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IP/08/1808

Brüssel, 2. Dezember 2008

EU-Kommission leistet Hilfe zur Bekämpfung der Cholera in Simbabwe

Die Europäische Kommission stellt angesichts der grassierenden Cholera-Epidemie in Simbabwe Mittel zur Behandlung der Betroffenen und zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung bereit. Im Rahmen ihres humanitären Globalplans für Simbabwe (IP/08/1404) stellt die Kommission in Simbabwe tätigen UN-Organisationen und Partner-NRO mehr als 9 Mio. EUR für die Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Hygienesituation sowie für die Lieferung der wichtigsten Medikamente und sonstige Maßnahmen zur Verfügung.

Der EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Louis Michel, erklärte: „Ich bin tief besogt über die Verschärfung der humanitären Krise in Simbabwe und rufe die Behörden vor Ort auf, rasch auf den Ausbruch der Cholera zu reagieren und den internationalen Hilfsorganisationen und regionalen Partnereinrichtungen uneingeschränkten Zugang zu ermöglichen. Cholera ist eine Armutskrankheit, die in Simbabwe praktisch ausgelöscht war. Durch sauberes Wasser und Hygiene lässt sich ein Ausbruch verhindern, und wenn es doch dazu kommt, kann die Zahl der Todesopfer durch entsprechende medizinische Behandlung sehr gering gehalten werden. Da nach dem Zusammenbruch zahlreicher Gemeindedienste in Simbabwe vor Ort praktisch keine Kapazitäten zur Behandlung der Epidemie mehr bestehen, sind die Menschen auf Hilfe von außen angewiesen. Das Schlimmste kann noch verhindert werden, und wir wollen alles tun, um Menschenleben zu retten und das Leid zu lindern.“

Die Cholera ist in fast allen Regionen Simbabwes ausgebrochen, auch in den Grenzregionen zu Südafrika, Botsuana und Mosambik. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich seit August dieses Jahres 11 700 Menschen in Simbabwe infiziert, 473 von ihnen fielen der Krankheit zum Opfer.

Im Jahr 2007 stellte die Europäische Kommission über internationale Partner wie UN-Organisationen 90,9 Mio. EUR für humanitäre und grundlegende Entwicklungshilfe bereit. Die Europäische Kommission ist der größte Geber von Entwicklungshilfe für Simbabwe. Seit 2002 hat sie mehr als 500 Mio. EUR an Direkthilfen bereitgestellt.


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