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IP/07/448

Brüssel, den 30. März 2007

EU-Energieforschung: Erstes kommerzielles solarthermisches Kraftwerk Europas wurde in Spanien in Betrieb genommen

Die Stadt Sevilla im Süden Spaniens wird über das erste kommerzielle solarthermische Kraftwerk Europas verfügen. Die Anlage mit einer Leistung von 11 MW, die heute in Betrieb genommen und zum Teil mit Geldern der Europäischen Union finanziert wurde, ist für eine jährliche Stromerzeugung von 23 GWh ausgelegt – genug, um 10 000 Menschen zu versorgen. Durch diese Solarstromerzeugung werden annähernd 16 000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden[1].

„Diese neuen Technologien bieten Europa eine neue Möglichkeit, gegen den Klimawandel vorzugehen und die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen,“ erklärte der für Energie zuständige EU-Kommissar Piebalgs anlässlich der Einweihung der Anlage.

Das sogenannte PS10-Projekt erzeugt Strom über 624 nachgeführte Spiegel (Heliostaten) mit einer Fläche von jeweils 120 m2, die die Sonnenstrahlung an der Spitze eines 115 m hohen Turms bündeln, wo sich der Strahlungsempfänger und die Dampfturbine befinden.

Das PS10-Solarkraftwerk liegt 25 km westlich von Sevilla und wird vom Unternehmen Abengoa betrieben. Die Investitionskosten betrugen 35 Mio. Euro, 5 Mio. Euro wurden wegen des hoch innovativen Ansatzes des Projekts aus Mitteln des Fünften Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gewährt.

Die Projektausführung dauerte 54 Monate (1. Juli 2001 - 31. Dezember 2005). PS10 ist das erste einer Reihe von solarthermischen Kraftwerken, die in dem gleichen Gebiet gebaut werden, das bis 2013 über eine installierte Leistung von insgesamt mehr als 300 MW verfügen wird.

Bündeln von Sonnenenergie

Das Projekt PS10 ist ein Beispiel für solarthermische Kraftwerke, bei denen die Sonnenstrahlung als Hochtemperatur-Energiequelle genutzt wird, um Strom über Heliostaten, die die Sonne bündeln, in einem thermodynamischen Zyklus zu erzeugen. Diese Technologie der Bündelung der Sonnenenergie ist notwendig, weil die Sonnenstrahlung die Erdoberfläche mit einer Dichte erreicht, die für Heizsysteme ausreicht, nicht jedoch für einen effizienten thermodynamischen Zyklus für die Stromerzeugung.

Das Potenzial dieser Kraftwerke als Beitrag zu einem stärker vom Prinzip der Nachhaltigkeit geprägten Energiesystem muss noch vollständig ausgeschöpft werden. Die EU fördert den Sektor der solarthermischen Kraftwerke seit mehr als zehn Jahren und unterstützt die Erforschung, Entwicklung, Validierung, Demonstration und Verbreitung dieser Technologien sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Die EU hat im Wege des Fünften und des Sechsten Forschungsrahmenprogramms annähernd 25 Mio. Euro für Forschungsprojekte, bei denen an der Entwicklung von Technologien für solarthermische Kraftwerke gearbeitet wird, bereitgestellt.

Dieser finanzielle Beitrag hatte eine Multiplikatorwirkung, weil durch ihn bedeutende zusätzliche Privatinvestitionen in einer Höhe von mehreren Millionen Euro (in einem Verhältnis von 10 Euro zu jedem vom europäischen Forschungsprogramm investierten Euro) erschlossen wurden.

Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Hinblick auf eine neue Generation von Technologien auf der Basis erneuerbarer Energien sind von grundlegender Bedeutung, um den steigenden Energiebedarf decken zu können und die Technologien für solarthermische Kraftwerke eine weitere Erfolgsgeschichte der EU werden zu lassen.

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/energy/res/sectors/csp_diss_en.htm

Die Europäische Kommission veröffentlicht heute auch eine Landkarte, auf der das Sonnenenergiepotenzial in Europa dargestellt ist. Die Landkarte wurde vom geographischen Photovoltaik-Informationssystem (PVGIS) der Gemeinsamen Forschungsstelle erstellt, zu dem auch ein interaktiver Dienst gehört, durch den die Nutzer das Sonnenenergiepotenzial überall in Europa berechnen können. Siehe IP/07/447


[1] Unter Zugrundelegung des Energiemixes der EU-25 im Jahr 2005 und des entsprechenden Stromverbrauchs (Siehe „European Energy and Transports Trends to 2030“ der GD TREN der Europäischen Kommission).


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