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GALILEO: Ausschreibung der ersten Konstellation europäischer Navigationssatelliten

European Commission - IP/08/1068   01/07/2008

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IP/08/1068

Brüssel, den 1. Juli 2008

GALILEO: Ausschreibung der ersten Konstellation europäischer Navigationssatelliten

Die Europäische Kommission und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben heute mit der Ausschreibung der ersten vollständigen Konstellation des europäischen Satellitennavigationssystems begonnen. Insgesamt werden 30 anwendungsspezifische Navigationssatelliten in den Weltraum gebracht und von einer bodengestützten, den gesamten Globus umspannenden Infrastruktur aus überwacht, deren wichtigste Kontrollzentren sich in Europa befinden werden.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission Antonio Tajani erklärte: „Mit dem Beginn dieser Ausschreibung bereiten wir GALILEO für eine neue Ära vor, in der jeder Bürger und jedes Unternehmen in Europa von der Raumfahrttechnik real profitieren wird. Mit GALILEO erwirbt die Europäische Union ein hochmodernes Satellitennavigationssystem, das im gesamten Verkehrssektor die wirtschaftliche Effizienz steigern, Engpässe abbauen und den Energieverbrauch verringern wird. Dies bringt Impulse für Wachstum und Beschäftigung und hilft im Kampf gegen den Klimawandel. Auch das tägliche Leben gestaltet sich dadurch sicherer und einfacher.“

Das übergeordnete Ziel des GALILEO-Programms besteht darin, bis 2013 ein europäisches Satellitennavigationssystem mit einem Angebot von insgesamt fünf Navigationsdiensten (offener Dienst, sicherheitskritischer Dienst, kommerzieller Dienst, öffentlicher regulierter Dienst sowie Such- und Rettungsdienst) zu errichten.

Das Europäische Parlament und der Rat haben für die europäischen Satellitennavigationsprogramme EGNOS und GALILEO für den Zeitraum 2007-2013 3,4 Mrd. € bereitgestellt und eine Vereinbarung für die Programmlenkung getroffen. Dieser überarbeitete Rahmen sieht die Erreichung der vollen Betriebsfähigkeit von GALILEO im Wege öffentlicher Ausschreibungen vor, die ausschließlich aus dem EU-Haushalt finanziert werden.

In der entsprechenden Bekanntmachung, die heute im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wird, sind die Aufträge in sechs Arbeitspakete aufgeteilt: Systemplanung, Bodeneinrichtungen, Kontrollsystem, Weltraumsegment (Satelliten), Startdienstleistungen und Betrieb. Die Ausschreibung ergänzt den Vertrag über die Validierung in der Umlaufbahn, der von der ESA für die ersten vier Satelliten und die dazugehörige Infrastruktur geschlossen wurde.

Die Beschaffung der GALILEO-Infrastruktur ist ausgesprochen kompliziert und mit zahlreichen technischen und sensiblen Aspekten behaftet. Als anzuwendendes Beschaffungsverfahren haben die Europäische Kommission und die ESA deshalb den „wettbewerblichen Dialog“ gemäß den Durchführungsbestimmungen zur EG-Haushaltsordnung gewählt. Dieses Verfahren wird entsprechend den politischen Weisungen des Rates und des Europäischen Parlaments durchgeführt, wie es in der demnächst in Kraft tretenden GNSS-Durchführungsverordnung beschrieben ist.

In der ersten Phase des Verfahrens können interessierte Unternehmen bei der ESA ihre Teilnahme beantragen und auf der Grundlage zuvor festgelegter Auswahl- und Ausschlusskriterien in die engere Wahl gelangen. Die ausgewählten Teilnehmer werden anschließend zum Dialog eingeladen, der den offiziellen Beginn der zweiten Ausschreibungsphase markiert. Der wettbewerbliche Dialog wird von der Europäischen Weltraumorganisation organisiert und geleitet, die als Beschaffungsbeauftragte agiert und eng mit der Europäischen Kommission als Vergabebehörde zusammenarbeitet.

An der GALILEO-Ausschreibung interessierte Organisationen finden nähere Angaben sowie ein Informationspaket auf der Internetseite der ESA: http://emits.esa.int

Allgemeine Informationen über GALILEO im Internet unter:

http://ec.europa.eu/dgs/energy_transport/galileo/index_de.htm

http://www.esa.int/export/esaSA/navigation.html


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