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IP/08/1138

Brüssel, 14. Juli 2008

Verbraucher: Damit beim Sonnenschutz alles sonnenklar ist

Die Ferienzeit beginnt, und die Europäische Kommission fordert die Verbraucher bei dieser Gelegenheit auf, auf die neuen, klareren Etikettierungen von Sonnenschutzmitteln zu achten, die in diesem Sommer weite Verbreitung auf dem Markt finden sollten. Die neuen Kennzeichnungen, darunter ein neues UVA-Logo oder -Siegel auf den Flaschen und das Verbot irreführender Ausdrücke wie „Sunblocker“ oder „völliger Schutz“, sind die Reaktion auf eine Empfehlung der Kommission über Sonnenschutzmittel vom September 2006. Die Kommission fordert die Verbraucher jedoch nicht nur auf, nach dem neuen Kennzeichnungssystem Ausschau zu halten, um bei der Wahl der Sonnenschutzmittel für diesen Sommer in Kenntnis der Sachlage entscheiden zu können, sondern erinnert auch daran, dass Sonnenschutzmittel aus mehreren Gründen nur eine von zahlreichen Maßnahmen zum Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne sein sollten. Die Kommission wird die Befolgung der Empfehlung durch die Industrie weiterhin überwachen, um eine volle Umsetzung sicherzustellen.

Meglena Kuneva, EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, erklärte: „Unsere Botschaft an die Verbraucher in diesem Sommer ist sehr klar: Halten Sie nach den neuen Kennzeichnungen Ausschau und wählen Sie in diesem Sommer die Sonnenschutzmittel für sich und Ihre Familie in Kenntnis der Sachlage. Vor allem aber seien Sie sich im Klaren darüber, dass solche Mittel nur eine der zahlreichen Maßnahmen sind, die ein wirksamer Schutz gegen die Sonne erfordert.“ Die für Gesundheit zuständige Kommissarin Androula Vassiliou sagte dazu: „Es gibt schwerwiegende Risiken für die Gesundheit, die mit ungenügendem Sonnenschutz zusammenhängen, beispielsweise Hautkrebs. Die EU-Bürgerinnen und –Bürger müssen sich in vollem Umfang über Nutzen und Wirkung von Sonnenschutzmitteln im Klaren sein, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen können. Vizepräsident Günter Verheugen, zuständig für Unternehmen und Industrie, sagte: „Die neue Brancheninitiative zur sachgemäßen Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln ist ein Beispiel für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Verhalten. Sie zeigt, dass wir nicht immer Gesetze benötigen, um im Verbraucher- und Gesundheitsschutz etwas zu erreichen.“

Verbesserte Etikettierung

Die Anforderungen an die Etikettierung von Sonnenschutzmitteln wurden in einer Empfehlung der Kommission vom September 2006 über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben dargelegt. Im Einzelnen:

  • Angaben wie „Sunblock“ oder „hundertprozentiger Schutz“ sollten nicht mehr verwendet werden. Trotz häufig vorkommender Herstellerangaben wie „Sunblocker“ oder „völliger Schutz“ kann kein Sonnenschutzmittel einen vollständigen Schutz gegen UV-Strahlung bieten.
  • Neben der traditionellen Angabe des LSF (Lichtschutzfaktors) sollten als Leitlinien für die Wahl des geeigneten Sonnenschutzmittels genormte verbale Bezeichnungen („niedriger“, „mittlerer“, „hoher“ und „sehr hoher“ Schutz) verwendet werden.
  • Bessere Kennzeichnung des UVA-Schutzes: UVB-Strahlung ist verantwortlich für den sogenannten Sonnenbrand, UVA-Strahlung sorgt hingegen für vorzeitige Hautalterung und beeinträchtigt das menschliche Immunsystem. Beide Strahlungstypen tragen wesentlich zum Hautkrebsrisiko bei. Der sogenannte Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf den entsprechenden Grad an Sonnenbrand (UVB-Strahlung) und nicht auf ähnliche Wirkungen von UVA-Strahlung. Sonnenschutzmittel, die lediglich Schutz vor UVB-Strahlung bieten, können den Verbraucher in falscher Sicherheit wiegen, da sie die gefährliche UVA-Strahlung an die Haut lassen.
  • Die Industrie führt gerade ein genormtes UVA-Siegel auf ihren Produktetiketten ein, das einen quantifizierten UVA-Mindestschutz angibt; dieser steigt entsprechend dem Lichtschutzfaktor und beruht auf einem genormten Prüfverfahren.

Fakten zur Umsetzung der Empfehlung der Kommission

Colipa (der Verbindungsausschuss der Europäischen Industrieverbände für Parfümerie- und Körperpflegemittel) führte in diesem Jahr eine Umfrage über die Lage zu Beginn der Sommersaison 2008 durch:

  • Drei Viertel der wichtigsten Hersteller (auf die die weitaus meisten Marktanteile entfallen) schätzen, dass zu Beginn des Sommers 2008 die Empfehlung der Kommission bei 70 bis 100 % ihrer in der EU angebotenen Sonnenschutzmittel umgesetzt sein wird.
  • Für alle gilt, dass nahezu 100 % der im Jahr 2008 hergestellten Sonnenschutzmittel, die zu diesem Zeitpunkt in der EU erhältlich sind, der Empfehlung der Kommission entsprechen werden.
  • Eine vergleichbare Studie mit nationalen Colipa-Verbänden ergab eine ähnliche Tendenz bei kleineren Herstellern.
  • Zusammenfassend wird geschätzt, dass alle neu hergestellten Produkte die Kommissionsempfehlung umsetzen werden, dass eine Bewertung der Restbestände vom letzten Jahr jedoch schwierig ist.

Was sollten Verbraucher in diesem Sommer wissen?

Verbraucher sollten nach Produkten Ausschau halten, die nach dem neuen System gekennzeichnet sind, so dass sie bei der Wahl der Sonnenschutzprodukte für diesen Sommer voll informiert sind. Gleichzeitig wird Verbrauchern geraten, Sonnenschutzprodukte nur als eine von vielen Schutzmaßnahmen gegen die Sonne einzusetzen. Sonstige Maßnahmen sind z. B.:

  • Setzen Sie sich in den Stunden der höchsten Strahlenbelastung (normalerweise zwischen 11 und 15 Uhr) nicht übermäßig der Sonne aus.
  • Wenn es nicht möglich ist, die Sonne zu meiden, dann schützen Sie sich durch angemessene Bekleidung; Hüte und Sonnenbrillen können zusätzlichen Schutz bieten.
  • Setzen Sie Säuglinge und Kleinkinder nicht direkt der Sonne aus.
  • Sonnenschutzmittel sollten sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlung schützen.

Tragen Sie Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge auf. Die richtige Anwendung des Mittels ist ebenso wichtig wie die Wahl des Produkts. Um den durch den „Lichtschutzfaktor“ angegebenen Schutz zu erreichen, muss eine Menge von 2mg/cm² aufgetragen werden. Dies entspricht etwa 36 Gramm (6 Teelöffel) Sonnencreme für den Körper eines Erwachsenen. Zurzeit tragen die Verbraucher in der Regel nur etwa die Hälfte dieser Menge auf. Nach dem Schwimmen oder Abtrocknen ist diese Menge erneut aufzutragen, um den Schutz zu erhalten. Die Piktogramme in der beiliegenden Mitteilung sollen an diese und andere Fakten und Zahlen erinnern. http://ec.europa.eu/consumers/citizen/my_holidays/sunscreens_en.htm

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