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IP/08/1298

Brüssel, den 8. September 2008

Kommission der Afrikanischen Union und Europäische Kommission lancieren ehrgeizige Energiepartnerschaft EU-Afrika

Heute fanden am Sitz der Kommission der Afrikanischen Union in Addis Abeba (Äthiopien) hochrangige Diskussionen über die Verwirklichung der Energiepartnerschaft EU-Afrika statt. Ziel war es, diese Partnerschaft als Teil der Gemeinsamen Strategie EU-Afrika zu etablieren. Dr. Elham Mahmoud Ahmed Ibrahim, Kommissar der Afrikanischen Union für Infrastruktur und Energie, Louis Michel, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, und Andris Piebalgs, für Energie zuständiger EU-Kommissar, unterzeichneten eine „Gemeinsame Erklärung über die Umsetzung des ersten Aktionsplans der Energiepartnerschaft EU-Afrika“ und vereinbarten Maßnahmen für eine beschleunigte Verwirklichung der Partnerschaft.

In der gemeinsamen Erklärung wurde hervorgehoben, dass die Elektrifizierung in Afrika dringend vorangetrieben werden muss, und vereinbart, so bald wie möglich mit dem Verfahren für die Ausarbeitung eines Elektrizitätsgesamtplans für Afrika zu beginnen. Außerdem wurde vereinbart, das Programm für den Aufbau von Kapazitäten zur Förderung der afrikanischen Strompools und des AFUR[1], das im Rahmen der Energiefazilität[2] finanziert werden wird, detaillierter festzulegen.

Vereinbart wurde ferner Folgendes: Verbesserung der Transparenz, Förderung von Verbindungsleitungen sowohl in Afrika als auch zwischen Afrika und der EU, Ausarbeitung eines Fahrplans für den Beginn und die Umsetzung eines Programms für die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien, Unterstützung der Erstellung von länderbezogenen Umsetzungsplänen und Beteilung von Öl und Gas produzierenden Ländern an der Partnerschaft zur weltweiten Verminderung des Abfackelns von Gas[3] (Global Gas Flaring Reduction Partnership). Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Maßnahmen im Bereich der Energieeffizienz und der Energieeinsparungen unterstrichen.

In der gemeinsamen Erklärung werden die europäischen Länder und die Privatwirtschaft dazu aufgefordert, weitere Mittel für Investitionen in den Energiesektor auf der Angebots- wie auch der Nachfrageseite bereit zu stellen. Die EU teilte mit, dass die Europäische Kommission beabsichtigt, das Energiefazilitätsprogramm mit Mitteln auszustatten und für die Infrastrukturpartnerschaft EU-Afrika und ihren Treuhandfonds im Rahmen des Programms des 10. EEF für die Intra-AKP-Zusammenarbeit sowie in weiteren nationalen und regionalen Programmen zusätzliche Mittel vorzusehen.

Die Kommission der Afrikanischen Union bekräftigte ihre Bereitschaft, weitere Fortschritte bei der Umsetzung des mit 55 Mio. € dotierten Förderprogramms der EU im Zeitraum 2007-2011 zu erzielen, um ihr Fachwissen im Energiesektor zu verbessern, technische Studien in Auftrag zu geben, Sensibilisierungsmaßnahmen durchzuführen und als treibende Kraft für die aktive Beteiligung regionaler und nationaler afrikanischer Energiebehörden und Akteure an der Energiepartnerschaft EU-Afrika zu wirken.

Die „Gemeinsame Erklärung über die Umsetzung des ersten Aktionsplans der Energiepartnerschaft EU-Afrika“ wird am 1. Oktober auf der Brüsseler Sitzung der AU und der EU (Kollegiumsebene) offiziell gebilligt werden.


[1] African Forum for Utility Regulators (Afrikanisches Forum für Regulierer von Versorgungsunternehmen).

[2] Für die Strompools und das AFUR wurde eine technische Hilfe in Höhe von 10 Mio. € vereinbart.

[3] Seit Mai 2008 beteiligt sich die EU finanziell an der Initiative der Weltbank zur Verminderung des Gasabfackelns und ist Mitglied der dazugehörigen Lenkungsgruppe.


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