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Wie sollten unsere Schulen im 21. Jahrhundert aussehen?

European Commission - IP/08/1094   03/07/2008

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IP/08/1094

Brüssel, 3. Juli 2008

Wie sollten unsere Schulen im 21. Jahrhundert aussehen?

Die Europäische Kommission möchte, dass die Mitgliedstaaten stärker zusammenarbeiten, um so die Schulsysteme besser auf die Bedürfnisse von Schülern und Arbeitgebern im wissensbasierten Europa der Zukunft abzustimmen. In der heute vorgelegten Mitteilung der Kommission „Bessere Kompetenzen für das 21. Jahrhundert: eine Agenda für die europäische Zusammenarbeit im Schulwesen“ heißt es, dass – mitunter radikale – Veränderungen vorgenommen werden müssen, damit Europas Schulen jungen Menschen das volle Rüstzeug für das Leben in diesem Jahrhundert mitgeben können.

Die Kommission schlägt eine Agenda für die Zusammenarbeit in drei Bereichen vor:

  • Hauptsächlich sollen allen Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen vermittelt werden, die sie für das Leben benötigen. Dazu gehört: Verbesserung der Lese- und Rechenkompetenz, Erweiterung der Lernkompetenz und entsprechende Modernisierung von Lehrplänen, Lernmaterialien, Lehrerausbildung und Beurteilungsverfahren;
  • Verpflichtung zur Bereitstellung eines hochwertigen Lernangebots für alle Schülerinnen und Schüler. Dazu gehört: Ausweitung des Zugangs zur Vorschulerziehung auf alle Kinder, Förderung der Gerechtigkeit in den Schulsystemen, Verringerung des Schulabbruchs und Verstärkung der Unterstützung an Regelschulen für Schüler mit besonderen Bedürfnissen;
  • Steigerung der Qualität von Lehrkräften und Schulpersonal. Dazu gehört: Ausweitung und Verbesserung der Lehrerbildung, wirksamere Einstellungsverfahren für Lehrkräfte und Unterstützung der Schulleiter dabei, ihre Tätigkeit stärker auf die Lernerfolge der Schüler auszurichten.

Die Schulbildung gilt zunehmend als Schlüsselbereich für Verbesserungen, die erforderlich sind, damit die Mitgliedstaaten die Ziele der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung erreichen. Jedoch waren die Fortschritte mit Blick auf die Benchmarks für die Verbesserung der Lernkompetenz, die Verringerung des Schulabbruchs und die Steigerung der Bildungsbeteiligung bisher enttäuschend.

„Unsere Schulsysteme müssen angepasst werden, damit sie junge Menschen mit neuen Kompetenzen für neue Arbeitsplätze ausstatten können“, erklärte Kommissar Ján Figel’, „denn wir müssen unsere Jugendlichen auf Arbeitsplätze vorbereiten, die es vielleicht noch nicht einmal gibt. Darüber hinaus“, fügte er hinzu, „wirkt sich ihr Abschneiden in der Schule tatsächlich auf die Möglichkeiten aus, die sie später im Leben haben, weshalb wir einige Ungleichheiten beseitigen müssen, um unsere Schulsysteme effizienter und effektiver zu machen. Wir ermutigen die Mitgliedstaaten, zusammen darauf hinzuarbeiten.

Zum Abbau von Benachteiligungen können die Schulsysteme unter anderem dadurch beitragen, dass sie den Zugang zur Vorschulerziehung verbessern. Auch muss sichergestellt werden, dass es den Schulen gelingt, den jungen Menschen die nötigen Grundkenntnisse zu vermitteln. Derzeit werden 24,1 % der Jugendlichen (17,6 % der Mädchen; 30,4 % der Jungen) als leseschwach eingestuft. Hier könnten stärker individualisierte Lernansätze und ein kreativerer Einsatz von Beurteilungsverfahren Abhilfe schaffen. Die Kommission schlägt eine Steigerung der Qualität der Schulbildung durch eine umfassendere Selbstevaluierung der Schulen und eine bessere Ausbildung des Schulpersonals vor.

Die Mitteilung ist Teil des am 2. Juli 2008 angenommenen Maßnahmenpakets von Präsident Barroso, durch das Zugangsmöglichkeiten, Chancen und Solidarität aller EU-Bürger verstärkt werden sollen (IP/08/1070).

Die Mitteilung wird ergänzt durch ein Arbeitsdokument der Kommissionsstellen, das die neuesten Forschungsergebnisse und Statistiken sowie eine Zusammenfassung der Reaktionen auf die Konsultation der Öffentlichkeit zum Thema „Schulen für das 21. Jahrhundert“ enthält.

Die Mitgliedstaaten arbeiten im Rahmen des Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ bereits zusammen an einem Austausch bewährter Verfahren für einige Bildungs- und Berufsbildungsaspekte.

Weitere Informationen:

MEMO/08/476, „Bessere Kompetenzen für das 21. Jahrhundert: eine Agenda für die europäische Zusammenarbeit im Schulwesen – Häufig gestellte Fragen".

http://ec.europa.eu/education/news/news492_en.htm

http://ec.europa.eu/education/index_en.htm


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