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IP/08/1714

Straßburg / Brüssel, 15.Nnovember 2008

EU-Journalistenpreis für Entwicklungspolitik 2008 an Larisse HOUSSOU aus Benin

Bei der feierlichen Verleihung des Lorenzo-Natali-Preises 2008 im Rahmen der „Europäischen Entwicklungstage“ in Straßburg wurden insgesamt 17 Journalisten ausgezeichnet. Sie waren unter mehr als 1500 Bewerbern aus über 150 Ländern ausgewählt worden. Vergeben wurden neben dem „Großen Preis Lorenzo Natali“ jeweils erste Preise für fünf Regionen sowie ein Sonderpreis für Fernseh- und für Radioreportagen. Der „Große Preis Lorenzo Natali" ging dieses Jahr an den Journalisten Larisse Houssou für seinen Artikel über Kindersoldaten in Darfur „Abrichtung zum Killer..." verliehen.

EU-Kommissar Louis Michel überreichte den Preis mit den Worten: "Engagierter Journalismus geht mit Gefahren einher, weil er einem Ideal verpflichtet ist: der Meinungsfreiheit. Journalistisches Engagement für Menschenrechte, Demokratie und Entwicklung beweist, dass in der heutigen Welt die Ideale der Aufklärung noch immer lebendig sind. Mit dem Natali-Preis werden Journalisten geehrt, die herausragende Leistungen für die Gesellschaft, die Demokratie und die Grundrechte erbracht haben. Journalismus dient der Erziehung zum mündigen Bürger. Ohne lebendigen und unabhängigen Journalismus ist Demokratie nur eine Illusion. Mit dem Großen Preis Lorenzo Natali 2008 möchte ich heute einen Journalisten ehren, der uns zeigt, dass in Afrika viele Talente beheimatet sind, und herausragendem Journalismus einen Namen geben: Larisse Houssou ".

Ausgezeichnet wurde Larisse Houssou (Erster Preis für die Region Afrika) für seinen Artikel "Darfour: "Abrichtung zum Killer"..." , der in der französischen Zeitung „Le Progrès“ erschienen ist und in dem Houssou die Tragödie der Kindersoldaten in Darfur schildert.

Die Artikel der anderen Preisträger waren u.a. folgenden Themen gewidmet:

  • die Folgen des Klimawandels für die Bevölkerung in Indien;l
  • häusliche Gewalt gegen Frauen in Chile;
  • Kinder – Opfer des Krieges auf dem Balkan;
  • Engagierter Rundfunk: Information der Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo;
  • Arbeitsbedingungen von Migranten im Libanon;
  • Unabhängigkeit und Schutz des Justizsystems der Philippinen;
  • Übergriffe der Polizei in Brasilien;
  • Kinder im Krieg: die Konflikte im Amazonasbecken und in Sierra Leone;
  • Folter in Uganda;
  • Schulverbot in Algerien.

Die Preisträger :

Grand Prix : Larisse Houssou (Benin) 

„Darfur: Abrichtung zum Killer...“ – Le Progrès

Bericht über Kindersoldaten in Darfur

Afrika

1. Preis : Larisse Houssou (Bénin)

„Darfur: Abrichtung zum Killer...“ - Le Progrès

Bericht über Kindersoldaten in Darfur

2.Preis : Julie Laurenz (Südafrika) 

„Heimliche Abtreibungen"– Carteblanche.co za

Bericht über heimliche Abtreibungen in Südafrika.

3.Preis: John Njoroge (Uganda)

Folter in Flüchtlingslagern – The Independant Magazine

Bericht über Fälle von Folter in Uganda

Lateinamerika und Karibik

1. Preis: Raphael Gomide (Brasilien)

Verdeckte Recherche: Innenansicht der Polizei – Folha de San Paulo

Bericht über Polizeiwillkür in Rio.

