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Eurobarometer: Europäer sehr skeptisch gegenüber dem Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung

European Commission - IP/08/1478   09/10/2008

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IP/08/1478

Brüssel, den 9. Oktober 2008

Eurobarometer: Europäer sehr skeptisch gegenüber dem Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung

Eine Eurobarometer-Studie, die heute von der Europäischen Kommission vorgestellt wird, zeigt, dass Europas Bürger das Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung prinzipiell negativ sehen. Mit der Meinungsumfrage sollte die Einstellung der Bürger zu diesem Thema ermittelt werden. Sie zeigt zum Einen, dass eine überwiegende Mehrheit grundsätzlich weiß, worum es geht (acht von zehn Europäern wussten, dass beim Klonen eine „identische Kopie eines bereits vorhandenen Lebewesens” hergestellt wird). Zum Anderen weisen die Umfrageergebnisse darauf hin, dass ein sehr hoher Prozentsatz der Bürger das Klonen von Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung nicht befürwortet. 81 % der Befragten sind der Ansicht, dass die langfristigen Auswirkungen auf die Natur unerforscht sind, während 84 % die Meinung vertreten, dass wir noch nicht genügend Erfahrungswerte hinsichtlich der langfristigen Folgen für Gesundheit und Sicherheit haben, um die Risiken der Verwendung von geklonten Tieren zur Nahrungsmittelproduktion abschätzen zu können.

EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vasiliou erklärte: „Die Studie liefert uns wertvolle Erkenntnisse über die Einstellung der EU-Bürger gegenüber der Verwendung der Klontechnologie zur Nahrungsmittelproduktion. Die Kommission hat nun die Stellungnahmen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der Beratergruppe für ethische Fragen (EGE) sowie die Eurobarometer-Ergebnisse vor sich. Die Kommission wird diese Ergebnisse nun analysieren und in der Folge abwägen, ob Handlungsbedarf besteht und wenn ja, in welcher Form.”

Details der Studie

58 % der Befragten halten das Klonen von Tieren zur Lebensmittelherstellung in keinem Fall für vertretbar. 44 % gaben an, dass es zur Verminderung der Krankheitsanfälligkeit der Tiere angemessen sein könnte, und genau so viele Befragte waren der Auffassung, dass das Klonen zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Tierarten in manchen Fällen sinnvoll sei.

Unter anderem sind fast vier von zehn Befragten (38 %) der Ansicht, dass keiner der ihnen nahegelegten möglichen Vorteile (Gesundheit oder Wirtschaftlichkeit) die Aufzucht geklonter Tiere zur Lebensmittelherstellung rechtfertigen würde. Unter den Teilnehmern der Studie, die mögliche Vorteile durch das Klonen von Tieren sehen, vertraten 54 % die Meinung, dass hiermit möglicherweise weltweite Nahrungsmittelprobleme gelöst werden könnten. Jedoch bezweifeln 54 % bzw. 41% der europäischen Bürger, dass die Aufzucht geklonter Tiere zur Lebensmittelherstellung den Verbrauchern bzw. den Landwirten zu Gute kommen würde.

Der Auffassung, dass die Lebensmittelindustrie letztendlich davon profitieren würde, wenn das Klonen von Tieren zur Lebensmittelherstellung erlaubt würde, sind 86 % der Befragten.

43 % der Bürger schließen den Kauf von Lebensmitteln, die von geklonten Tieren stammen, vollkommen aus. Erzeugnisse von durch natürliche Fortpflanzung gezeugten Nachkommen geklonter Tiere würden 41 % nicht erstehen.

Hintergrund

Das Eurobarometer wurde im Juli 2008 durchgeführt. Für die Umfrage wurden nach dem Zufallsprinzip 25 000 Bürger in den 27 Mitgliedstaaten ausgewählt und befragt.

Im Juli erhielt die Europäische Kommission die wissenschaftliche Erörterung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die Beratergruppe für ethische Fragen (EGE) übermittelte ihre Stellungnahme zum Thema schon früher in diesem Jahr.

Der EFSA-Bericht zeigte insbesondere zunehmende Besorgnis hinsichtlich Gesundheit und Wohlergehen der Tiere auf. Die EGE sprach ethische Bedenken an.

Weitere Informationen sind unter folgender Adresse zu finden:

http://ec.europa.eu/food/food/resources/publications_en.htm


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