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IP/08/1999

Brüssel, 17. Dezember 2008

Spielzeugsicherheit: Kommissarin Kuneva schließt „Sicherheitspakt“ mit Einzelhandel und Importeuren

Morgen unterzeichnet die für Verbraucherangelegenheiten zuständige Kommissarin Meglena Kuneva in einem Spielwarenkaufhaus bei Brüssel mit Vertretern von Einzelhandel und Import eine Vereinbarung, mit der die Kommission durch die Einbindung aller Beteiligten in der Spielzeugbranche dafür sorgen will, dass Spielzeug sicherer wird. Die Kommissarin trifft sich mit Vertretern europäischer Spielzeughändler und –importeure zur feierlichen Unterzeichnung am 18. Dezember 2008 um 11.30 Uhr im „Dreamland“ in der Rue Hendrik I Lei 16 in Vilvoorde. Die Branche (Namen der Vertreter weiter unten) wird sich verpflichten, die Spielzeugsicherheit durch bestimmte Initiativen zu verbessern, beispielsweise durch Schulungen zu den Sicherheitsnormen, wobei vor allem Billigsortimente im Visier sind, aus denen die meisten beanstandeten Artikel stammen. Im Einzelhandel und bei der Einfuhr soll verstärkt auf die Einhaltung aller einschlägigen europäischen und einzelstaatlichen Vorschriften geachtet werden. Für die gesamte Branche werden klare Sicherheitsleitlinien ausgearbeitet, um Systeme und Verfahren zu beschreiben, mit denen die Vorschriftsmäßigkeit der Produkte gewährleistet werden kann. Die Branche verpflichtet sich zudem zur weiteren Zusammenarbeit mit der Kommission in einem breit angelegten Branchenforum, um die von der Kommission nach einer Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen der Unternehmen in der Spielzeuglieferkette formulierten Empfehlungen umzusetzen. In diesem Jahr hat die Kommission bereits eine ähnliche Vereinbarung mit Toy Industries of Europe unterzeichnet.

EU-Kommissarin Kuneva: „Weihnachten rückt näher, und viel Haushalte in der EU erwarten von der Spielzeugbranche sichere und verlässliche Produkte. Kinder sind die am stärksten auf Schutz angewiesenen Verbraucher, und es darf dabei keine Kompromisse geben. Diese Vereinbarung mit Einzelhandel und Importeuren spricht deutlich dafür, dass sich die Branche für die Spielzeugsicherheit einsetzt, und sie dürfte die Kontrolle der Sicherheit aller in der EU verkauften Spielwaren noch verbessern.“

Ein hohes Maß an Produktsicherheit in der EU ist ohne die Mitarbeit der Branche nicht denkbar. Hersteller, Groß- und Einzelhändler sowie Einfuhrunternehmen sind an vorderster Front für die Sicherheit der in der EU verkauften Produkte verantwortlich. In einer Bestandsaufnahme der Produktsicherheit Ende 2007 (nach einigen spektakulären Rückrufaktionen) fand die Kommission heraus, dass seriöse Unternehmen zwar viel für die Sicherheit ihrer Produkte tun, aber nach wie vor gefährliche Waren, auch Spielsachen, ihren Weg auf den EU-Markt finden. Grund dafür sind vor allem Lücken im unteren Marktsegment, wo die Sicherheitsverfahren nicht so rigoros wie vorgesehen respektiert oder befolgt werden.

Zudem werden Sicherheitsbelange in vielen kleineren Unternehmen (inner- und außerhalb Europas) vernachlässigt, weil unter anderem die Regeln nicht ausreichend bekannt sind, es an motiviertem Personal fehlt, das Qualitätsmanagement schwächer ist und die Zulieferer weniger kontrolliert werden. Deshalb ist es wichtig, auf die Mitarbeit der Händler und Importeure in der EU beim Voranbringen dieser Sicherheitsinitiative und der Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen an der Basis zählen zu können.

Die freiwillige Vereinbarung, die auch bei Bedarf Schulungsmaßnahmen sowie die Ausarbeitung klarer Sicherheitsleitlinien vorsieht, wird dazu beitragen, das Sicherheitsniveau in der gesamten Spielzeugherstellung und der Zulieferkette zu heben und den europäischen Markt stärker vor unsicheren Spielwaren zu schützen. Die Kommission wird weiterhin eng mit den betroffenen Akteuren zusammenarbeiten und die Tätigkeiten aller Unternehmen überwachen, um für die Einhaltung bestmöglicher Sicherheitsstandards in Europa zu sorgen. Die Parteien verpflichten sich, mit der Kommission auf breiter Grundlage zusammenzuarbeiten und den einzelnen Empfehlungen zu folgen, die aus der Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen der Unternehmen in der Spielzeuglieferkette durch die Kommission (siehe IP/08/879) hervorgingen.

Den Sicherheitspakt unterzeichnen werden morgen:

  • Richard Durieu, EuroCommerce,
  • Paul Skehan, European Retail Round Table,
  • Patrick Politze, European Promotional Products Association,
  • Helga Stübler, Toy Traders of Europe.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://ec.europa.eu/consumers/citizen/my_safety/index_de.htm


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