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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Distrigaz durch Eni

Commission Européenne - IP/08/1511   15/10/2008

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IP/08/1511

Brüssel, 15. Oktober 2008

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Distrigaz durch Eni

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des belgischen Gasversorgers Distrigaz durch den italienischen Energiekonzern Eni nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft und genehmigt. Nach Auffassung der Kommission wird der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben durch diese Übernahme nicht erheblich beeinträchtigt.

Eni ist ein integrierter Energiekonzern, der unter anderem Erdgas vermarktet und liefert. Distrigaz ist hauptsächlich in Belgien und Frankreich im Erdgasgeschäft tätig.

Die geplante Übernahme ist eine Folge des Zusammenschlusses von Gaz de France und Suez (siehe IP/06/1558 und MEMO/06/424), den die Kommission nur unter der Bedingung genehmigt hat, dass Gaz de France und Suez die Kapitalbeteiligung von Suez an Distrigaz veräußern.

Die wichtigsten horizontalen Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten von Distrigaz und Eni bestehen bei der Gasversorgung großer und kleiner industrieller Kunden in Frankreich, und zwar in allen fünf Gasregelzonen. Die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen überschneiden sich in geringerem Maße auch bei der Gasversorgung von Händlern und industriellen Großabnehmern in Deutschland und beim Geschäft an den Gashandelsplätzen.

Bei ihrer Untersuchung gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass die geplante Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. In Frankreich wird Eni auch nach der Übernahme von Distrigaz mit Gaz de France, dem nach wie vor bei weitem größten Gasversorger, einen starken Konkurrenten haben. Auf den anderen Märkten, auf denen sich die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen überschneiden, wird die gemeinsame Präsenz begrenzt bleiben. Auch in vertikaler Hinsicht gibt die geplante Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Eni nur einen geringen Teil des Erdgases, das es den Gasversorgern in den EWR-Staaten anbietet, selbst erzeugt.

Weitere Informationen zu dieser Übernahme finden Sie im Internet unter:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m104.html#m_5220


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