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IP/07/703

Brüssel, 24. Mai 2007

„Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“: Kommission veröffentlicht ersten Jahresbericht

Schon in ihrem ersten Jahr 2006 verzeichnete die Initiative der Europäischen Kommission „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ 1400 Teilnehmer aus etwa 100 Ländern, die Workshops zu zahlreichen Themen im Zusammenhang mit den Lebens- und Futtermittelkontrollen in der EU besuchten. Mit diesen Workshops soll gewährleistet werden, dass die amtlichen Kontrollbehörden die Vorschriften der EU für Lebens- und Futtermittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz sowie für Pflanzengesundheit genau verstehen und ordnungsgemäß durchsetzen. Der heute veröffentlichte erste Jahresbericht über „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel” enthält eine ausführliche Übersicht über die im Jahr 2006 durchgeführten Schulungsmaßnahmen. Auch einige Rückmeldungen der Teilnehmer an die Kommission sind aufgeführt. Schließlich wird in dem Bericht das für 2007 vorgesehene Programm vorgestellt und erläutert, wie zukünftige Schulungsprogramme gestaltet sein müssen, um bestmögliche Ergebnisse zu erbringen.

Der für Gesundheit zuständige Kommissar, Markos Kyprianou, sagte dazu: „Das Programm „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ ist ein weiteres Beispiel für konkrete Maßnahmen, die die Kommission ergreift, um zu gewährleisten, dass die Verbraucher in Europa so sicherere Lebensmittel wie nur möglich bekommen. Der Jahresbericht zeigt, dass das erste Jahr dieses Programms arbeitsreich und produktiv war, und ich bin zuversichtlich, dass es sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln und eindrucksvolle Ergebnisse im Bereich der Lebensmittelsicherheit erbringen wird.“

Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel
„Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ ist ein ehrgeiziges Programm, das Beamten in der EU und in Drittländern Schulungen bietet, mit denen überprüft werden kann, ob die Vorschriften der EU für Lebens- und Futtermittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz sowie für Pflanzengesundheit ordnungsgemäß angewendet werden. Durch dieses Schulungsangebot will die Kommission gewährleisten, dass die Kontrollbehörden die EU-Vorschriften in diesen Bereichen vollständig und einheitlich nachvollziehen, so dass Lebens- und Futtermittel, die auf den europäischen Markt kommen, den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Mit dem Programm sollen auch der Austausch von Informationen und die Entwicklung neuer beruflicher Kontakte zwischen den Teilnehmern gefördert werden. Im Jahr 2006 wurden Finanzmittel in Höhe von 4 Millionen EUR für die Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ bereitgestellt.

Fulminanter Start

Im Jahr 2006 fanden im Rahmen der Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ 34 unterschiedliche Schulungsveranstaltungen statt. Das Schulungsangebot in der EU erstreckte sich auf fünf Bereiche, nämlich HACCP[1], Tierschutz in Schlachthöfen oder bei der Bekämpfung von Seuchen, tierische Nebenprodukte, Veterinärkontrollen in Flughafen-Grenzkontrollstellen und Verfahren bei Veterinärkontrollen in Seehafen-Grenzkontrollstellen. Die meisten Teilnehmer dieser Veranstaltungen gehörten EU-Kontrollbehörden an und waren von ihren jeweiligen Mitgliedstaaten ernannt worden. Die Kosten trug die Kommission. Diese Veranstaltungen im Rahmen der Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ dienen hauptsächlich dazu, Mitarbeiter der Kontrollbehörden mit den Einfuhrvorschriften der EU vertraut zu machen und dadurch den Zugang von Produkten aus Drittländern zum EU-Markt zu erleichtern und die Sicherheit von EU-Importen zu gewährleisten.
Einige Teilnehmer kamen jedoch auch aus Kandidatenländern und Drittländern sowie aus dem privaten Sektor. Außerdem wurden 2006 zwei eigens für Drittländer konzipierte Programm durchgeführt, bei denen es um die EU-Normen für Fischereiprodukte sowie für Obst und Gemüse ging. Zudem wurden EU-Experten nach Südostasien entsandt, um die Behörden in den betroffenen Ländern bei der Entwicklung von Strategien zur Eindämmung der hoch pathogenen aviären Influenza zu unterstützen.

Ausblick

2007 wird das Programm „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ auf 62 unterschiedliche Schulungsveranstaltungen mit 12 Themen erweitert. In dem Jahresbericht wird erläutert, wie die Schulungen für 2007 weitgehend auf der Grundlage der Rückmeldungen und Erfahrungen aus dem Vorjahr sowie nach Konsultationen innerhalb der Kommission und mit Vertretern der Mitgliedstaaten konzipiert wurden. Es wurde beschlossen, dass die 2006 veranstalteten Schulungen auch 2007 weiterlaufen sollen. Außerdem wurden fünf neue Schulungsprogramme für 2007 eingeführt. Drei davon finden in der EU statt und behandeln folgende Themen: Zoonosen und die Anwendung mikrobiologischer Kriterien für Lebensmittel, Kontrollen von Materialien, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, sowie Bewertung und Registrierung von Pflanzenschutzmitteln. Zwei weitere neue Schulungsprogramme wurden für Drittländer entwickelt: Fortbildungsmaßnahmen für Laborpersonal der ASEAN-Länder zur Durchführung von Lebensmitteluntersuchungen und Workshops zum Schnellwarnsystem der EU für Lebensmittel und Futtermittel. Für „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“ wurden Mittel in Höhe von 7,5 Millionen EUR für 2007 bewilligt.

Weitere Informationen auf: http://ec.europa.eu/food/training/ann_report2006_en.htm


[1] Hazard Analysis Critical Control Points


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