Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR IT

IP/07/598

Brüssel, den 2. Mai 2007

Verbesserung des Datenschutzes durch Technologien zum Schutz der Privatsphäre

Die Kommission nimmt heute eine Mitteilung über die Vorteile von Technologien zum Schutz der Privatsphäre an. Die Mitteilung enthält die diesbezüglichen Ziele der Kommission, die durch eine Reihe gezielter Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung solcher Technologien und ihrer Verwendung durch die für die Datenverarbeitung Verantwortlichen und die Verbraucher erreicht werden sollen.

Dank der Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien werden ständig neue Dienstleistungen zur Erleichterung des täglichen Lebens angeboten. Neben diesen Vorteilen entstehen allerdings auch neue Risiken wie Identitätsdiebstahl, diskriminierende Profilerstellung, ständige Überwachung oder Täuschungsdelikte.

Vizepräsident Franco Frattini, der für das Ressort „Justiz, Freiheit und Sicherheit“ zuständige Kommissar, erklärte dazu: „Um sicherzustellen, dass Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen und persönliche Rechte nicht nur nach den geltenden Rechtsvorschriften unter Strafe gestellt, sondern auch technisch erschwert werden, schlägt die Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, die die Entwicklung und den Einsatz von Technologien zum Schutz der Privatsphäre fördern sollen.“

Wie die für die Informationsgesellschaft und Medien verantwortliche Kommissarin Viviane Reding ergänzte, bieten Onlinedienste den Bürgern viele Vorteile und Annehmlichkeiten und den europäischen Unternehmen gewaltige Wettbewerbsvorteile. Damit sich solche Dienste jedoch eines großen Wachstums erfreuen und so die europäische Wirtschaft ankurbeln, müssen die Menschen hinlänglich darauf vertrauen können, dass ihre Privatsphäre und legitime Geschäftsinteressen angemessen geschützt werden.

Die Verwendung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre kann dabei helfen, Informations- und Kommunikationssysteme und -dienstleistungen so zu konzipieren, dass nur so wenig wie nötig personenbezogene Daten gesammelt und verwendet werden müssen und die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen erleichtert wird. Durch die Verwendung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre sollte es möglich sein, ohne Verlust der Funktionalität des betreffenden Informationssystems Verstöße gegen bestimmte Datenschutzvorschriften zu erschweren bzw. leichter aufzudecken, was sich positiv auf das Vertrauen der Verbraucher – insbesondere im Internet – auswirken dürfte.

In der von der Kommission heute zu verabschiedenden Mitteilung werden Überlegungen über die Vorteile von Technologien zum Schutz der Privatsphäre angestellt. Außerdem setzt sich die Kommission das Ziel, diese Technologien zu fördern, und sie stellt konkrete Maßnahmen vor, die sich verwirklichen ließen, wenn die Entwicklung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre und deren Verwendung durch die für die Datenverarbeitung Verantwortlichen und die Verbraucher unterstützt würden.

Um die angestrebte Verbesserung des Schutzes der Privatsphäre und des Datenschutzes in der Gemeinschaft zu erreichen, beabsichtigt die Kommission, den Bedarf an Technologien zum Schutz der Privatsphäre und die entsprechenden technischen Anforderungen eindeutig zu ermitteln und die Entwicklung dieser Technologien (vor allem durch FuE-Projekte und umfangreiche Pilotvorhaben) sowie ihren Einsatz durch Unternehmen und Behörden weiter zu fördern. Dabei sollen eine Vielzahl von Akteuren einschließlich der Kommissionsdienststellen, nationaler Behörden, Unternehmen und Verbraucher einbezogen werden. Es geht darum, die Grundlage für Datenschutzdienste zu schaffen, die eine stärkere Einflussnahme der Benutzer ermöglichen und im Rahmen von Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor die rechtlichen und technischen Unterschiede in Europa zu beseitigen versuchen.

Um die Einhaltung geeigneter Normen zum Schutz personenbezogener Daten durch Technologien zum Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten, wird erwogen, die nationalen technischen Vorschriften über Sicherheitsvorkehrungen bei der Datenverarbeitung zu normen und zu koordinieren.

Darüber hinaus wird die Kommission Maßnahmen zur Aufklärung der Verbraucher und eine Machbarkeitsstudie über ein EU-weites System von Datenschutzsiegeln durchführen. Anhand derartiger Datenschutzsiegel sollen die Verbraucher leicht erkennen können, ob ein gegebenes Produkt (insbesondere dank integrierter Technologien zum Schutz der Privatsphäre) sicherstellt oder dazu beiträgt, dass die Datenschutzvorschriften eingehalten werden.

Weitere Informationen zu den Tätigkeiten von Vizepräsident Frattini finden Sie auf seiner Website:

http://www.ec.europa.eu/commission_barroso/frattini/index_de.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website