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IP/08/1587

Brüssel, den 28. Oktober 2008

Förderung umweltfreundlicher Technologien: Führende EU-Forschungsinstitute starten die Europäische Allianz für Energieforschung

Die EU-Kommissare für Forschung und Energie, Janez Potočnik und Andris Piebalgs, haben heute die Initiative führender Forschungsinstitute in der Europäischen Union begrüßt, eine Europäische Allianz für Energieforschung (EERA) zu gründen. Die Allianz wird die Energieforschungskapazitäten in der EU erweitern und optimieren, indem nationale Einrichtungen von Weltniveau gemeinsam genutzt und nationale und europäische Programme zusammen durchgeführt werden. Die neue Forschungsallianz wird eine Schlüsselrolle im EU-Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) spielen und einen Beitrag zur beschleunigten Entwicklung neuer Technologien mit geringem CO2-Ausstoß leisten, damit die EU auf dem Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft vorankommt.

Der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potočnik sagte hierzu: „Die Entwicklung modernster Energietechnologien erfordert die Zusammenführung des besten Sachverstands und der besten Ressourcen über Ländergrenzen hinweg. Mit der Schaffung der Europäischen Allianz für Energieforschung, die die nationalen und europäischen Energieforschungsprogramme koordinieren wird, machen wir einen großen Schritt nach vorn. Die erstmalige gemeinsame Programmplanung wird es uns ermöglichen, die einzelstaatlichen und europäischen Ressourcen effizienter einzusetzen und im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.“

Der für Energie zuständige Kommissar Andris Piebalgs hob hervor: „Der SET-Plan bietet Europa eine Blaupause für die Entwicklung einer Palette erschwinglicher, umweltfreundlicher, effizienter und emissionsarmer Energietechnologien von Weltklasse. Vor uns liegt die Chance, bei CO2-armen Technologien weltweit die Führung zu übernehmen.“

Die EU steht in den Bereichen Energieversorgungssicherheit, Klimawandel und Wettbewerbsfähigkeit einer dreifachen Herausforderung gegenüber. Diese Herausforderung lässt sich nur meistern, wenn die verfügbaren Ressourcen in größerem Maße genutzt und besser koordiniert werden. Dann können Energietechnologien entwickelt werden, die den Bürgern Europas eine hohe Lebensqualität auch in der Zukunft garantieren, wenn die CO2-Emissionen verringert werden müssen. Alleingänge auf einzelstaatlicher Ebene sind zum Misserfolg verdammt und führen zu Ressourcenverschwendung. Dank der Zusammenarbeit wird Europa auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter das Steuer in der Hand halten können.

Im November 2007 hat die Kommission den Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) auf den Weg gebracht, der der Energieforschung in Europa einen wichtigen Impuls verleiht. Er wird das Forschungspotenzial der maßgebenden europäischen Institute und Universitäten mit dem Engagement der europäischen Industrie und der Mitgliedstaaten zusammenführen.

Entsprechende Maßnahmen werden mit verlässlichen Informationen unterstützt, die durch das Europäische Energietechnologie-Informationssystem (SETIS) der Kommission bereitgestellt werden.

Die Europäische Allianz für Energieforschung stellt den Forschungspfeiler des SET-Plans dar. Durch die Zusammenarbeit der maßgebenden nationalen Forschungsinstitute und Universitäten wird man sich vom heutigen Modell der Zusammenarbeit bei Einzelprojekten lösen können und statt dessen ganze Programme gemeinsam durchführen, die die gesamte Spanne von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Einsatzreife umfassen. Viele wissenschaftliche Disziplinen sind für die Entwicklung von Energietechnologien relevant, von den Ingenieurwissenschaften bis hin zu den Sozialwissenschaften. Die Allianz kann viele verschiedene Disziplinen abdecken und so den dringend erforderlichen fächerübergreifenden Ansatz in der Energieforschung gewährleisten.

Der SET-Plan sieht auch eine Reihe neuer, vorrangiger europäischer Industrie-Initiativen vor, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von Technologien liegt, bei denen eine Zusammenarbeit auf Gemeinschaftsebene den größten Mehrwert bringt. In Vorbereitung befindliche Initiativen konzentrieren sich auf CO2-Abscheidung und -Speicherung, Bioenergie, Wind- und Solarenergie, das intelligente europäische Energienetz und nachhaltige Kernspaltung.

Hintergrund

Derzeitige Mitglieder von EERA:

  • Commissariat à l'Energie Atomique (CEA), Frankreich
  • Centro de Investigaciones Energéticas, Medioambientales y Tecnologicas (CIEMAT), Spanien
  • Centre for Renewable Energy Sources (CRES), Griechenland
  • Energy Research Centre of the Netherlands (ECN), Niederlande
  • Ente per le Nuove Tecnologie, l'Energia e l'Ambiente (ENEA), Italien
  • Forschungszentrum Jülich (FZ Jülich), Deutschland
  • INETI - Instituto Nacional de Engenharia, Tecnologia e Inovação, Portugal
  • Risø DTU National Laboratory for Sustainable Energy, Dänemark
  • Energy Research Centre (ERC), Vereinigtes Königreich
  • Technical Research Centre of Finland (VTT), Finnland
  • European University Association (EUA),
  • European Heads of Research Councils (EUROHORCS)

Weitere Informationen:
Zu EERA: http://www.eera-set.eu.
Zum SET-Plan: IP/07/1750
Näheres ist auch dem MEMO/07/493 und dem SET-Plan zu entnehmen, der unter folgender Internet-Adresse abgerufen werden kann:
http://ec.europa.eu/energy/res/setplan/communication_2007_en.htm;
Im MEMO/07/494 sind Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zu finden.
Sehe auch MEMO/08/657


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