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Start des Programms für lebenslanges Lernen: Auftaktveranstaltung in Berlin

European Commission - IP/07/608   04/05/2007

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IP/07/608

Brüssel, den 4. Mai 2007

Start des Programms für lebenslanges Lernen: Auftaktveranstaltung in Berlin

Am 6. und 7. Mai wird auf einer vom deutschen EU-Ratsvorsitz veranstalteten zweitägigen Konferenz in Berlin der europäische Startschuss für das neue Programm für lebenslanges Lernen gegeben. Ausgerichtet wird die Konferenz vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Unterstützung der Europäischen Kommission. Das auf die allgemeine und berufliche Bildung ausgerichtete Programm, dessen Laufzeit von 2007 bis 2013 reicht, ist das Aushängeschild unter den Finanzierungsprogrammen der EU. Es ist das erste europäische Programm, das das gesamte Spektrum des Lernens vom Kleinkind- bis zum Rentenalter abdeckt.

Das Programm für lebenslanges Lernen ist der Nachfolger der Programme Sokrates, Leonardo da Vinci und eLearning. Den Beschluss zur Einrichtung des Programms haben das Europäische Parlament und der Rat am 15. November 2006 angenommen. Das Gesamtbudget des Programms für den Siebenjahreszeitraum vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2013 beträgt 6 970 Mio. EUR. Die aus diesen Mitteln finanzierten Projekte und Aktivitäten unterstützen Millionen von Bürgern bei Studien-, Ausbildungs- und Lehraufenthalten im Ausland und fördern den Austausch, die Zusammenarbeit und die Mobilität zwischen Bildungs- bzw. Berufsbildungseinrichtungen und -Systemen in der EU, damit sich die Bildungssysteme der EU zu einer weltweiten Qualitätsreferenz entwickeln.

Auf der zweitägigen Auftaktkonferenz wird über die Möglichkeiten informiert, die das neue Programm für lebenslanges Lernen bietet, und es wird erörtert, welchen Beitrag das Programm zur europäischen Politik im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung leisten kann. Zudem ist die Konferenz eine Gelegenheit, die Erfolge der einschlägigen Vorgängerprogramme bekannt zu machen und herausragende Projekte auszuzeichnen.

Der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar Ján Figel' erklärte: „Allgemeine und berufliche Bildung sind der Kitt, der die Gesellschaft im wirtschaftlichen und demografischen Wandel zusammenhält. Eine der Komponenten dieses Kitts ist das neue Programm für lebenslanges Lernen mit seinen zahlreichen Möglichkeiten. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Lancierung des Programms mit dem 20. Jahrestag des Programms Erasmus zusammenfällt. Meiner Ansicht nach unterstreicht dies die Kontinuität und die Wirksamkeit der Gemeinschaftsaktionen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung.“

Im Rahmen der Konferenz werden die jeweils drei besten Projekte der früheren Programme Comenius, Erasmus, Leonardo da Vinci, Grundtvig, Jean Monnet und Lingua mit Preisen für lebenslanges Lernen ausgezeichnet.

Das Programm für lebenslanges Lernen ist ein Rahmenprogramm, das vier thematische Einzelprogramme und zwei unterstützende bereichsübergreifende Programme umfasst. Jedes dieser Programme sieht Finanzhilfen für Einzelpersonen und Projekte vor, um die länderübergreifende Mobilität der Bürger zu fördern, bilaterale und multilaterale Partnerschaften zu unterstützen und die Qualität der Einrichtungen und Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern.

Die vier sektoralen Einzelprogramme:

  1. Comenius (Anteil am Gesamtbudget mindestens 13 %; 906 Mio. EUR) ist ausgerichtet auf die Lehr- und Lernbedürfnisse aller Beteiligten der Vorschul- und Schulbildung bis zum Ende des Sekundarbereichs II sowie auf die Einrichtungen und Organisationen, die entsprechende Bildungsgänge anbieten.
  2. Erasmus (Anteil am Gesamtbudget mindestens 40 %; 2 788 Mio. EUR) ist ausgerichtet auf die Lehr- und Lernbedürfnisse aller Beteiligten der formalen Hochschulbildung (einschließlich Auslandspraktika von Studierenden in Unternehmen) sowie auf die Einrichtungen und Organisationen, die entsprechende allgemeine oder berufliche Bildungsgänge anbieten oder fördern.
  3. Leonardo da Vinci (Anteil am Gesamtbudget mindestens 25 %; 1 743 Mio. EUR) ist ausgerichtet auf die Lehr- und Lernbedürfnisse aller Beteiligten der beruflichen Bildung (außer Praktika von Studierenden) sowie auf die Einrichtungen und Organisationen, die entsprechende Bildungsgänge anbieten oder fördern.
  4. Grundtvig (Anteil am Gesamtbudget mindestens 4 %; 279 Mio. EUR) ist ausgerichtet auf die Lehr- und Lernbedürfnisse aller Beteiligten der Erwachsenenbildung jeglicher Art sowie auf die Einrichtungen und Organisationen, die entsprechende Bildungsgänge anbieten.

