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IP/08/1751
Brüssel, den 20. November 2008
Die Kommission setzt das sogenannte „Vierte Aktionsprogram für Chancengleichheit von Frauen und Männern“ seit 2004 um:
Um die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu fördern, wurde 2005 ein Mechanismus eingeführt, der gewährleisten soll, dass Beschäftigte im Mutterschaftsurlaub oder im Elternurlaub sowie teilzeitarbeitende Beschäftigte angemessen ersetzt werden. Außerdem gelten seit 2007 flexible Arbeitszeitregelungen und Telearbeitsregelungen. Ferner werden einschlägige Seminare, Coachingmaßnahmen und Schulungen durchgeführt.
Dennoch sind die Frauen in der Funktionsgruppe Administration noch immer unterrepräsentiert, insbesondere in Führungspositionen (18,5 % Frauen in höheren Führungspositionen, 20,4 % in mittleren Führungspositionen und 38,4 % auf nichtleitenden Stellen der Funktionsgruppe Administration im Jahr 2007 gegenüber 12,8 %, 18,3 % bzw. 32,5 % im Jahr 2004). Dies und die geringe Zahl von Bewerbungen von Frauen um Führungspositionen, der nur langsame Wandel der Mentalitäten, die Kultur langer Arbeitszeiten und die Schwierigkeit, abwesendes Personal angemessen zu ersetzen, sind die Hauptfragen, die auch in Zukunft die Kommission beschäftigen werden.
Um der Unterrepräsentiertheit von Frauen zu begegnen und die positiven Ergebnisse der verbindlichen Maßnahmen aufrecht zu erhalten, wird die Kommission die Anwendung dieser Maßnahmen streng kontrollieren; außerdem wird sie versuchen, geschlechtsspezifische Voreingenommenheiten bei den Auswahlverfahren abzubauen. Dabei wird sie sich auf eine Studie des Amts für Personalauswahl der Europäischen Gemeinschaften (EPSO) stützen. Schließlich werden derzeit drei Maßnahmenbereiche auf den Prüfstand gestellt: die Politik für den Ersatz abwesenden Personals, die Politik flexibler Arbeitszeitregelungen und die Telearbeitspolitik. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2009 vorliegen.