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Brüssel, den 29. März 2007

EU-Öffentlichkeit unterstützt nachdrücklich die jüngsten Änderungen der europäischen Agrarpolitik

Eine neue Umfrage, die die Haltung der Bürger gegenüber der Landwirtschaft und der Gemeinsamen Agrarpolitik untersucht und die heute veröffentlicht wird, hat als eine der wichtigsten Feststellungen ergeben, dass die jüngsten Reformen der EU-Agrarpolitik von der Öffentlichkeit nachdrücklich unterstützt werden. In diesem früher sehr kontroversen Politikbereich zeigen die Ergebnisse, dass zwei der Kernelemente der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik aus dem Jahre 2003 überwiegend günstig beurteilt werden. Die Umfrage wurde von TNS Opinion im Namen der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission zwischen dem 17. November und 19. Dezember 2006 durchgeführt. Nach den klassischen Erhebungsverfahren der Eurobarometer-Umfragen wurden in jedem der (damals) 25 EU-Mitgliedstaaten rund 1000 Bürger persönlich befragt.

Ganz deutlich unterstützt eine überwältigende Mehrheit der europäischen Bürger das „Cross-compliance-Prinzip“, dem zufolge Landwirten Zahlungen gekürzt werden, wenn sie die Standards in den Bereichen Umwelt, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit im Agrarsektor nicht einhalten. Mehr als 8 von 10 Befragten befürworten solche Maßnahmen, so dass je nach Standard proportional zwischen 83 % und 86 % der Befragten die Maßnahmen für gerechtfertigt halten.

Außerdem begrüßt die Öffentlichkeit die Änderungen, die an der Stützungsregelung für die Landwirte vorgenommen worden sind. Fast die Hälfte der Befragten (49 %) ist der Ansicht, dass eine größere Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums und eine direkte Unterstützung der Landwirte und nicht ihrer Erzeugnisse positive Entwicklungen sind; nur 11 % lehnen diese Entwicklungen ab. Die übrigen Befragten äußerten sich neutral oder hatte keine Meinung.

Es besteht weitgehend Einvernehmen über die Richtung, die die Agrarpolitik künftig einschlagen sollte, nämlich dass die Landwirtschaft und der ländliche Raum weiterhin eine zentrale Rolle in der EU spielen sollten. Für fast 9 von 10 Befragten (88 %) sind dies Schlüsselthemen für die Zukunft Europas.

Diese Auffassung kommt auch in den Äußerungen bezüglich des Anteils der GAP am EU-Haushalt, derzeit rund 40 %, zum Ausdruck. Fast 6 von 10 Befragten (58 %) sind der Ansicht, dieser Prozentsatz solle in den kommenden Jahren gleich bleiben oder steigen; nur 17 % sprechen sich für eine Senkung aus.

Nach Ansicht der Befragten sollte die EU insbesondere folgenden Gesichtspunkten der Agrarpolitik Vorrang einräumen:

  • Lieferung gesunder und sicherer Lebensmittel durch die Landwirte (wird von 41 % genannt)
  • Faire Behandlung sowohl der Landwirte (37 %) als auch der Verbraucher (35 %) auf dem Markt
  • Schutz der Umwelt (33 %) und der Nutztiere (27 %).

Derzeit herrscht die Meinung vor, dass die GAP ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt; günstig beurteilt werden insbesondere die Bereitstellung von gesunden/sicheren Lebensmitteln, der Umweltschutz und der Tierschutz.

Die Umfrage wurde auch in Rumänien und Bulgarien durchgeführt. Die Ergebnisse wurden allerdings nicht bei der Berechnung der EU-Durchschnitte berücksichtigt, da beide Länder im Zeitpunkt der Umfrage noch den Status von Beitrittsländern hatten.

http://ec.europa.eu/agriculture/survey/index_de.htm

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb_special_en.htm


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