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Brüssel, den 18. Juni 2007
„Die Zukunft der Luftfahrtindustrie hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren, indem sie Innovationen hervorbringt und ihre Effizienz steigert", betonte Jacques Barrot, „und diese Initiative wird es uns ermöglichen, die Einführung von Technologien und Verfahren zu beschleunigen, die sich unmittelbar auf den Ausstoß von Treibhausgasen auswirken.“
„Anknüpfend an den erfolgreichen Abschluss des Open-Skies-Abkommens belegt diese Initiative aufs Neue, dass die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von einer Zusammenarbeit im Luftfahrtbereich beiderseitigen Nutzen ziehen. Gemeinsam wollen wir einen offenen Luftraum für Flugzeuge, aber nicht für Emissionen“, fügte Jacques Barrot hinzu.
„Die Kommission wirkt darauf hin, dass der Faktor Umwelt für den Luftfahrtsektor von ständiger Bedeutung ist. Unsere Initiative AIRE ist nur ein Teil unser drei Aktionen, mit denen wir die Luftfahrt „grüner“ machen wollen. Sie ergänzt auf diese Weise unseren Vorschlag, die Luftfahrt in das System für den Handel mit Emissionsrechten einzubeziehen, sowie die Initiative „Clean Sky“, die die Kommission letzte Woche ins Leben gerufen hat, um die Entwicklung der nächsten Generation umweltfreundlicher Flugzeuge zu fördern“, schloss der Vizepräsident der Europäischen Kommission.
Die gemeinsame Initiative AIRE (Atlantic Interoperability Initiative to Reduce Emissions) fügt sich in den Rahmen des Protokolls zur Zusammenarbeit ein, das die Europäische Kommission und die amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) unterzeichnet haben, um die beiden großen Programme zur Modernisierung der Flugsicherungsinfrastruktur, SESAR[1] auf europäischer Seite und NEXTGEN[2] auf amerikanischer Seite, zu koordinieren.
AIRE ermöglicht es, die Einführung neuer Technologien und Betriebsverfahren zu beschleunigen, die sich unmittelbar und kurz- bis mittelfristig auf den Ausstoß von Treibhausgasen auswirken. Zu diesen Maßnahmen zählt beispielsweise der „sanfte Anflug“ mit gedrosselter Triebwerksleistung und reduzierten Lärm- und Schadstoffemissionen bei der Landung, der in Stockholm, Louisville und Atlanta erprobt wurde und bei dem der Kraftstoffverbrauch und der Ausstoß von CO2 und NOx erheblich verringert werden konnten
AIRE wird sich auf Test- und Erprobungsreihen stützen, bei denen der gesamte Flug „von Flugsteig zu Flugsteig“ betrachtet wird, um den Umweltnutzen neuer Maßnahmen sowie deren betriebliche und technische Durchführbarkeit beurteilen zu können. Aus diesem Grund haben die Europäische Kommission und die FAA Industriepartner wie die Flugzeughersteller Airbus und Boeing, die Luftfahrtunternehmen Air France-KLM, SAS, Delta und Fedex sowie Flugsicherungsdienstleister wie IAA (Irland), LFV (Schweden) und NAV Portugal eng in die Initiative einbezogen. AIRE ist somit nicht nur eine Vereinbarung zwischen zwei öffentlichen Stellen zur Zusammenarbeit im Interesse der Umwelt, sondern stellt eine echte Partnerschaft zwischen Akteuren im Luftfahrtbereich dar, die den Umweltschutz gemeinsam voranbringen wollen.
Diese Partnerschaft soll in dem Maße schrittweise ausgedehnt werden, wie vorbildliche Praktiken und neue Technologien in Europa und den USA zum Einsatz kommen.
Für die Europäische Kommission liegt der Strategie der nachhaltigen Entwicklung des Luftverkehrs ein kohärenter Ansatz zugrunde, der sich auf drei Pfeiler stützt:
AIRE ist die erste großmaßstäbliche
Initiative im Umweltbereich, die Akteure der Luftfahrt auf beiden Seiten des
Atlantiks zusammenbringt.
Weitere
Informationen:
http://ec.europa.eu/transport/air_portal/traffic_management/sesame/index_en.htm
[1] Single European Sky ATM Research (Forschung im Bereich des Flugverkehrsmanagements im einheitlichen europäischen Luftraum)
[2] Next Generation air transport system (Luftverkehrssystem der nächsten Generation)