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IP/08/1984

Brüssel, den 16. Dezember 2008

Besser gerüstet: die richtigen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt von heute und von morgen

Die Europäische Kommission hat heute Vorschläge vorgestellt, wie die Kompetenzen besser an das Arbeitsplatzangebot angepasst werden können und effektiver analysiert und vorhergesagt werden kann, welche Qualifikationen im Arbeitsmarkt von morgen benötigt werden. Im Rahmen der Initiative „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“ werden Maßnahmen empfohlen, um Qualifikationen auf die freien Stellen abzustimmen und sie fortlaufend zu bewerten, die Bemühungen der Mitgliedstaaten und internationaler Organisationen zu bündeln und bessere Informationen zum künftigen Bedarf zu erhalten.

Mit den im Rahmen der Initiative Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen vorgeschlagenen Maßnahmen wird Europa in der Lage sein, den kurzfristigen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Beschäftigung entgegenzuwirken und die langfristigen Arbeitsplatzaussichten der Arbeitnehmer in der EU zu verbessern. Diese Aktionen sind Teil des Maßnahmenpakets für Wachstum und Beschäftigung und ergänzen das Europäische Konjunkturprogramm, das die Kommission am 26. November 2008 vorgestellt hat.

Vladimír Špidla und Ján Figel', EU-Kommissare für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit bzw. für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend, erläutern in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung des Konzepts „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“:

„In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ergibt es keinen Sinn, dass einerseits die Arbeitslosenzahlen steigen, anderseits jedoch freie Stellen nicht besetzt werden. Wir müssen gewährleisten, dass die Qualifikationen, über die die Arbeitnehmer verfügen, besser auf die vorhandenen Arbeitsplätze abgestimmt werden. Langfristig müssen wir uns bemühen, die Qualifikationen, die die europäische Wirtschaft benötigen wird, besser zu antizipieren und unsere Systeme für die allgemeine und berufliche Bildung so zu reformieren, dass sie gut auf die Arbeitsplätze vorbereiten, die es in zehn Jahren geben wird.“

Die richtigen Qualifikationen für die Arbeitsplätze von morgen

In ganz Europa führen technologischer Wandel, Globalisierung, Bevölkerungsalterung, die Veränderung hin zu einer Wirtschaft mit niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß und die Entwicklung der sozialen Strukturen dazu, dass sich sowohl die Arbeitsmärkte als auch die geforderten Qualifikationen schneller ändern als je zuvor. Aus diesem Grund müssen wir sicherstellen, dass der künftige Bedarf antizipiert und den Bürgern auch die Möglichkeit gegeben wird, sich die richtigen Qualifikationen anzueignen.

Die Europäische Kommission schlägt vor, kurzfristige Trends besser zu überwachen und Instrumente zu entwickeln, mit denen Qualifikationen und freie Stellen auf dem europäischen Arbeitsmarkt besser miteinander in Einklang gebracht werden können. Darüber hinaus wird die Kommission mit regelmäßig aktualisierten Prognosen für künftige Arbeitsmarkttendenzen und einer Analyse der in den verschiedenen Sektoren geforderten Qualifikationen bessere Informationen über den mittel- und langfristigen Bedarf in der EU erhalten. Durch die Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen wird sie dafür sorgen, dass die EU die globalen Herausforderungen beim Thema Qualifikationen und Arbeitsplätze besser nachvollziehen kann. Darüber hinaus wird die Kommission die Mitgliedstaaten, Regionen und alle Akteure unterstützen, die an der Steigerung des Kompetenzniveaus und der Abstimmung der Qualifikationen beteiligt sind. Hierzu sollen die bestehenden Strategien und Finanzierungsinstrumente der Gemeinschaft, insbesondere der Europäische Sozialfonds, genutzt werden.

Abschätzung der Arbeitsmärkte bis zum Jahr 2020

Mit den heute vorgestellten Vorschlägen kommt die Kommission der Aufforderung des Europäischen Rates nach, die Qualifikationserfordernisse bis 2020 einzuschätzen. Zu den ersten Ergebnissen zählt, dass in Europa im Dienstleistungssektor neue Arbeitsplätze geschaffen werden – bis zum Jahr 2020 werden knapp drei Viertel der Arbeitplätze in der EU-25 im Dienstleistungsbereich angesiedelt sein. Darüber hinaus werden viele Arbeitsplätze mit hochqualifizierten Tätigkeiten geschaffen, doch auch bei den „einfachen Tätigkeiten“ werden Arbeitsplätze entstehen. Immer öfter wird von den Arbeitnehmern ein hohes oder mittleres Bildungsniveau gefordert sein. In allen Branchen werden auf dem Arbeitsmarkt bereichsübergreifende und allgemeine Kompetenzen immer mehr geschätzt, etwa die Fähigkeit, Probleme zu lösen, oder analytische Kompetenz, selbständiges Handeln, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Sprachkenntnisse und digitale Kompetenz.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=en&catId=89&newsId=431&furtherNews=yes

Weitere Informationen zu „Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen“:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=568&langId=de

Weitere Informationen zu Beschäftigung in der EU:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=81&langId=en

Weitere Informationen zur Europäischen Strategie und zur Zusammenarbeit im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung:

http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-policy/doc28_de.htm

Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop):

http://www.cedefop.europa.eu/

Prognosen der Cedefop zu den Qualifikationen bis 2020:

http://www.cedefop.europa.eu/index.asp?section=3&read=3650


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