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IP/08/1159

Brüssel, den 16. Juli 2008

Europäische Gemeinschaft schließt wissenschaftlich-technisches Kooperationsabkommen mit Neuseeland

Die Europäische Gemeinschaft hat heute ein wissenschaftlich-technisches Kooperationsabkommen mit Neuseeland unterzeichnet, womit die Gesamtzahl dieser EG-Abkommen mit Drittländern auf 33 steigt. Dieses internationale Abkommen ersetzt die Verwaltungsvereinbarung der Parteien aus dem Jahr 1991 und soll einer besseren Vorbereitung und Koordinierung der Forschungszusammenarbeit dienen.

EU-Kommissar Potočnik, zuständig für Wissenschaft und Forschung, der das Abkommen gemeinsam mit Frau Pécresse, der französischen Ministerin für Hochschulen und Forschung - im Namen der Europäischen Gemeinschaft - sowie mit dem Botschafter Neuseelands bei der Europäischen Union, S.E. Peter Kennedy, unterzeichnete, äußerte sich hierzu wie folgt: „Die Unterzeichnung dieses Abkommens wird ein neues Kapitel der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit zwischen Neuseeland und der Europäischen Union eröffnen und die internationale Forschungszusammenarbeit stärken."

Trotz der geografischen Entfernung haben neuseeländische Forscher bereits in der Vergangenheit erfolgreich an Forschungstätigkeiten der Forschungsrahmenprogramme der EU teilgenommen. Sie beteiligten sich bisher insbesondere in den Bereichen Lebensmittel-, Agrar- und Biotechnologieforschung.

Dieses Abkommen wird dazu beitragen, dass sich neuseeländische Forscher in Zukunft auch in anderen Forschungsbereichen von gemeinsamem Interesse wie Gesundheit, Umwelt und Informationstechnologien an den Programmen beteiligen werden. Ferner dürfte es auch für europäische Forscher die Teilnahme an Forschungstätigkeiten Neuseelands erleichtern.

Die regelmäßigen Treffen des mit diesem Abkommen eingesetzten Gemischten Ausschusses EG/Neuseeland für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit werden zur Ermittlung von Forschungsprioritäten und –bereichen beitragen, in denen gemeinsame Forschungsanstrengungen für beide Parteien besonderen Nutzen versprechen.

Das Abkommen tritt in Kraft, sobald die Ratifizierungsverfahren beider Parteien abgeschlossen sind, womit zum Jahresende gerechnet wird.

Forschung in Neuseeland

Neuseeland verfügt über ein nach internationalen Standards produktives, leistungsstarkes System für Forschung, Wissenschaft und Technologie. Die neuseeländische Regierung will dieses System ausbauen, so dass es eine bessere Unterstützung und einen stärkeren Antrieb für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und für die Umweltqualität bietet.

Eine zentrale Rolle im Hinblick auf dieses Ziel spielen die neun Crown Research Institutes, acht Universitäten und weitere öffentliche und private Forschungseinrichtungen. 2005 investierte Neuseeland etwa 1,17 % seines BIP für Forschung und Entwicklung (OECD).Neuseeland steht vor der großen Aufgabe, das im Vergleich zu anderen OECD-Ländern relativ niedrige Niveau der Forschungsinvestitionen des neuseeländischen Industriesektors zu erhöhen. Im April 2008 führte die Regierung Steuergutschriften für Forschungsinvestitionen des Privatsektors ein, um die neuseeländischen Unternehmen zu mehr FuE-Investitionen, Innovationen und zur Entwicklung besserer Produkte und Verfahren anzuregen.

Die Forschungsförderung in Neuseeland geschieht über drei Förder- und Investitionseinrichtungen, die für die wettbewerbsorientierte und thematische Förderung zuständig sind: die FRST-Stiftung (Foundation for Research Science & Technology), die vor allem für die Bereitstellung von Mitteln für Wissenschaft und Technologie im öffentlichen Interesse verantwortlich ist, den neuseeländischen Rat für Gesundheitsforschung (Health Research Council of New Zealand – HRC), der für die Verwaltung der Gesundheitsforschung im Dienste der Gesellschaft zuständig ist, und die unabhängige nationale Akademie der Wissenschaften (Royal Society of New Zealand).

Weitere Informationen über die internationale wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit finden Sie unter: www.ec.europa.eu/research/inco


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