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IP/07/778
Brüssel, den 20 Juni 2007

Auswertung bestätigt, dass Verschmutzung durch industrielle Anlagen reduziert werden muss

Wie aus einem heute von der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlichten Bericht hervorgeht, nehmen die Emissionen bestimmter industrieller Schadstoffe in der Europäischen Union weiter zu. Die zweite Auswertung des Europäischen Schadstoffemissionsregisters (European Pollutant Emission Register (EPER)) bestätigt die vorläufigen Ergebnisse des vergangenen Jahres. Der zweite Bericht bietet zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über die Emissionsdaten für industrielle Schadstoffe in 25 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen. Die Auswertung hat ergeben, dass das Aufkommen von etwa zwei Drittel der 50 Wasser- und Luftschadstoffe industriellen Ursprungs zurückgegangen ist. Dazu zählen Stickstoffschadstoffe, die in Wasser abgeleitet werden (-14.5%), verschiedene Arten von Phosphor (-12%) und der Ausstoß von Dioxinen/Furanen (-22.5%) in die Atmosphäre. Andere Schadstoffemissionen zeigen jedoch einen Trend nach oben, so z.B. der Kohlendioxidausstoß, der zwischen 2001 und 2004 um 5,7% zugenommen hat. Im Jahr 2004 waren wichtige Instrumente zur Eindämmung der Kohlendioxidemissionen wie z.B. das Emissionshandelssystem noch nicht operationell.

Der für die Umweltpolitik zuständige Kommissar Stavros Dimas erklärte: "Ich bin sehr positiv überrascht über die Bemühungen der Mitgliedstaaten, ihre Emissionen rechtzeitig zu melden. Dies trägt wesentlich dazu bei, aus der EPER-Auswertung eine wertvolle Analyse der Daten über die industrielle Verschmutzung zu machen, die als wichtiges politisches Werkzeug im Bereich der Vermeidung und Kontrolle der Umweltverschmutzung dienen kann. Der Bericht zeigt jedoch auch, dass die Mitgliedstaaten mehr tun müssen, um die Verschmutzung aus industriellen Quellen zu bekämpfen."

Prof. Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, fügte hinzu: “Das EPER ermöglicht uns, Informationen über die Verschmutzung in der EU aus erster Hand zu analysieren und vorzulegen sowie diese Informationen allen EU-Bürgern zugänglich zu machen. Wir betrachten das EPER als einen Schritt auf dem Weg zu den zukünftigen Europäischen Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregistern, als wichtige Informationsquelle für alle innerhalb des Gemeinsamen Umweltinformationssystems für Europa.”

Erfassung der Emissionen

Das EPER ist ein Register der von großen und mittelgroßen Industrieanlagen ausgestoßenen Emissionen. Es umfasst 50 Schadstoffe in Luft und Wasser. Die Daten im Register stammen aus Anlagen in allen EU-Mitgliedstaaten.

Ziel der Auswertung des EPER ist die Bewertung der Daten des zweiten EPER-Berichts über die EU-weiten Emissionen aus industriellen Anlagen bis zum Jahr 2004. Der Bericht von 2004 enthält zum ersten Mal Daten über industrielle Anlagen in den zehn Mitgliedstaaten, die der Europäischen Union im Jahr 2004 beigetreten sind, und bietet somit ein vollständiges Bild der Emissionen in der EU.

Die EPER-Website ermöglicht es den europäischen Bürgern, ihre eigene Analyse der verschmutzenden Tätigkeiten in einem bestimmten Land oder in der gesamten EU durchzuführen. Das EPER bietet auch Hintergrundinformationen über die im Bericht erwähnten Schadstoffe und ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt

Bessere Datensammlung

Die zunehmende Verwendung elektronischer Hilfsmittel hat die Übermittlung von Daten durch die nationalen Behörden an die Kommission wesentlich vereinfacht und die EUA hat dazu beigetragen, den Datensammlungsprozess verständlicher zu gestalten.

Die im EPER zusammengetragenen Daten sind über eine von der EUA geführte Website zugänglich. Die letzte Auswertung wurde innerhalb eines Monats nach Veröffentlichung auf der Website 70 000 aufgerufen. Nur 40% der Besucher, die den On-line Fragebogen ausgefüllt haben, waren Fachleute, während ein Drittel sich als interessierte Bürger einstufte.

Vorausschau

Das Europäische Schadstofffreisetzungs- und –verbringungsregister (European Pollutant Release and Transfer Register[1] - PRTR) soll das EPER ersetzen und wird 2009 auf der Grundlage der Daten von 2007 veröffentlicht. Das PRTR wird mehr als 91 Schadstoffe aus industriellen Anlagen in 65 verschiedenen Wirtschaftsbereichen sowie die Emissionen aus unterschiedlichen Quellen wie dem Straßenverkehr, dem Hausbrand und der Landwirtschaft abdecken.

Das Europäische Schadstoffemissionsregister:
www.eper.ec.europa.eu


[1] Verordnung (EG) Nr. 166/2006


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