IP/08/1999
Brüssel, 17. Dezember 2008
EU-Kommissarin Kuneva: „Weihnachten rückt näher, und viel Haushalte in der EU erwarten von der Spielzeugbranche sichere und verlässliche Produkte. Kinder sind die am stärksten auf Schutz angewiesenen Verbraucher, und es darf dabei keine Kompromisse geben. Diese Vereinbarung mit Einzelhandel und Importeuren spricht deutlich dafür, dass sich die Branche für die Spielzeugsicherheit einsetzt, und sie dürfte die Kontrolle der Sicherheit aller in der EU verkauften Spielwaren noch verbessern.“
Ein hohes Maß an Produktsicherheit in der EU ist ohne die Mitarbeit der Branche nicht denkbar. Hersteller, Groß- und Einzelhändler sowie Einfuhrunternehmen sind an vorderster Front für die Sicherheit der in der EU verkauften Produkte verantwortlich. In einer Bestandsaufnahme der Produktsicherheit Ende 2007 (nach einigen spektakulären Rückrufaktionen) fand die Kommission heraus, dass seriöse Unternehmen zwar viel für die Sicherheit ihrer Produkte tun, aber nach wie vor gefährliche Waren, auch Spielsachen, ihren Weg auf den EU-Markt finden. Grund dafür sind vor allem Lücken im unteren Marktsegment, wo die Sicherheitsverfahren nicht so rigoros wie vorgesehen respektiert oder befolgt werden.
Zudem werden Sicherheitsbelange in vielen kleineren Unternehmen (inner- und außerhalb Europas) vernachlässigt, weil unter anderem die Regeln nicht ausreichend bekannt sind, es an motiviertem Personal fehlt, das Qualitätsmanagement schwächer ist und die Zulieferer weniger kontrolliert werden. Deshalb ist es wichtig, auf die Mitarbeit der Händler und Importeure in der EU beim Voranbringen dieser Sicherheitsinitiative und der Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen an der Basis zählen zu können.
Die freiwillige Vereinbarung, die auch bei Bedarf Schulungsmaßnahmen sowie die Ausarbeitung klarer Sicherheitsleitlinien vorsieht, wird dazu beitragen, das Sicherheitsniveau in der gesamten Spielzeugherstellung und der Zulieferkette zu heben und den europäischen Markt stärker vor unsicheren Spielwaren zu schützen. Die Kommission wird weiterhin eng mit den betroffenen Akteuren zusammenarbeiten und die Tätigkeiten aller Unternehmen überwachen, um für die Einhaltung bestmöglicher Sicherheitsstandards in Europa zu sorgen. Die Parteien verpflichten sich, mit der Kommission auf breiter Grundlage zusammenzuarbeiten und den einzelnen Empfehlungen zu folgen, die aus der Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen der Unternehmen in der Spielzeuglieferkette durch die Kommission (siehe IP/08/879) hervorgingen.
Den Sicherheitspakt unterzeichnen werden morgen:
Weitere Informationen finden Sie unter
http://ec.europa.eu/consumers/citizen/my_safety/index_de.htm