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Weltnichtrauchertag: Einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage zufolge steigt in Europa die Zustimmung für die Eindämmung des Rauchens

European Commission - IP/07/690   22/05/2007

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IP/07/690

Brüssel, 22. Mai 2007

Weltnichtrauchertag: Einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage zufolge steigt in Europa die Zustimmung für die Eindämmung des Rauchens

Die meisten Europäer befürworten eine Politik zur Eindämmung des Rauchens; dies geht aus einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage hervor, deren Ergebnisse EU-Kommissar Kyprianou im Europäischen Parlament anlässlich des bevorstehenden Welt-Nichtrauchertags am 31. Mai vorstellte. 88 % der Befragten wünschen sich eine rauchfreie Luft in Büroräumen, an geschlossenen Arbeitsplätzen und auf öffentlichen Plätzen; letztes Jahr waren es mit 86 % etwas weniger. Nach der Umfrage hat außerdem jeder dritte Raucher in den letzten 12 Monaten versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Mehr als 70 % haben allerdings spätestens nach zwei Monaten wieder damit angefangen. Kommissar Kyprianou kündigte an, dass die Anti-Tabak-Kampagne der EU, „HELP – Für ein rauchfreies Leben“, am 31. Mai eine E-Mail-Beratung für Raucher einrichtet, die das Rauchen aufgeben wollen. Dem Kommissar und den EP-Abgeordneten wurde in Straßburg auch ein europäisches Jugendmanifest für ein Leben ohne Tabak vorgestellt.

EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou erklärte: „Ich finde es ermutigend, dass in Europa nach wie vor so viele dafür sind, dass am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum nicht geraucht wird. Das bestärkt uns darin, dies bis 2009 in der Union erreichen zu wollen.

Der hohe Tabakkonsum und das Passivrauchen stellen in Europa eine ernste Gesundheitsgefahr dar. Das Rauchen ist jährlich für 650 000 Todesfälle verantwortlich. Weitere 80 000 Menschen sterben durch das Passivrauchen. Die Umfrage macht deutlich, dass die Öffentlichkeit die Eindämmung des Rauchens unterstützt.“

Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums

Die Mehrheit der Europäer befürwortet ferner ein Rauchverbot in Kneipen (62 %) und Restaurants (77 %). Am stärksten ist die Unterstützung solcher Maßnahmen in Ländern, in denen es bereits entsprechende Gesetze gibt, etwa in Irland, Schweden und Italien. Sogar die Raucher selbst sind mehrheitlich für eine rauchfreie Luft in Restaurants, Büros und anderen geschlossenen Arbeitsstätten sowie in geschlossenen öffentlichen Räumen.

Die meisten Befragten (90 %) meinen, in ihrem Land gebe es ein Rauchverbot. 36 % haben allerdings den Eindruck, das Verbot werde nicht eingehalten. In Irland und Schweden geben 91 bzw. 86 % der Befragten an, die bestehenden Gesetze würden befolgt, in Bulgarien und der Slowakei sind dagegen nur 11 bzw. 21 % dieser Ansicht.

Passivrauchen

Ein Drittel aller Befragten mit Arbeitsplätzen in geschlossenen Räumlichkeiten gibt an, dass dort geraucht wird. In dieser Gruppe reicht der Anteil derjenigen, die in einer rauchfreien Umgebung arbeiten, von 96 % in Irland bis 15 % in Griechenland. Sieben von zehn der Befragten, die angeben, täglich mit Rauchern zusammenzuarbeiten, sind in Restaurants und Kneipen beschäftigt.

Im Schnitt wird etwa bei der Hälfte der Europäer zuhause nicht geraucht. In Finnland und Schweden liegt der Anteil bei 83 bzw. 69 %, in Kroatien und Griechenland dagegen bei nur 17 bzw. 26 %. 22 % der Befragten geben an, in ihrem Haus dürfe niemand rauchen, 19 % erlauben das Rauchen außerhalb der Wohnung oder des Hauses, und 8 % erklären, bei ihnen würde drinnen freiwillig nicht geraucht.

Schädlichkeit des Rauchens bekannt

Vier von fünf Europäern sind sich bewusst, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich sein kann. Nur 3 % meinen, dass Zigarettenrauch völlig unbedenklich ist.

Viele Raucher erkennen an, dass beispielsweise Schwangere und Kinder schutzbedürftig sind. So rauchen etwa nur 5 % im Auto, wenn Schwangere mitfahren und 9 %, wenn Kinder dabei sind.

Mit dem Rauchen aufhören

Fast jeder Dritte Raucher in der Union hat in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal versucht, das Rauchen aufzugeben. Im Vereinigten Königreich lag der Anteil mit 46 % am höchsten.

Im Schnitt hielten sieben von zehn Personen weniger als zwei Monate durch. Die meisten Raucher (33 %) machten Stress dafür verantwortlich, dass sie wieder anfingen. Jugendliche sind am ehesten versucht, sich durch rauchende Freunde oder Kollegen verleiten zu lassen (34 %).

Durchschnittlich weniger als zwei von zehn Rauchern haben bei ihrem letzten Versuch ärztlichen Rat eingeholt. Im Vereinigten Königreich haben dies allerdings 41 % getan. Etwa ein Drittel der Befragten gibt an, beim letzten Versuch, das Rauchen aufzugeben, Arzneimittel oder andere Behandlungen in Anspruch genommen zu haben.

Hintergrund

Der Tabakkonsum fordert in der EU jährlich 650 000 Menschenleben, weitere 80 000 Todesfälle gehen auf das Passivrauchen zurück.

Am 31. Januar 2007 genehmigte die Europäische Kommission das Grünbuch „Für ein rauchfreies Europa: Strategieoptionen auf EU-Ebene“ http://ec.europa.eu/health/ph_determinants/life_style/Tobacco/smoke_free_en.htm , mit dem eine breite öffentliche Anhörung darüber stattfinden soll, wie in der Europäischen Union am wirksamsten für rauchfreiere Umgebungen gesorgt werden kann.

Die Betroffenen sind aufgefordert, bis zum 1. Juni 2007 Stellung dazu zu nehmen. Die Kommission wird die Antworten auswerten und in einem Bericht die wichtigsten Erkenntnisse aus der Anhörung zusammenfassen, bevor sie weitere Schritte erwägt.

Zudem arbeitet die Kommission an einem Bericht über die Durchführung der Empfehlung 2003/54/EG des Rates zur Prävention des Rauchens und für Maßnahmen zur gezielteren Eindämmung des Tabakkonsums http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/en/oj/2003/l_022/l_02220030125en00310034.pdf . In diesem Bericht werden auch die einzelstaatlichen Maßnahmen und Vorschriften zur Eindämmung des Tabakkonsums analysiert.

Das Eurobarometer Spezial über Tabak gibt es hier:

http://ec.europa.eu/health/ph_publication/eurobarometers_en.htm


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