Diese vier Säulen werden durch ein „Querschnittsprogramm“ unterstützt, das die folgenden vier Schwerpunktaktivitäten umfasst:

  1. politische Zusammenarbeit und Innovation in Bezug auf lebenslanges Lernen
  2. Förderung des Sprachenlernens
  3. Entwicklung von innovativen, IKT-gestützten Inhalten, Diensten, pädagogischen Ansätzen und Verfahren für das lebenslange Lernen
  4. Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse von Maßnahmen, die im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen und seiner Vorgängerprogramme gefördert wurden

Ergänzt werden diese Maßnahmen außerdem durch das neue Programm Jean Monnet, das weltweit die universitäre Forschung und Lehre im Bereich der europäischen Integration fördert.
Die Europäische Kommission wird ferner mit einem Stand auf dem Lernfest vertreten sein, das ebenfalls am 6. und 7. Mai im neuen Berliner Hauptbahnhof stattfindet.

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/education/programmes/newprog/index_en.html

Annex

18 prize-winning projects in random order

Lifelong Learning Programme- European Launch Conference, Berlin



Comenius – school education

Group Scolar Vasile Pavelco, Iasi, Rumania: Socio-Professional integration of pupils with speaking and hearing disabilities

This Comenius School Partnership" developed solutions to two major problems: the successful integration into professional life and the learning of a foreign language of pupils with speaking and hearing disability.
Richard von Weizsäcker Berufskolleg, Lüdinghausen, Germany: Early technical education

In the Comenius Multilateral Project "Early technical education" partners from pedagogical institutes, universities and industry in different European countries developed teaching materials that can be used in practice when explaining technical phenomena to children aged 3-12.
Nyströmska Skolan, Söderköping, Sweden: Democrisis

The Comenius School Partnership "Democrisis" motivated young people to participate in political life at school, local, European and global level. Secondary students from 5 countries analysed the threats against democracy and discussed issues like reintroducing and reconstructing democratic institutions and structural obstacles to the political participation of disadvantaged groups.
Erasmus – higher education

Humboldt University of Berlin, Germany

In relation to the total figure of students inscribed per university, the Humboldt University of Berlin heads the statistics on the percentage of incoming Erasmus students and lecturers.
University of Granada, Spain

The University of Granada heads the latest Erasmus statistics in absolute figures in students' mobility and holds fourth place in terms of lecturers.
Curriculum Development Project "EMDOLA – European Master's Degree in Oral Laser ApplicationsEMDOLA (European Master's Degree in Oral Laser Applications) is an outstanding curriculum development project due to its innovative character (use of laser technology by dental practitioners) and for rewarding a triple degree from the three participating universities: University of Liège, Belgium, University of Nice-Sophia Antipolis, France and RWTH Aachen University, Germany.

Leonardo da Vinci – Vocational training

MAN Diesel SE; Germany, Industrial-technical trainees are trained in Danish companies

Between 2005 and 2007, 20 talented industrial technical trainees from 9 different training professions in their third or fourth year of training at the German company MAN Diesel SE, spent three weeks in the sister company in Denmark. Working in several profession mixed international teams, they got a deeper insight into the sister company's processes and production flows, improved their professional, linguistic and personal skills and competences, as well as the relations between trainees and employees in the companies in the two countries.

3S Research Laboratory: Austria, The Vocational qualification transfer system - VQTS
Towards a ‘European workspace’ – In the spirit of the European credit transfer system in Vocational Education and Training (VET) (ECVET) "the Vocational qualification transfer system - VQTS" project increased the recognition of skills and qualifications in the mechanical engineering sector on a European level. The main result of the VQTS project is a systematic procedure of international transfer of acquired qualifications.

