflich festlegten und sich zu einer gemeinsam Geld- und Wechselkurspolitik verpflichteten. Sechs Monate zuvor war die Europäische Zentralbank gegründet worden. Die Banknoten und Münzen wurden 2002 in Umlauf gebracht. Die Slowakei wird den Euro zu einem Kurs von 30,1260 Slowakischen Kronen je Euro einführen. Vor ihr haben bereits Slowenien, Zypern und Malta die gemeinsame Währung übernommen.

Die Geschichte des Euro ist eine große Erfolgsgeschichte. Trotz der derzeitigen Turbulenzen hat er den Ländern, Menschen und Unternehmen des Eurogebiets unter dem Strich größere Preisstabilität und niedrigere Zinssätze als je zuvor beschert. Er hat zur Schaffung von sage und schreibe 16 Millionen Arbeitsplätzen beigetragen und es uns erlaubt, zu Beginn der aktuellen Krise die seit langem niedrigste Arbeitslosenquote und beste Haushaltsposition aufzuweisen. Natürlich können und müssen wir die Wirtschafts- und Währungsunion weiter verbessern, um sie in den kommenden zehn Jahren und darüber hinaus noch erfolgreicher zu machen. Die Mitteilung und der Bericht WWU@10[3] vom Mai 2008 machen dies nur allzu deutlich.

2-Euro-Gedenkmünze und Dokumentarfilm zum Euro

Anlässlich des Jubiläums werden die Länder des Eurogebiets im Januar eine 2-Euro-Gedenkmünze ausgeben, deren Motiv in einer von der Kommission veranstalteten öffentlichen Internet-Abstimmung ausgewählt wurde.

Darüber hinaus wurde eine Fernsehdokumentation über Ursprung und Geschichte des Euro, seine Vorteile und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit in Auftrag gegeben, die von der Website der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen heruntergeladen werden kann.

Slowakei für Euro-Einführung gerüstet

Die Slowakei hat die Vorbereitungen für die Euro-Einführung mittlerweile abgeschlossen. Die Geschäftsbanken werden seit September mit Banknoten und Münzen beliefert und versorgen den Einzelhandel und andere Unternehmen, damit diese ab dem 1. Januar Zahlungen in Euro abwickeln und Wechselgeld in Euro herausgeben können.

Die Bürger konnten Euro-Minimünzkits kaufen, um sich mit ihrer neuen Währung vertraut zu machen. Hinzu kamen eine umfassende Informationskampagne mit Fernsehspots und ein durch das Land tourendes „Euromobil“. Die slowakischen Behörden haben die Furcht vor Preiserhöhungen ernst genommen und eine Reihe von Maßnahmen wie z. B. die Erstellung eines Ethikkodex ergriffen, mit dessen Unterzeichnung sich die Unternehmen zur Einhaltung der Umstellungsregeln verpflichten. Die doppelte Preisauszeichnung ist seit dem 24. August verbindlich vorgeschrieben und muss bis zum 1. Januar 2010 beibehalten werden. Die Einhaltung der Umstellungsregeln wird von der slowakischen Gewerbeaufsicht aufmerksam überwacht. Seit August wurden über 15 000 Einzelhändler und Dienstleistungsunternehmen kontrolliert. Dabei beseitigten die Inspektoren bei der doppelten Preisauszeichnung festgestellte Mängel und verfolgten die Preisentwicklung besonders aufmerksam in Branchen, in denen bei früheren Umstellungen Probleme aufgetreten waren. Auch der slowakische Verbraucherverband spielt bei der Kontrolle der Preisentwicklung eine wichtige Rolle. Die Kommission hat die Informationskampagne im Rahmen eines im Dezember 2007 geschlossenen Partnerschaftsabkommens aktiv unterstützt.

Die Unternehmen und öffentliche Verwaltungen haben lange im Voraus ihre Vorbereitungen getroffen und ihre Mitarbeiter (insbesondere solche mit direktem Publikumskontakt) geschult.

Um die Umstellung zu erleichtern, werden die slowakische Nationalbank und die Geschäftsbanken ausnahmsweise am 1. Januar sowie am Wochenende des 3./4. Januar geöffnet sein.

Präsident Barroso, Kommissionsmitglied Almunia und der für Bildung zuständige, slowakische Kommissar Ján Figel werden am 8. Januar an einer Zeremonie in der slowakischen Hauptstadt Bratislava teilnehmen, um die Einführung des Euro in der Slowakei zu feiern.

Die Glückwünsche und das Grußwort von Präsident Barroso und Kommissionsmitglied Almunia an die slowakischen Bürger können unter folgender Adresse abgerufen werden:

http://ec.europa.eu/avservices/ebs/schedule.cfm

Nähere Informationen über die Euro-Einführung in der Slowakei in IP/08/1959 und unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article13563_en.htm

Achter Bericht der Kommission über die praktischen Vorbereitungen für die Einführung des Euro:

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article13510_en.htm

Slowakische Website zur Euro-Einführung: www.euromena.sk

Nähere Informationen über den Euro und seine Vorteile auf der Website der GD ECFIN unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/our_currency_en.htm

Sonderwebsite zum zehnjährigen Bestehen des Euro:
http://ec.europa.eu/economy_finance/emu10/index_de.htm

Motiv der 2-Euro-Gedenkmünze unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article11072_de.htm

Dokumentarfilm über den Euro unter:

(http://ec.europa.eu/economy_finance/emu10/documentary.htm.


[1] Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien.

[2] Siehe Eurostat-Pressemitteilung 179/2008 vom 15. Dezember.

[3] WWU@10: Zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion – Errungenschaften und Herausforderungen.


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