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IP/08/1899

Brüssel, 9. Dezember 2008

EU nimmt neues Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ in Höhe von € 55 Millionen für mehr Sicherheit für Kinder im Internet an

Ab 1. Januar 2009 hat die EU ein neues Programm für eine sicherere Nutzung des Internets. Nachdem das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit in der Abstimmung am 23. Oktober das Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ (IP/08/1571) befürwortete, ist das neue Programm heute vom Ministerrat angenommen worden. Das neue Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ mit einer Laufzeit von 2009 bis 2013 wurde am 28. Februar 2008 von der Europäischen Kommission vorgeschlagen (IP/08/310), um Kindern in einer immer komplexeren Online-Welt Schutz zu bieten und ihnen eine sichere Nutzung der Webdienste wie soziales Netzwerken, Blogging und Instant Messaging zu ermöglichen. Während 75% der Kinder (zwischen 6 und 17 Jahren) bereits online sind und 50% der Zehnjährigen ein Mobiltelefon besitzen, zeigt eine neue, heute veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage, dass 60% der Eltern in Europa darüber besorgt sind, dass ihr Kind Opfer von „Online-Grooming“ werden könnte (der Vorgang, bei dem sich eine Person mit einem Kind mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs anfreundet), und 54% darüber, dass ihr Kind online schikaniert werden könnte (Belästigung auf Internet-Seiten oder durch Kurzmitteilungen). Das neue Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ bekämpft „Grooming“ und Belästigungen durch eine komplexere und sicherere Online-Software und Mobil-Technologie. Von 2009 bis 2013 wird die EU € 55 Millionen aufwenden, um das Internet sicherer zu gestalten.

„Heutzutage tauchen Kinder sehr früh in die Welt des Internets und der Mobil-Technologien ein und sind bereits als Teenager oft völlig erfahrene Websurfer. Da ihnen diese Technologien beim Lernen helfen und neue aufregende Möglichkeiten bieten, um Kontakte mit anderen zu knüpfen, verwenden sie diese oft früher als ihre Eltern. Wir müssen sicherstellen, dass sie bei der Verwendung von Online- oder mobilen Diensten immer alle möglichen Risiken erkennen und wissen wie sie damit umgehen müssen", erklärte die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „Es freut mich, dass das Parlament und der Rat dem Vorschlag der Kommission so schnell zugestimmt haben. Dies ermöglicht es uns, auf die vollkommen natürlichen Sorgen der Eltern einzugehen und sicherzustellen, dass Kinder in Europa neue Technologien sicher erforschen können."

Das Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ für den Zeitraum 2009 bis 2013 wurde heute vom Ministerrat angenommen und baut auf dem Erfolg seines Vorläuferprogramms für die Jahre 2005 bis 2008 auf.

Im Rahmen des neuen Programms werden Projekte mit folgender Zielsetzung kofinanziert:

  • Steigerung des Problembewusstseins der Öffentlichkeit. Junge Menschen, deren Eltern und Lehrer sollen durch Beratung über relevante Vorsichtsmaßnahmen in die Lage versetzt werden, verantwortliche Entscheidungen online zu treffen.
  • Einrichtung eines Netzwerks öffentlicher Anlaufstellen, die entweder über eine Webseite oder eine Telefonnummer erreicht werden können, zur Meldung illegaler und schädigender Inhalte und Verhaltensweisen unter besonderer Berücksichtigung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch, Kontaktaufnahme mit Missbrauchsabsicht und „Cyber-Belästigungen“.
  • Förderung von Initiativen zur Selbstregulierung in diesem Bereich und Einbeziehung der Kinder in die Schaffung eines sichereren Online-Umfelds.
  • Schaffung einer Wissensbasis über neue Trends in der Nutzung von Online-Technologien und den damit verbunden Auswirkungen auf das Leben der Kinder durch Vereinigung von technischen, psychologischen und soziologischen Fachkenntnissen auf europäischer Ebene.

Das für das neue Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ verfügbare Budget in der Höhe von € 55 Millionen wird folgendermaßen aufgeteilt: 48% zur Steigerung des Problembewusstseins der Öffentlichkeit, 34% zur Bekämpfung illegaler Inhalte und schädigender Verhaltensweisen im Internet, 10% für die Förderung eines sichereren Online-Umfelds und 8% zum Aufbau einer Wissensbasis.

Laut einer neuen in allen EU-Mitgliedsstaaten durchgeführten Eurobarometer-Studie verwenden 75% aller Kinder von 6 bis 17 Jahren bereits das Internet - ein Trend, der weiter ansteigt. Die Hälfte der Eltern, die selbst das Internet nicht verwenden, gab an, dass ihre Kinder Zugang zum Internet hätten.

Mindestens die Hälfte der Eltern gab an, dass sie mit ihren Kindern deren Online-Aktivitäten besprechen würde. Ferner würden sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, wie zum Beispiel ihren Kindern nicht zu erlauben, persönliche Informationen online weiter zu geben (92%) oder mit Leuten zu sprechen, die sie nicht kennen (83%).

59% der Eltern erklärten, dass sie Filter- oder Überwachungssoftware einsetzen würden. Eltern, die keine Filterprogramme verwenden, sagten, dass sie ihren Kindern vertrauen würden (64%) oder nicht wüssten wie sie darauf zugreifen oder wie sie diese verwenden sollten (14%). Die kürzlich von der Kommission veröffentlichte SIP-Vergleichsstudie über Filterprogramme zeigt, dass allgemeine Programme über die letzten drei Jahre verbessert wurden und leichter installiert werden können.

Für nähere Informationen zum neuen Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ 2009-2013 siehe: IP/08/310, MEMO/08/322 und IP/08/1571

Für weitere Angaben zum laufenden Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ 2005-2008 siehe: IP/06/1512 und IP/08/207

Die neue Eurobarometer-Umfrage „Auf dem Weg zu einer sichereren Nutzung des Internets für Kinder in der EU – aus dem Blickwinkel der Eltern" ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/eurobarometer/

Mehr zum sozialen Netzwerken:

MEMO/08/587

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/programme/index_en.htm

Anhang

Eurobarometer-Umfrage „Auf dem Weg zu einer sichereren Nutzung des Internets für Kinder in der EU – aus dem Blickwinkel der Eltern"

Internet-Nutzung der Kinder

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

Mobiltelefon-Nutzung

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

Besorgnisse der Eltern

über Online-Risiken

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

Strategien zur Überwachung der Internet-Nutzung der Kinder

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]


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