European Aluminium Association: Belgium; AluMatter
The project AluMatter answers to the need for modern comprehensive training materials to train technicians, engineers and designers with good skills and knowledge in aluminium fabrication technology. With the support of the aluminium industry and the academic world, an easily accessible e-learning course has been developed and will contribute to help promote the use of aluminium in various sectors.

Grundtvig – Adult Education

Associazione Lunaria, Rome, Italy: Still Active!

The Multilateral Project "Still Active! - Performing Voluntary Service after 55 Years Old" developed the concept of and operational approaches to implementing an international voluntary service for older people. This voluntary work is not only conceptualised as a way to be active and useful to others, but also as a recognised vehicle for informal learning.
Her Majesty's Prison Maghaberry, Northern Ireland, UK: MABEL

The first aim of the Learning Partnership "MABEL - Multi-disciplinary Approach to Adult Basic Education and Learning in Prisons" was to develop and to explore a multidisciplinary approach to basic education in prisons. Central to this Learning Partnership was that also the prisoners participated actively in the cooperation and produced three collaborative magazines, called "Open Doors".

AIPC – Pandora, Madrid, Spain: IMPATH
The Grundtvig Learning Partnership "IMPATH – Immigrant Pathways" aimed to improve the support for immigrants. The partners analysed the immigration process in each of the partner countries in France, Ireland and Finland , evaluated the social conditions, resources and methodologies used, and exchanged best practices in helping immigrants to integrate better in society and fight their discrimination.

LINGUA – Language Learning
Euroinform Ltd: (Bulgaria) Listen and Touch: A basic English course for the visually impaired

The project developed a methodology to teach foreign languages to blind and visually impaired adults. These methods were based on a communicative approach that had not been previously trialled with blind learners. A multi-sensory approach using the four senses available to blind people (hearing, smell, taste and touch), and the additional use of the total physical response method, provided alternative techniques to the use of visual stimuli.
University of Roma La Sapienza: The Dinocrocs Grow Up (Adventures of Hocus and Lotus)

The project applied the developmental principles of psycholinguistics in teaching languages to young children. It produced a complete set of language teaching materials for children aged between three and eight. The materials include booklets, songs, animated cartoons, magic kits and teacher guides. The cartoon characters, Hocus and Lotus, are part-dinosaur, part-crocodile and have a common European background.
Nottingham Trent University: ALLEGRO (Access to Language Learning by Extending to Groups Outside)

The project contributed both to co-operation within the educational sector and to the establishment of partnerships with a range of social services previously uninvolved in language teaching. Over 60 groups of language learners across the partner countries were involved in a wide variety of language learning activities, from short taster sessions to longer courses. It had a very positive effect on the chosen target groups (all of whom may be regarded as “non-traditional” language learners) by making them aware of the benefits that can accrue from knowledge of foreign languages.

Jean Monnet – European Studies

Professor Ariane Landuyt, Jean Monnet Chair at the Università degli Studi di Siena, Italy

Professor Ariane Landuyt has made a lasting contribution to European education with her initiative, in 1999, to create a uniquely transnational, interdisciplinary and multilingual Master in European Studies.The programme is coordinated by the University of Siena, in cooperation with Jean Monnet Chairholders at the Universities of Salamanca, Granada, Coimbra, Hannover and Oradea, the Robert Schuman University of Strasbourg, the Jagiellonski University of Krakow, Panteion University of Athens and Montpellier.
Professor Wolfgang Wessels, Jean Monnet Chair at the Universität zu Köln, Germany

The Jean Monnet activities of Professor Wolfgang Wessels constitute an exceptionally rich mixture of top-level activities in innovating teaching, advanced research and lasting organizational achievements, including the development of new learning tools, fundamental theoretical insights and, dialogues on European integration at local, regional and European level.
Professor Lenka Rovná, Jean Monnet Chair at the Charles University of Prague, Czech Republic

The Jean Monnet activities of Professor Lenka Rovná are a prime example of the broad societal role of the Jean Monnet Programme, in particular in assisting candidate countries and new Member States find their place in the European Union. In preparation for Czech accession to the EU, Professor Rovná's activities were targeting not only students, but at a much broader community, including civil servants and civil society. She created the first Jean Monnet Centre of Excellence in Central and Eastern Europe.


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