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IP/07/878

Brüssel, den 24. Juni 2007

Vogelgrippe H5N1 bei wilden Schwänen in Deutschland bestätigt: Behörden treffen Vorkehrungen

Die deutschen Behörden haben der Kommission mitgeteilt, dass sich bei Labortests im Regionallabor in Bayern und im nationalen Referenzlabor für Vogelgrippe auf der Insel Riems die Infektion mit dem hoch pathogenen Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 bei zwei in Nürnberg tot aufgefundenen Schwänen bestätigt hat.

Die deutschen Behörden wenden die Vorsorgemaßnahmen gemäß der Entscheidung 2006/563/EG der Kommission mit Maßnahmen zum Schutz gegen die hoch pathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln in der Gemeinschaft an. Die Entscheidung legt fest, welche Maßnahmen in allen EU-Mitgliedstaaten durchzuführen sind, in denen ein Verdachtsfall oder ein bestätigter Fall der hoch pathogenen Vogelgrippe vom Typ H5N1 bei Wildvögeln auftritt.

Die Maßnahmen bestehen in der Abgrenzung von Kontroll- und Beobachtungszonen im Umkreis des diagnostizierten Falls. Diese Abgrenzung berücksichtigt die geografischen, ökologischen und epidemiologischen Gegebenheiten des betroffenen Gebiets. In der Kontrollzone müssen die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben verschärft werden, das Jagen von Wildvögeln ist verboten, die Geflügelhalter müssen stärker sensibilisiert werden, Geflügel darf nur direkt zum Schlachthof verbracht werden und es ist verboten, Fleisch aus der Kontrollzone zu verbringen, sofern die Erzeugnisse nicht den im EU-Lebensmittelrecht vorgeschriebenen Kontrollen unterzogen worden sind. Diese Maßnahmen sollen die Ausbreitung der Vogelgrippe von Wildvögeln auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel sowie die Kontaminierung von Erzeugnissen vermeiden. Die gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften sehen jedoch auch die Möglichkeit vor, die genannten Maßnahmen an die örtliche Situation anzupassen und auf der Grundlage einer Risikobewertung Ausnahmen zu gewähren.

Das hoch pathogene Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 wurde 2006 bei mehr als 700 Wildvögeln in der EU festgestellt. Die beiden infizierten Schwäne in Bayern sind jedoch die ersten Fälle, die 2007 bei Wildvögeln gemeldet wurden.

Dieses Jahr wurde die Vogelgrippe vom Typ H5N1 in Geflügelhaltungsbetrieben dreier Mitgliedstaaten nachgewiesen: in Ungarn und im Vereinigten Königreich (in insgesamt drei Betrieben Ende Januar/Anfang Februar) und in einem Betrieb in der Tschechischen Republik vor erst zwei Tagen. Betroffen waren bisher nur Gänse und Puten.


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