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IP/08/2028

Brüssel, den 17. Dezember 2008

Kommission startet öffentliche Konsultation zu Hedgefonds

Die Europäische Kommission hat mit Blick auf eine angemessene Regulierung der Hedgefondsindustrie eine umfassende öffentliche Konsultation zu Fragen im Zusammenhang mit den Tätigkeiten dieses Sektors eingeleitet. Ein großer Anteil des weltweiten Hedgefondsvermögens wird in Europa verwaltet. Die Konsultation erfolgt vor dem Hintergrund der aktuellen Überlegungen auf europäischer und auf internationaler Ebene, ob die Konzepte für die Regulierung und Aufsicht von Hedgefonds angesichts der Finanzkrise neu überdacht werden sollten. Die Ergebnisse der Konsultation sollen Ende Februar 2009 auf einer Konferenz mit hochrangigen Teilnehmern in Brüssel besprochen werden und Grundlage für den Beitrag der Europäer zu den parallel im Rahmen der G20 laufenden Überlegungen über Hedgefonds sein.

Die Konsultation ist Teil einer umfassenden Überprüfung der Regulierungs- und Aufsichtsbestimmungen für die Finanzmärkte der Europäischen Union, an der die Kommission derzeit arbeitet und die im Jahr 2009 nach Vorlage des Berichts der Gruppe hochrangiger Experten unter Vorsitz von Jacques de Larosière abgeschlossen werden soll. Die Kommission reagiert damit auch auf die aktuellen Berichte[1] des Europäischen Parlaments, in denen verschiedene Bedenken geäußert werden, die nun, da Hedgefonds wie viele andere Finanzakteure durch die Finanzkrise schwer angeschlagen sind, stärker ins internationale Interesse rücken.

Kommissar McCreevy kündigte die Konsultation am 1. Dezember in einer Rede vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments an (SPEECH/08/665).

Themen der Konsultation

Um Hinweise für die geplante Regulierungsinitiative zu erhalten, wird insbesondere auf folgenden Gebieten nach Meinungen und Fakten gefragt.

  • Systemrisiken: Reichen die bestehenden Systeme der makroprudenziellen Aufsicht aus, damit Risiken, die im Hedgefondssektor entstehen und über Partner wie unabhängige Makler (Prime Brokers) einerseits sowie durch die Auswirkungen auf die Preise von Vermögenswerten andererseits auf den Gesamtmarkt durchschlagen, von den Regulierungsbehörden überwacht werden und diese entsprechend reagieren können?
  • Marktintegrität und Effizienz: Stellen Tätigkeiten von Hedgefonds eine Bedrohung für Effizienz und Integrität der Finanzmärkte dar und unter welchen Umständen ist dies der Fall?
  • Risikomanagement: Sollten die Behörden sich stärker mit der Art und Weise befassen, wie Hedgefonds mit Risiken, denen sie und ihre Investoren ausgesetzt sind, umgehen, wie sie ihre Anlagenportfolios bewerten und wie sie mögliche Interessenkonflikte vermeiden?
  • Transparenz und Anlegerschutz: Sind Anleger, die sich an Hedgefonds beteiligen, angemessen geschützt und erhalten sie die für fundierte Investitionsentscheidungen erforderlichen Informationen?

Beiträge zur Konsultation sind bis zum 31. Januar 2009 an folgende Adresse zu richten:

mailto:markt-consult-hedge-funds@ec.europa.eu

In diesem Dokument angesprochene Fragen und das Feedback zur Konsultation werden Ende Februar 2009 auf einer Konferenz mit hochrangigen Teilnehmern in Brüssel besprochen (Veröffentlichung des Programms in Kürze).

Die Konsultation kann unter folgender Adresse abgerufen werden:

http://ec.europa.eu/internal_market/investment/consultations/index_en.htm


[1] Bericht des Europäischen Parlaments mit Empfehlungen an die Kommission zu Hedgefonds und Private Equity (A6-0338/2008) [„Rasmussen-Bericht“] und Bericht des Europäischen Parlaments mit Empfehlungen an die Kommission zur Transparenz institutioneller Investoren (A6-0296-2008) [„Lehne-Bericht“].


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