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Brüssel, den 19. April 2007
„Dieses Schnellwarnsystem ist ein effizientes Überwachungsinstrument und ein Musterbeispiel für zusätzlichen Nutzen, der sich durch Vorgehen auf europäischer Ebene erzielen lässt“, erklärte Meglena Kuneva, EU-Kommissarin für Verbraucherschutz. Und:„ Dass die Zahl der gemeldeten Fälle ständig steigt, ist ein gutes Zeichen; es bestätigt, dass die Wachsamkeit in ganz Europa permanent besser wird. Der heute vorgelegte Jahresbericht verdeutlicht, dass das System im Jahr 2006 besser funktioniert hat als jemals zuvor. Mir obliegt es, dafür Sorge zu tragen, es soweit auszubauen, dass es sein volles Potenzial auszuschöpfen vermag.“
32% mehr Meldungen
In den letzten Jahren ist die Zahl der Meldungen drastisch angestiegen. Binnen zwei Jahren nach Inkrafttreten der überarbeiteten Bestimmungen zur Sicherheit von Non-Food-Verbrauchsgütern in der EU hat sich die Zahl der Meldungen über besonders gefährliche Produkte mit 924 Meldungen für 2006 im Vergleich zu 388 Fällen im Jahr 2004 mehr als verdoppelt. Für 2006 war bei der Zahl der Meldungen über ernste Gefahren gegenüber 2005 ein Anstieg von 32 % zu verzeichnen. In mehr als 40 % aller Fälle wurde gemeldet, dass die Wirtschaft von sich aus Maßnahmen ergriffen habe, was von Jahr zu Jahr eine deutliche Zunahme bedeutet. Dies ist ein deutliches Zeichen für das zunehmende Sicherheitsbewusstsein auf Seiten der Marktakteure in der EU.
60% aller Meldungen entfielen auf folgende fünf Länder:
Nach einer Bewertung, der das Funktionieren des Systems 2006 unterzogen wurde, verteilen sich die Meldungen und Reaktionen im Zusammenhang mit gefährlichen Produkten nach wie vor sehr unausgewogen von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat. Deshalb müssten bestimmte Mitgliedstaaten ihre Beteiligung an dem System RAPEX verstärken.
Spielzeug und Elektroartikel: an der Spitze der Liste gefährlicher Produkte
Die Produkte, zu denen die meisten Gefahrenmeldungen eingingen, waren:
Allein auf Spielwaren, Elektrogeräte und Kraftfahrzeuge entfielen 2006 über 50 % aller Meldungen. Damit bestätigen sich erneut die Ergebnisse aus den Vorjahren. Wichtigster Unterschied ist allerdings diesmal, dass zum ersten Mal die Kategorie „Spielzeug“ den Bereich Elektroartikel in Bezug auf die Zahl der Meldungen übertroffen hat.
Häufigste Gefahren
Die fünf Hauptrisiko-Kategorien waren:
Wichtigstes Herkunftsland gemeldeter gefährlicher Produkte
In nahezu der Hälfte aller Fälle wurde die Volksrepublik China als
Herkunftsland des gefährlichen Produkts genannt (440 Meldungen, 48%). Um
dieser Angelegenheit nachzugehen, hat die Europäische Kommission ihre
Zusammenarbeit mit den für Produktsicherheit zuständigen chinesischen
Behörden verstärkt. Da China innerhalb kürzester Zeit zu einem
der führenden Exporteure für Spielwaren, die in die EU eingeführt
werden, aufgestiegen ist, hat die Europäische Kommission 2006 mit der
Volksrepublik China eine Vereinbarung über den Austausch von Informationen
und einen „Fahrplan für sichereres Spielzeug“, die in den
Europäischen Binnenmarkt eingeführt werden, unterzeichnet.
Der
RAPEX-Jahresbericht 2006 kann in Englisch, Französisch oder Deutsch
abgerufen werden unter