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IP/07/756

Brüssel, 4. Juni 2007

Grünbuch zum städtischen Nahverkehr: Bürger und Interessengruppen erwarten viel von der europäischen Nahverkehrspolitik

Die Konsultationen zur Vorbereitung eines neuen Grünbuchs zum städtischen Nahverkehr wurden heute mit einer großen Konferenz der Interessengruppen unter dem Motto „Auf dem Weg zu einer europäischen Stadtverkehrspolitik“ in Brüssel abgeschlossen. Dazu kamen rund 350 Teilnehmer aus allen Sektoren zusammen, die ein Interesse am städtischen Nahverkehr haben. Hochrangige Vertreter der Städte und der europäischen Organe legten ihre Erwartungen an das Grünbuch dar, kommentierten die Ergebnisse der Konsultationen und erörterten die Vorteile eines gemeinsamen Vorgehens auf europäischer Ebene.

Jacques Barrot, Vizepräsident der Kommission und zuständig für den Bereich Verkehr, wies erneut darauf hin, welche Bedeutung er dem städtischen Nahverkehr beimisst: „Ich bin erfreut über das umfangreiche Feedback, das wir im Laufe der Konsultationen erhalten haben. Diese Informationen werden uns helfen, die Realität der Städte in Europa und die Erwartungen der Bürger besser zu verstehen.“

Das Grünbuch zum städtischen Nahverkehr wurde bei der Halbzeitbilanz zum Verkehrsweißbuch angekündigt. Es gehört zu den 21 strategischen Prioritäten der Kommission für 2007 und wird im kommenden Herbst veröffentlicht. „Es soll ein Grünbuch werden, das die Diskussion voranbringt, weil es die richtigen Fragen stellt. Ich möchte keine Lösungen aufzwingen, sondern sie möglich machen. Das Grünbuch und die entsprechenden Folgemaßnahmen werden die Grundlage einer echten europäischen Nahverkehrspolitik bilden, die die Politiken auf anderen Verwaltungsebenen stärkt, insbesondere in den Städten selbst“, fügte Vizepräsident Barrot hinzu.

Um unterschiedliche Meinungen zum Grünbuch und zum städtischen Nahverkehr ganz allgemein zu sammeln, organisierte die Europäische Kommission zwischen Januar und Juni 2007 eine Internetbefragung, vier technische Workshops und zwei Konferenzen der Interessengruppen.

Im Zuge der Internetbefragung gingen mehr als 900 Antworten von Bürgern und Interessengruppen ein. Zwei Drittel derjenigen, die geantwortet haben, fordern die EU auf, tätig zu werden, um Probleme im städtischen Bereich anzugehen; kritische Punkte sind hier vor allem die Verkehrsüberlastung und die Umweltverschmutzung. In beinahe sieben von zehn Antworten wird die Meinung vertreten, dass Verbesserungen im städtischen Nahverkehr eine Priorität für die Politik der EU sein sollten. Die Konsultation bestätigte darüber hinaus, dass Maßnahmen der EU erforderlich sind, um gemeinsame Lösungen von europäischem Interesse zu entwickeln und durchzusetzen.

Weitre prioritäre Bereiche sind unter anderem der Austausch bester Praktiken, die Förderung von FuE-Maßnahmen und von Initiativen zur Erhöhung der Marktakzeptanz neuer Technologien sowie innovative und intelligente Verkehrslösungen. Sieben von zehn Personen, die geantwortet haben, erwarten von der EU einen Beitrag zur Stärkung der Märkte für die europäische Nahverkehrspolitik. Vier von fünf fordern, dass die Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs sauber und energieeffizient sein sollten.
Weitere Informationen zum Grünbuch und der Konsultation unter:

http://ec.europa.eu/transport/clean/green_paper_urban_transport/index_en.htm


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