2. Preis: Maria Paz Cuevas Silva (Chile)

Frauenmorde: Bericht einer Überlebenden – Revista Paila

Bericht einer Frau, die dem Feminizid in Chile entkommen ist

3. Preis: Edgar Cherubini Lecuna (Venezuela) 

Kinder des Krieges - Analitica.com

Bericht über Kinder und Jugendliche die von bewaffneten Streitkräften in Kolumbien zwangsrekrutiert werden

Asien und Pazifik

1. Preis: Rufo Aries (Philippinen) 

Ruf nach Gerechtigkeit - Newsbreak

Bericht über die Ermordung von philippinischen Richtern

2. Preis: Raghu Karnad (Indien) 

Luft, Wasser, Erde – das Sündenregister der Mächtigen - Tehelka Magazine

Bericht über Demonstrationen von Überlebenden des Giftgasunglücks in Bhopal

3. Preis: Thomas George (Indien)

Vom Meer vertrieben - Malayala Manorama

Bericht über die Fischer von Kérala (Indien) und den Verlust der Existenzgrundlage

Europa

1. Preis: Angela Robson (Vereinigtes Königreich) 

‘Auch Kindersoldaten sind Kinder’: Versöhnung vor Rache - Le Monde diplomatique

Bericht über Kindersoldaten in Sierra Leone

2. Preis: Pierre Guyot (Frankreich) 

Radio Okapi, ein Radio für das Leben

Bericht über den Nachrichtensender in der Demokratischen Republik Kongo

3. Preis: Mirjana Raquela (Tschechische Republik) 

Kindersoldaten: Manipulation ohne Grenzen - Radio Free Europe

Kindersoldaten als Opfer des Krieges auf dem Balkan

Maghreb und Naher Osten

1. Preis: Nassima Oulebsir (Algerien)

Schulverbot - Le Jeune Indépendant

Bericht über Kinder in Algerien, die vom Schulbesuch ausgeschlossen sind

2. Preis: Mehdi Sekkouri Alaoui (Marokko) 

Der Sniper von Targuist - Telquel Magazine

Bericht über die Aufdeckung der Polizeikorruption an einer Straßensperre im Marokko durch das Video eines "Snipers" im Internet

3. Preis: Anne-Marie Jazzar-El Hage (Libanon)

Schwierigkeiten afrikanischer Hausangestellte - L'Orient-Le Jour

Bericht über die Ausbeutung von Hausangestellten im Libanon

Sonderpreis Fernsehen: Brigit Virnich (Deutschland) 

Massenvergewaltigung als Kriegswaffe im Osten des Kongos - Westdeutscher Rundfunk

Bericht über Massenvergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo

Sonderpreis Radio : Hyre Tejeci (Kosovo) 

Verstehen Sie mich doch! - Radio Kosova

Bericht über die Probleme vergewaltigter Frauen während des Krieges im Kosovo

Weitere Informationen zu den Preisträgern unter: www.prixnatali2008.eu

Hintergrund :

Mit dem Preis Natali werden seit 1992 an Journalisten aus verschiedenen Ländern der Welt ausgezeichnet (2008 bewarben sich 1500 Journalisten aus 151 Ländern). Dieses Jahr konnten die Bewerber nicht nur Berichte aus den Printmedien und der Online-Presse sondern auch Fernseh- und Radioreportagen einreichen.

Der Natali-Lorenzo-Preis ist fester Bestandteil der Entwicklungspolitik der Europäischen Kommission, für die die Wahrung der Grundfreiheiten, der Meinungsfreiheit, der Demokratie und der Menschenrechte von zentraler Bedeutung ist.

Die Europäische Kommission hat in diesem Jahr bei der Organisation des Lorenzo-Natali-Preises mit einigen international anerkannten Presseverbände zusammengearbeitet:

  • Reporter ohne Grenzen, Preisträger des Sacharow-Preises für geistige Freiheit (2005);
  • Weltverband der Zeitungen, durch den insgesamt über 18 000 Publikationen auf allen fünf Kontinenten vertreten sind .

Die Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Journalisten und Vertretern von NRO zusammensetzt.

Die Medien stellen als Sprachrohr der Zivilgesellschaft und Hauptträger der informellen Bildung eine Art Gegengewicht zur etablierten Macht dar. Aus diesem Grund haben die Europäische Kommission und die Kommission der Afrikanischen Union im September anlässlich eines Forums zum Thema „Medien und Entwicklung“ gemeinsam eine neue Initiative zu diesem Thema eingeleitet(http://Media-dev.eu).

Weitere Informationen unter : www.prixnatali2008.eu

Für TV-Berichterstattung: Ausschnitte der Preisverleihung sowie ein Video News Release über den Preisträger des Grand Prix (weitere Informationen über Europe By Satellite: http://ec.europa.eu/avservices/ebs/schedule.cfm)


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