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IP/08/1094
Brüssel, 3. Juli 2008
Die Kommission schlägt eine Agenda für die Zusammenarbeit in drei Bereichen vor:
Die Schulbildung gilt zunehmend als Schlüsselbereich für Verbesserungen, die erforderlich sind, damit die Mitgliedstaaten die Ziele der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung erreichen. Jedoch waren die Fortschritte mit Blick auf die Benchmarks für die Verbesserung der Lernkompetenz, die Verringerung des Schulabbruchs und die Steigerung der Bildungsbeteiligung bisher enttäuschend.
„Unsere Schulsysteme müssen angepasst werden, damit sie junge Menschen mit neuen Kompetenzen für neue Arbeitsplätze ausstatten können“, erklärte Kommissar Ján Figel’, „denn wir müssen unsere Jugendlichen auf Arbeitsplätze vorbereiten, die es vielleicht noch nicht einmal gibt. Darüber hinaus“, fügte er hinzu, „wirkt sich ihr Abschneiden in der Schule tatsächlich auf die Möglichkeiten aus, die sie später im Leben haben, weshalb wir einige Ungleichheiten beseitigen müssen, um unsere Schulsysteme effizienter und effektiver zu machen. Wir ermutigen die Mitgliedstaaten, zusammen darauf hinzuarbeiten.“
Zum Abbau von Benachteiligungen können die Schulsysteme unter anderem dadurch beitragen, dass sie den Zugang zur Vorschulerziehung verbessern. Auch muss sichergestellt werden, dass es den Schulen gelingt, den jungen Menschen die nötigen Grundkenntnisse zu vermitteln. Derzeit werden 24,1 % der Jugendlichen (17,6 % der Mädchen; 30,4 % der Jungen) als leseschwach eingestuft. Hier könnten stärker individualisierte Lernansätze und ein kreativerer Einsatz von Beurteilungsverfahren Abhilfe schaffen. Die Kommission schlägt eine Steigerung der Qualität der Schulbildung durch eine umfassendere Selbstevaluierung der Schulen und eine bessere Ausbildung des Schulpersonals vor.
Die Mitteilung ist Teil des am 2. Juli 2008 angenommenen Maßnahmenpakets von Präsident Barroso, durch das Zugangsmöglichkeiten, Chancen und Solidarität aller EU-Bürger verstärkt werden sollen (IP/08/1070).
Die Mitteilung wird ergänzt durch ein Arbeitsdokument der Kommissionsstellen, das die neuesten Forschungsergebnisse und Statistiken sowie eine Zusammenfassung der Reaktionen auf die Konsultation der Öffentlichkeit zum Thema „Schulen für das 21. Jahrhundert“ enthält.
Die Mitgliedstaaten arbeiten im Rahmen des Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ bereits zusammen an einem Austausch bewährter Verfahren für einige Bildungs- und Berufsbildungsaspekte.
Weitere Informationen:
MEMO/08/476, „Bessere Kompetenzen für das 21. Jahrhundert: eine Agenda für die europäische Zusammenarbeit im Schulwesen – Häufig gestellte Fragen".