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GALILEO am Scheideweg: Umsetzung der europäischen Programme für Satellitennavigation

Commission Européenne - IP/07/675   16/05/2007

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IP/07/675

Brüssel, den 16. Mai 2007

GALILEO am Scheideweg: Umsetzung der europäischen Programme für Satellitennavigation

Die Europäische Kommission hat heute eine Mitteilung über die Fortschritte bei dem Programm GALILEO angenommen. Der Rat der Verkehrsminister und das Europäische Parlament hatten die Ausarbeitung einer solchen Mitteilung gefordert. Die Kommission wird den Fahrplan für GALILEO anpassen müssen, um zu berücksichtigen, dass GALILEO im Jahr 2012 voll einsatzbereit sein soll. Die öffentlich-private Partnerschaft muss neu ausgerichtet werden, um die Inbetriebnahme von GALILEO im Jahr 2012 zu ermöglichen.

„Für Europa ist ein europäisches Satellitennavigationssystem eine wesentliche Voraussetzung, um wichtige Anwendungen betreiben zu können, etwa bei Grenzkontrollen, Verkehrslogistik, Finanzvorgängen oder auch der Überwachung der zentralen Energie- und Kommunikationsinfrastrukturen. Die Kommission wird dafür sorgen, dass dies gelingt,“ erklärte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission, Jacques Barrot. „GALILEO leistet einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaftspolitik und verkörpert die europäischen Ambitionen in der Raumfahrt-, Technologie- und Innovationspolitik," fügte er hinzu.

Die Technologie der satellitengestützten Funknavigation ermöglicht es den Nutzern, ihre Position jederzeit überall auf der Welt bestimmen zu können.

Für GALILEO werden insgesamt 30 Satelliten die Erde in einer Höhe von etwa 24 000 km umkreisen und fünf verschiedene Aufgaben ausführen.

Die Entwicklung der europäischen Programme für eine satellitengestützte Funknavigation GALILEO und EGNOS[1] ist an einem Scheideweg angelangt, und die Politik muss jetzt die praktischen Vorkehrungen der Umsetzung beschließen.

Da die Verhandlungen über den Konzessionsvertrag für Bau und Betrieb der Infrastruktur mit einem privaten Konzessionär ins Stocken geraten sind, ist der termingerechte Abschluss des Projekts gefährdet. Der Rat der Verkehrsminister vom 22. März 2007 hat die Kommission daher aufgefordert, ihm bis zu seinem nächsten Treffen im Juni einen ausführlichen Bericht über den Stand der Verhandlungen mit dem ausgewählten Konsortium sowie Alternativen für eine rasche Fertigstellung der Infrastruktur für den Weltraum vorzulegen. Die Kommission befürchtet, dass der aktuelle Fahrplan, wonach der private Sektor frühzeitig einbezogen werden soll, nicht wie vorgesehen eingehalten werden kann, mit unter Umständen beträchtlichen Mehrkosten für den öffentlichen Sektor. Die Kommission schlägt vor, den Fahrplan anzupassen, um eine bessere Kontrolle über Fristen und Kosten zu haben und den Anbietern von Funknavigationsanwendungen und -diensten verlässlicher angeben zu können, wann GALILEO Signale senden kann. Die Kommission macht deutlich, dass die Planung und Finanzierung der gesamten Basisinfrastruktur durch den öffentlichen Sektor die vorteilhafteste, realistischste und langfristig kostengünstigste Lösung ist. Mit dem Betrieb des Systems wird dagegen ein privater Konzessionär beauftragt.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf, die politischen, finanziellen und das Programmmanagement betreffenden Entscheidungen zu treffen, damit das Programm möglichst rasch abgeschlossen und den Bedürfnissen des Marktes für Satellitennavigation entsprochen werden kann.

Die Einsatzmöglichkeiten der Satellitennavigation für den Alltag reichen von der Fahrzeugortung und -führung über verschiedene gewerbliche Anwendungen (beispielsweise im Bankensektor, in der Geologie, bei öffentlichen Bauvorhaben, im Energiebereich usw.) bis hin zur Verkehrssicherheit. Die Satellitennavigation erobert immer mehr Bereiche der Gesellschaft, so dass man das Galileo-Programm fast schon „bürgernah“ nennen könnte.

Weitere Informationen zu GALILEO im Internet:

http://ec.europa.eu/dgs/energy_transport/galileo/index_de.htm

http://www.esa.int/export/esaSA/navigation.html


[1] EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service, geostationärer europäischer Ergänzungsdienst für Navigation) bietet bereits jetzt ähnliche Dienste wie GALILEO, vor allem durch Senden eines Kontrollsignals. Allerdings ist EGNOS auf das GPS-System angewiesen.


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