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IP/08/1394

Brüssel, den 24. September 2008

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Tagfahrleuchten ab 2011 Pflicht für alle neuen Kraftfahrzeuge

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern, hat die Europäische Kommission beschlossen, die Ausrüstung aller neuen Kraftfahrzeugtypen mit Tagfahrleuchten ab 2011 zur Pflicht zu machen. Das sind spezielle Frontleuchten, die sich automatisch einschalten, wenn der Motor angelassen wird. Sie machen ein Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar und verbrauchen weit weniger Strom als die Hauptscheinwerfer. In Ländern, in denen Tagfahrleuchten bereits vorgeschrieben sind, wurden damit gute Erfahrungen gemacht.

Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen, zuständig für Unternehmens- und Industriepolitik: „Tagfahrlicht macht Pkw, Lkw und Busse besser erkennbar und verbessert damit die Sicherheit im Straßenverkehr. Es trägt dazu bei, die Zahl der Verkehrstoten in Europa zu senken, und lässt den Kraftstoffverbrauch weniger ansteigen als das Abblendlicht.“

Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen verbessert Tagfahrlicht die Sicherheit. Damit ausgestattete Fahrzeuge können von allen Verkehrsteilnehmern, vor allem von ungeschützten wie Fußgängern, Rad- und Motorradfahrern, früher und deutlicher erkannt werden. Die Pflicht zur Ausstattung mit Tagfahrleuchten wurde in der von der Kommission eingesetzten hochrangigen Gruppe CARS 21 (Competitive Automotive Regulatory System for the 21st Century) erörtert, der hochrangige Vertreter der Mitgliedstaaten, der Industrie und nichtstaatlicher Organisationen angehören, und einstimmig gebilligt. Der heute angenommene Vorschlag für eine entsprechende Richtlinie sieht vor, dass ab 7. Februar 2011 alle neuen Pkw- und Transportertypen und 18 Monate später, also ab August 2012, alle neuen Nutzfahrzeugtypen mit Tagfahrleuchten ausgestattet sein müssen.

Das Tagfahrlicht schaltet sich automatisch ein, wenn der Motor angelassen wird. Wenn der Fahrer von Hand das normale Fahrlicht einschaltet, schaltet sich das Tagfahrlicht automatisch aus.

Auch unter dem ökologischen Aspekt sind Tagfahrleuchten sinnvoll. Da sie nur die Erkennbarkeit verbessern und nicht die Fahrbahn ausleuchten sollen, müssen sie nicht so hell sein wie die Hauptscheinwerfer. Sie kommen deshalb mit 25 bis 30 % der Energie aus, die diese verbrauchen, bei der Verwendung von Leuchtdioden (LED) sogar mit nur 10%.

Im November 2007 stimmte die Kommission im Weltforum für die Harmonisierung der Regelungen für Kraftfahrzeuge, einer Einrichtung der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE), für die Annahme einer Regelung für Tagfahrleuchten. Damit nicht voneinander abweichende technische Vorschriften für Kfz entstehen, die für Bürger und Industrie gleichermaßen nachteilig wären, soll mit der vorgeschlagenen Richtlinie die Richtlinie 76/756/EWG an die UN/ECE-Regelung Nr. 48 (IP/08/1061) angepasst werden.

Mehr hierzu im Internet unter

http://ec.europa.eu/enterprise/automotive/safety/index.htm


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