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Brüssel, den 11. November 2008
"Als Organisation mit großer Personalstärke kann die Kommission mit gutem Beispiel vorangehen und einen entscheidenden Beitrag leisten. Ich bin ermutigt durch die Fortschritte, die wir gemeinsam erzielt haben, um die Umweltauswirkungen unserer täglichen Arbeit zu verringern. Durch die Ausdehnung von EMAS auf die gesamte Kommission können wir unsere Erfahrung nutzen, um unseren ökologischen Fußabdruck in den kommenden Jahren kontinuierlich zu verringern", sagte Siim Kallas, für Verwaltung, Audit und Betrugsbekämpfung zuständiger Vizepräsident der Kommission.
Die Kommission steht seit langem an der Spitze des Kampfes gegen den globalen Klimawandel. Zu ihren Bemühungen gehören seit 1997 das Engagement für die "Grüne Verwaltung" (Green Housekeeping) und 2001 die Annahme der EMAS-Verordnung für öffentliche Verwaltungen. Die Kommission verwendet EMAS unter anspruchsvollen Bedingungen, da sie ein umfangreiches Immobilien-Portfolio sowohl mietet als auch besitzt und manche Gebäude weniger energie-effizient sind als andere. Die Nutzung von 850 000 m2 in mehr als 60 Gebäuden in Brüssel erfordert einen pragmatischen Ansatz. Aus diesem Grund diente EMAS zunächst als Pilotprojekt in bestimmten Schlüsselbereichen wie Gebäudebewirtschaftung, Büroausstattung, IT-Systeme, Personal und Fortbildung. Das Projekt beinhaltete verschiedene Maßnahmen:
Gebäude
Wie bei anderen Organisationen auch haben bei der Kommission die CO2-Emissionen der Gebäude und der Verkehr die größten Auswirkungen auf die Umwelt. Der Wasserverbrauch und das Abfallaufkommen haben ebenfalls erhebliche Umweltauswirkungen. Heute wird EMAS in einem Viertel der Kommissionsgebäude in Brüssel verwendet, was etwa 30 % der gesamten Nutzfläche entspricht. Geplant ist, im Laufe der nächsten vier Jahre alle Gebäude einzutragen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: im Vergleich zu 2005 wurden im Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Kommission, 19 % weniger CO2 erzeugt und 13 % weniger Gas und Strom verbraucht.
Verkehr
In enger Zusammenarbeit mit der Region Brüssel-Hauptstadt hat die Kommission in den letzten Jahren Initiativen zur Förderung der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und anderer nachhaltiger Transportmittel, insbesondere von Fahrrädern, unterstützt. Im März 2006 verabschiedete die Kommission einen Mobilitätsplan für ihre Mitarbeiter in Brüssel für den Zeitraum 2006 bis 2009.
Die neuesten Umfragedaten (Mitte 2008) weisen darauf hin, dass der Anteil der Nutzer von Privatfahrzeugen für den Weg zur Arbeit auf 29 % gesunken ist (von 43 % in 2004), während der Anteil der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel - Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Zug - auf 49 % gestiegen ist (von 38 % in 2004).
Die Kommission verfügt über rund 300 Fahrräder, die Mitarbeiter für Dienstfahrten zwischen den Kommissionsgebäuden nutzen können. Diese Initiative hat auch dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Derzeit radeln rund 8 % des Personals regelmäßig zur Arbeit (gegenüber 5 % in 2004).
Angesichts des internationalen Charakters der Tätigkeit der Kommission ist eine bestimmte Anzahl von Dienstreisen unvermeidlich; gleichwohl werden alle Dienstorte der Kommission zunehmend mit Video- und Telekonferenz-Einrichtungen ausgestattet, die eine kostengünstige und energie-effiziente Alternative zu Dienstreisen darstellen.
Weitere Schritte
EMAS hat sich als das am besten geeignete Instrument zur Verwaltung und Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes bei der Europäischen Kommission erwiesen und wird ab 2009 auf alle Dienststellen der Kommission in Brüssel und Luxemburg ausgeweitet.
Die Kommission arbeitet zusammen mit der Region Brüssel-Hauptstadt an einem neuen Städtebauvorhaben für die Rue de la Loi. Das Viertel soll für Arbeit und Freizeit attraktiver gestaltet werden, wobei der Schwerpunkt auf einem nachhaltigen Verkehrssystem liegt.
http://ec.europa.eu/environment/emas/pdf/es_library/99_environmental_statement_2008_fr.pdf