IP/08/1979
Brüssel, den 16. Dezember 2008
„Ein umweltfreundlicherer Verkehr, weniger Staus und die Rettung von Menschenleben auf Europas Straßen sind wichtige Prioritäten für die Kommission. Intelligente Verkehrssysteme werden uns beim Erreichen dieser Ziele weiter voranbringen. Die heutige Initiative wird deshalb eine effizientere, sauberere und nachhaltigere Mobilität in Europa fördern“, sagte Antonio Tajani, der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident der Kommission.
„Der von der Kommission heute vorgelegte Aktionsplan für intelligente Verkehrssysteme wird die Politikinstrumente bereitstellen, die dringend notwendig sind, um die Arbeit zu ergänzen, die bislang im Rahmen der Initiative „Intelligentes Fahrzeug“ und des eSafety-Forums geleistet wurde, damit unsere Fahrzeuge sauberer und intelligenter werden“, erklärte die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „Wir sind entschlossen, den Straßenverkehr in Europa sauberer, sicherer und staufreier zu machen und lebensrettenden Technologien wie ESC und eCall frühzeitig zum Durchbruch zu verhelfen.“
In intelligenten Verkehrssystemen werden modernste Informations- und Kommunikationstechnologien auf den Verkehrssektor angewendet, um die Sicherheit der europäischen Straßenbenutzer zu erhöhen, aber auch damit sie weniger oft im Stau festsitzen, wodurch langfristig ihr „CO2-Fußabdruck“ kleiner wird. Der heute als Teil der Initiative zur Ökologisierung des Verkehrs[1] vorgestellte Aktionsplan zielt darauf ab, die Einführung solcher Systeme im Straßenverkehr sowie der entsprechenden Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern zu beschleunigen.
Ob Pendler oder Verkehrsunternehmer – jeder braucht zuverlässige Echtzeit-Verkehrsinformationen, um seine Route besser zu planen und Zeitverlust durch Staus zu vermeiden. Multimodale Verkehrsplaner werden über Grenzen hinweg eine durchgehende Reiseplanung innerhalb der Städte und zwischen den Ortschaften ermöglichen. Schon mit relativ geringen Investitionen in intelligente Verkehrssysteme könnte die bestehende Infrastruktur viel besser genutzt werden. Der Aktionsplan sieht eine enge europäische Koordinierung der IVS und Dienste in mehreren Mitgliedstaaten vor, um die Einführung dieser Systeme überall in Europa zu beschleunigen.
Dank intelligenter Verkehrssysteme können die straßenverkehrsbedingten CO2-Emissionen ganz erheblich gesenkt werden. Nicht nur die durch Staus verursachten Kosten, die auf 1 % des europäischen Bruttoinlandsprodukts geschätzt werden, könnten dank IVS-Einführung um bis zu 10 % verringert werden, sondern auch bei Verkehrsunfällen könnten über 5000 Todesopfer verhindert werden.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://ec.europa.eu/transport/its/
Weitere Informationen über das eSafety-Forum und die Initiative „Intelligentes Fahrzeug“, die 2006 in Angriff genommen wurde, um den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien für einen intelligenteren, umweltverträglicheren und sichereren Straßenverkehr zu fördern, finden Sie unter:
http://ec.europa.eu/information_society/activities/esafety/
[1] Siehe IP/08/1119.