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Brüssel, den 7. November 2008
Dazu erklärte die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou: „‚Vorbeugen ist besser als heilen’, lautet das Leitprinzip der EU-Strategie im Bereich Tiergesundheit. Wird bei bestimmten Tierkrankheiten einer Verbreitung nicht zuvorgekommen, besteht die Gefahr, dass sie sich auf die menschliche Gesundheit auswirken. Oder, anders ausgedrückt: Wir sind nur gesund, wenn auch die Tiere gesund sind. Sinn und Zweck der erstmals veranstalteten Europäischen Veterinärwoche ist es, in der Öffentlichkeit deutlich herauszustellen, wie wichtig es ist, dass Tierärzte, Landwirte und Reisende einer Verbreitung von Tierkrankheiten vorbeugen.“
Gesunde Tiere für gesunde Menschen
Zum Auftakt der Aktionswoche wird am Montag, dem 10. November, in Brüssel eine hochrangige Konferenz unter dem Titel One Health: Healthy Animals = Healthy People stattfinden. Die Konferenz möchte zum Dialog über erfolgreiche Informationskampagnen und über Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Bereich Tiergesundheit anregen, damit an den Grenzen und in den landwirtschaftlichen Betrieben wirksame Biosicherheitsmaßnahmen angewandt werden. Untersucht werden soll auf der Konferenz, inwiefern strenge Tiergesundheitsstandards sich positiv auf die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen der Verbraucher auswirken. In Paneldiskussionen sollen Themen wie Biosicherheit im landwirtschaftlichen Betrieb, Einfuhrkontrollen und das One Health-Konzept erörtert werden.
Erwartet werden rund 400 Konferenzteilnehmer: Veterinäre, Politiker, Vertreter aus Lehre und Forschung, Wissenschaftler und Delegierte internationaler Organisationen.
Biosicherheit
Biosicherheit lautet das zentrales Thema der Europäischen Veterinärwoche. Reisende, die nicht die nötige Sorgfalt walten lassen, laufen nämlich Gefahr, mit Tiererzeugnissen im Gepäck ungewollt Tierkrankheiten in die EU einzuschleppen. Auf Flug- und Seehäfen und an anderen Grenzkontrollstellen werden Reisende deshalb während der Aktionswoche über Risiken im Zusammenhang mit Tiergesundheit informiert. Eingesetzt werden dabei die unterschiedlichsten Informationsträger, z.B. Poster in 35 Sprachen, die an besonders exponierten Stellen ausgehängt werden, oder Postkarten, Faltblätter und Kofferanhänger mit Informationen in allen EU-Amtssprachen, die an Reisende bei ihrer Ankunft in der EU verteilt werden, sowie ein Videoclip, der ebenfalls in 35 Sprachfassungen vorliegt und an den Grenzkontrollstellen gezeigt wird. Die Kommission wünscht sich, dass auch Fluggesellschaften diesen kurzen Videofilm auf ihren Flügen zeigen.
Eine ganz wichtige Rolle spielen Landwirte und Tierärzte in Sachen Biosicherheit in landwirtschaftlichen Betrieben. Dort nämlich bedeutet Biosicherheit jede Art von Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung bzw. zur Eingrenzung ausgebrochener Tierkrankheiten. Ein weiteres zentrales Anliegen der Europäischen Veterinärwoche ist es, auf die Wichtigkeit präventiver Impfungen hinzuweisen. Für 2009 hat die Europäische Kommmission einen Jahreskalender für Landwirte und Tierärzte gestaltet. Der Kalender, mit 12 Monatsblättern, enthält nützliche Ratschläge zur Biosicherheit. Die Tipps wurden in sämtliche Sprachen der EU übersetzt.
Roadshow
Ganz im Zeichen der Europäischen Veterinärwoche wird auch am kommenden Montag eine Roadshow starten, die bis Juni 2009 unterwegs sein wird. Ein spezieller Info-Truck wird landwirtschaftliche Ausstellungen und Tourismusmessen in der gesamten EU ansteuern, auf Flughäfen halt machen und bei Großveranstaltungen dabei sein. Am Freitag, dem 14. November, wird die Roadshow in Hannover auf der EuroTier 2008, der weltgrößten Fachausstellung für Tierhaltung und –management, Station machen.
Hintergrund
Die von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit der europäischen Tierärztevereinigung FVE (Federation of Veterinarians of Europe) veranstaltete Europäische Veterinärwoche findet erstmals statt. In die Veranstaltung eingebunden sind auch die nationalen Behörden, insbesondere die Veterinär- und Zollverwaltungen der EU-Mitgliedstaaten.
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