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IP/08/192

Brüssel, 7. Februar 2008

Unterstützung für europäische Unternehmen „direkt vor der Haustür“ – Vizepräsident Verheugen stellt das „Enterprise Europe Network“ vor

Heute hat Günter Verheugen, der Vizepräsident der Europäischen Union, ein neues leistungsfähiges Netzwerk für Unternehmen vorgestellt. Alle wichtigen Akteure im Bereich der Unternehmensförderung haben sich zusammen getan, um einen One-Stop-Service einzurichten, der insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei unterstützen wird, ihr Geschäfts-und Innovationspotential voll und ganz zu entfalten. Dem „Enterprise Europe Network“ gehören mehr als 500 europäische Organisationen an, die innerhalb und außerhalb der EU eine breite Palette KMU-freundlicher Unterstützungsdienste anbieten. Der Startschuss erfolgte in Gegenwart des für Wissenschaft und Forschung zuständigen Kommissars Janez Potočnik, des slowenischen Wirtschaftsministers Andrej Vizjak, des Präsidenten des Ausschusses der Regionen Luc Van den Brande, des Präsidenten der Arbeitgebergruppe des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses Henri Malosse sowie im Beisein von Verbandsvorsitzenden und KMU-Vertretern.

Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen erklärte: „Das neue Netzwerk ist ein Meilenstein des politischen Gesamtkonzepts, mit dem die Kommission die unternehmerische Initiative und das Wachstum von Unternehmen in Europa fördert. Ich rufe die Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU dazu auf, dieses Netzwerk optimal für sich zu nutzen.“

Der Präsident des Ausschusses der Regionen, Luc Van den Brande, nahm wie folgt Stellung: „Der Ausschuss der Regionen steht voll und ganz hinter dieser Initiative, weil sie ein Beispiel für ein partnerschaftlich zusammenarbeitendes Europa ist. Die Regionen und Städte sind Europas Motor für Wachstum und Beschäftigung, und konkretes Engagement für KMU bringt nur dann etwas, wenn Unternehmer „direkt vor ihrer Haustür“ Unterstützung finden.“

Der Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses Dimitris Dimitriadis ergänzte: „Die unternehmerische Initiative spielt in Europa eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die mit der Globalisierung verbundenen Herausforderungen zu bewältigen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und innovativ zu sein. Daher ist die Gründung des „Enterprise Europe Network“ ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Das Enterprise Europe Network vereint die Stärken seiner Vorgänger, der Euro-Infozentren und der Verbindungsbüros für Forschung und Technologie. Dank des neuen Netzwerkes erhalten Unternehmen, wie der Slogan „Business Support on Your Doorstep“ bereits andeutet, die Förderung „direkt vor der Haustür“. Das No-Wrong-Door-Prinzip gilt für das gesamte Netzwerk sowie für jeden Netzwerkpartner. Die KMU erhalten Informationen und auf sie individuell zugeschnittene Dienstleistungen, wobei modernste Technologien und die jeweils zuständigen Organisationen des neuen Netzwerks bestmöglich eingesetzt werden.

Das „Enterprise Europe Network“ bietet folgende Dienste an:

1. Unterstützung beim Schritt zur internationalen Tätigkeit

  • Schätzungsweise eine Million europäische KMU könnten auch außerhalb des eigenen Landes Handel betreiben und Investitionen tätigen. Das „Enterprise Europe Network“ wird dazu beitragen, dass Austauschprogramme zwischen Unternehmen und neue Ideen entwickelt, potenzielle Partnerschaften gefördert und Unternehmen zur Erweiterung ihres Horizontes angeregt werden. Außerdem veranstaltet das Netzwerk individuelle Abstimmungstreffen, bei denen Unternehmen vertrauenswürdige Partner finden können.
  • Unterstützung beim Aufbau technologischer Partnerschaften zwischen KMU: Dies ist dank des Transfers von Innovationen möglich und stellt nicht nur einen weiteren Schritt zur Internationalisierung dar, sondern auch eine zusätzliche Möglichkeit, Gewinn aus den Investitionen in die Forschung zu ziehen. Das Netzwerk ist KMU dabei behilflich, Geschäftspartner zu finden und vertragliche Vereinbarungen mit ihnen festzulegen.

2. Förderung von Innovationen, neuen Produkten und Geschäftsmöglichkeiten im Binnenmarkt

  • Das Netzwerk berät KMU in technischen Fragen, etwa in Bezug auf Rechte an geistigem Eigentum, Normen und EU-Rechtsvorschriften. Für Unternehmen kann es nämlich oft schwer sein, sich über die von der EU gebotenen Möglichkeiten auf dem Laufenden zu halten.
  • Förderung der Innovation: Das „Enterprise Europe Network“ verhilft KMU zu mehr Innovationen, denn der Austausch von Forschungsergebnissen kann den Anstoß zu neuen Ideen und Möglichkeiten geben. So wird beispielsweise die Zusammenarbeit mit Clustern verbessert, indem ganz unterschiedliche innovationsbezogene Tätigkeiten besser gebündelt werden. Der Zugang zu innovativen Technologien hilft KMU dabei, sich im globalen Wettbewerb zu behaupten.

3. Hilfe beim Zugang zu EU-Projekten und Finanzierungsmöglichkeiten

  • Mit dem Netzwerk soll der Mangel an Informationen über Finanzierungsquellen beseitigt werden. Außerdem werden die Unternehmer auf die bestehenden Möglichkeiten aufmerksam gemacht. KMU werden ermutigt, sich an Forschungsprogrammen zu beteiligen.

4. Sammlung von Feedback für Entscheidungsträger

  • Das „Enterprise Europe Network“ wird als in beide Richtungen offener Kommunikationskanal die Unternehmer und die Entscheidungsträger der EU miteinander verbinden und einen Meinungsaustausch ermöglichen. Das Netzwerk sorgt dafür, dass die politischen Maßnahmen und Initiativen der Kommission für die KMU nützlich sind und keinen unnötigen bürokratischen Aufwand verursachen.

Das neue Netzwerk ist Teil des politischen Gesamtkonzepts der Kommission zur Förderung der unternehmerischen Initiative und des Wachstums von Unternehmen in Europa. KMU aus allen Wirtschaftszweigen werden dadurch stärker vom Potenzial des Binnenmarkts profitieren können.

Weitere Informationen:

Siehe auch Memo/08/78.

http://ec.europa.eu/enterprise-europe-network


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