IP/08/1946
Brüssel, den 11. Dezember 2008
Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission Antonio Tajani erklärte: „Die Kommission, die Mitgliedstaaten, die Infrastrukturbetreiber und sonstigen Akteure der Eisenbahnbranche müssen sich gemeinsam an die Arbeit machen, um für einen wettbewerbsfähigen Güterverkehr zu sorgen. Die Kommission handelt in diesem Prozess im vollen Einklang mit dem Subsidiaritätsprinzip. Den Mitgliedstaaten ist und bleibt es überlassen, Vorschläge über den Verlauf dieser Korridore zu unterbreiten. Ziel unseres Vorschlags ist es, die Schieneninfrastruktur für Güterbeförderungen auf europäischen Fernstrecken attraktiver zu gestalten.“
Die Entwicklung des Schienengüterverkehrs ist für den Verkehr in Europa von größter Bedeutung. Als umweltverträglicher Verkehrsträger kann die Schiene eine wettbewerbsfähige Alternative zur Straße bieten. Die Kommission ist bestrebt, den Anteil der Eisenbahn am Güterverkehr zu erhöhen, indem sie die Schaffung von Bahnkorridoren mit - im Vergleich zu heute - bedeutend besseren Bedingungen für den Güterverkehr fördert. Dies ermöglicht es den Eisenbahnunternehmen, effiziente und hochwertige Dienstleistungen anzubieten und so ihre Position auf dem Güterverkehrsmarkt zu stärken.
Die durch mehrere Mitgliedstaaten verlaufenden Korridore erlauben es insbesondere,
Die Idee grenzüberschreitender Güterverkehrskorridore ist nicht neu. Bereits in ihrem im Oktober 2007 beschlossenen „Logistikpaket“ bekundete die Kommission ihre Absicht, konkrete Vorschläge zur Schaffung eines vorrangig für den Güterverkehr bestimmten europäischen Schienennetzes zu unterbreiten. Nach einer umfassenden Konsultation von Branchenvertretern und einer eingehenden Folgenabschätzung soll mit dem heutigen Vorschlag ein großer Teil der Maßnahmen umgesetzt werden, die für die nachhaltige Entwicklung des Schienengüterverkehrs notwendig sind.